Handball

Handball-Kreis zieht einen Schlussstrich unter die Saison

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Kommen alle Nachwuchs-Handballer zurück, wenn die Hallen wieder öffnen?

Kommen alle Nachwuchs-Handballer zurück, wenn die Hallen wieder öffnen?

Foto: maximilian karacic

Iserlohn.  Beschluss sieht einen sofortigen Abbruch vor, und es gibt keine Auf- und Absteiger. Über die Bezirksliga wird in den nächsten Tagen entschieden.

Der Kreisvorstand des Handballkreises Iserlohn/Arnsberg hat in einer Videokonferenz einstimmig beschlossen, die Saison 2020/21 im Kreisspielbetrieb mit sofortiger Wirkung abzubrechen. Alle bisherigen Spiele werden annulliert, und es werden weder Aufsteiger noch Absteiger ausgespielt. Ebenso wird es keine Pokalrunde oder andere Spiele für etwaige Qualifikationen geben.

Für die übergeordneten Bezirksligen der fünf Kreise im ehemaligen Bezirk Süd hat der Kreisvorstand Staffelleiter Volker Kreckler sowie dem Kreisvorsitzenden Stefan Wiesemann das Votum für einen Beschluss mitgegeben, auch auf Bezirksebene für einen Abbruch der Saison zu stimmen und auch hier auf Auf- und Absteiger zu verzichten. Eine Sitzung der Kreise zu diesem Thema soll möglicherweise noch in dieser Woche stattfinden.

Die Vereine können, sobald die zuständigen Stellen Hallensport freigeben (das letzte Wort haben die Kommunen ), unter den dann geltenden Regeln Freundschaftsspiele austragen. Der Kreisvorstand geht nach jetzigem Kenntnisstand davon aus, dass dies nicht vor Anfang Mai passieren wird. Wann und unter welchen Bedingungen ein geordneter Spielbetrieb wieder stattfinden kann, ist somit nicht absehbar.

Große Sorge um den Ausstieg von Jugendlichen

Man wünsche sich, so ließ es der Kreisvorstand verlauten, zumindest einen geregelten Start der neuen Saison im Herbst. Bei der nächsten Sitzung am 18. März hofft man, etwas klarer sehen. Auch in der Nachbarschaft werden in diesen Tagen Fakten geschaffen. So hat der Kreis Lenne/Sieg die Saison für beendet erklärt und dazu das Votum der Vereine eingeholt. Von 21 sprachen sich nur vier für eine Wiederaufnahme des ruhenden Spielbetriebs aus.

Eine Sorge beschäftigt derzeit alle Verantwortlichen: Wie bekommt man den Nachwuchs wieder in die Sporthallen? „Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um die Jugendlichen abzuholen. Ich befürchte wirklich, dass etliche nicht mehr weitermachen wollen, und das hätte gravierende Folgen“, sagt dazu Jugend-Lehrwart Jürgen Risse. „Mit Online-Training ist es nicht getan. Wir müssen wieder in die Hallen, und dann brauchen wir viele Leute, die sich mächtig engagieren, damit der Schaden in den Vereinen nicht zu groß wird.“

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