Schach

Schach-Trio aus Hemer setzt im Ruhrpott Akzente

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Der Hemeraner Moritz Runte (re.) hielt gegen den Turnierfavoriten Mihail Saltaev mit, verlor erst nach einem nachteiligen Damentausch.

Der Hemeraner Moritz Runte (re.) hielt gegen den Turnierfavoriten Mihail Saltaev mit, verlor erst nach einem nachteiligen Damentausch.

Foto: PRIVAT

Die 48. Internationalen Dortmunder Schachtage haben begonnen – und mittendrin im renommierten Turnier sind drei Akteure des Schachvereins Hemer.

Dortmund/Iserlohn. Die 48. Internationalen Dortmunder Schachtage haben begonnen – und mittendrin im weltweit renommierten Turnier sind drei Akteure des Schachvereins Hemer: Fide-Meisterin Alessia-Mihaela Ciolacu und Moritz Runte starten im Sportland NRW-Cup, Linda Becker beim NRW-Mädchen-Cup. Das heimische Trio weist nach den ersten beiden Turniertagen eine achtbare Zwischenbilanz vor: Ciolacu liegt im Zehnerfeld des NRW-Cups auf dem zweiten, Runte auf dem achten und Becker im Mädchen-Cup ebenfalls auf dem achten Platz.

Im NRW-Cup treten die besten Nachwuchstalente und hoch dekorierte Altmeister an. Zum Starterfeld gehört beispielsweise auch der 13-jährige Sreyas Payyappat aus Hannover, der weltweit aktuell als stärkster Youngster gilt und der am Donnerstag auf Runte und Freitag auf Ciolacu trifft. Als Turnierfavorit im NRW-Cup wird Großmeister Mihail Saltaev aus Usbekistan gehandelt, auf den beide Akteure des Schachvereins Hemer bereits getroffen sind. Ciolacu gelang mit den weißen Steinen eine Überraschung, als sie Saltaev in einer katalanischen Partie in die Ecke drängte und mit ihren drei verbundenen Freibauern zur Aufgabe zwang.

Zum Auftakt des Turniers spielte Runte gegen den usbekischen Großmeister. Der Hemeraner, der mit den schwarzen Steinen zog, büßte infolge eines Damenabtauschs letztlich einen Bauern ein und geriet in nachteilige Stellung: Nach 40 Zügen musste Runte seinem Kontrahenten gratulieren. Im zweiten Turnierspiel erreichte der Hemeraner gegen Alexander Krastev ein Remis. Am Mittwochabend remisierte Runte abermals gegen Ruben Koellner.

Ciolaku siegte im Auftaktspiel gegen Marius Deuer und lag nach ihrem Coup gegen den Großmeister Saltaev sogar an der Spitze des Feldes. Die mögliche Tabellenführung nach den ersten drei Turnier-Partien verpasste Ciolaku nach einer Niederlage gegen Krastev. Ihr Damenmanöver in der Eröffnungsphase war etwas zu ungestüm – Kratsev nutzte diesen Positionsvorteil letztlich zu seinen Gunsten aus und führt nun das Tableau an.

Im Mädchen-Cup, bei dem in einem Zehnerfeld nach dem Modus Jede-gegen-Jede gespielt wird, gelang Linda Becker mit einem Sieg gegen Tamila Trunz ein Auftaktsieg. Dann unterlag die Hemeranerin der favorisierten Madita Moenster und verlor auch am Mittwochabend ihr drittes Turnierspiel. Im mit 81 Zügen einem der bis dato längsten Turnierspiele wehrte sich Becker gegen Michelle Trunz nach Kräften, schaffte in einer schon verlorenen Partie das Comeback, patzte dann aber in einem nervenaufreibenden Endspiel, als sie einen Turmabtausch falsch kalkulierte.

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