Eishockey

Hovinen spielt, Lange möchte Klarheit

Das Saisonauftaktspiel gegen Wolfsburg gewannen die Roosters mit 5:2.

Das Saisonauftaktspiel gegen Wolfsburg gewannen die Roosters mit 5:2.

Foto: Michael May

Iserlohn.   Torhüterdiskussion bei den Roosters geht weiter.

Auch nach zwölf spielfreien Tagen steht vor der Wiederaufnahme des Meisterschaftsspielbetriebs immer noch die Torhüterfrage bei den Iserlohn Roosters im Fokus. Vor dem heutigen Spiel in Straubing ist aber eine Entscheidung gefallen: Der finnische Neuzugang Niko Hovinen steht im Tor, Sebastian Dahm ist Backup, Mathias Lange sitzt auf der Tribüne.

Wer am Sonntag beim Heimspiel gegen den Vorletzten Wolfsburg nominiert wird, macht Trainer Rob Daum von der Leistung Hovinens abhängig. Eine Nichtberücksichtung würde allerdings die Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Verpflichtung des Goalies, der am 21. Oktober beim 3:5 in Schwenningen seinen bislang einzigen Einsatz bestritten hat, endgültig infrage stelle. „Er ist jeden Tag besser geworden“, berichtet Daum von seinen Trainingseindrücken. Und er hofft, dass mit der bevorstehenden Rückkehr von Torwarttrainer Mika Tarvainen, der den bisherigen Probekandidaten Jay Chrapala ersetzt, intensiv mit den Goalies gearbeitet werden kann. Ob dann auch noch Lange an Bord ist?

„Es gibt Kontakte, aber ich halte die Füße still“

Der Klagenfurter präsentierte sich gestern sehr sachlich. Auch er wisse natürlich, dass es wohl nur um seine Person gehe, das könne man ja an der Aufstellung erkennen. „Inzwischen ist das aber nicht mehr frustrierend für mich. Die Situation ist, wie sie ist. Doch natürlich hängt man in der Luft.“ Lange verwies auf die gängigen Mechanismen im Profisport. Ein Weiterarbeiten mit drei Profitorhütern und einem Nachwuchsgoalie hält er allerdings für wenig praktikabel. Und er berichtete von einem sehr guten, sehr privaten Gespräch mit Roosters-Chef Wolfgang Brück.

Aber der Torhüter zeigte auch klare Kante, er vermisst eine angemessene Kommunikation und hatte eine Entscheidung, in welche Richtung auch immer, schon in der Länderspielpause erwartet. Aber möglicherweise hänge das auch mit der derzeitigen Scouting-Tour von Manager Karsten Mende in Nordamerika zusammen. Lange: „Ich möchte endlich Klarheit. Denn es ist nicht einfach, als zweifacher Vater seine Zelte abzubrechen und wieder neu aufzubauen. Der Verein muss sagen, was er will.“ Plant man noch mit ihm? Oder mit vier Torhütern? Eine klare Tendenz sieht er nicht. Er wird aber nicht um Vertragsauflösung bitten. „Natürlich gibt es Kontakte. Aber ich halte die Füße still.“ Sein Arbeitgeber seien die Roosters. Dass Nauheim, wo er am Wochenende beim Abschiedsspiel seines Bruders Harry auf dem Eis stand, oder sogar München Kandidaten sein sollen, bestätigt Lange nicht.

Coach Daum berichtet von einer guten Pause und einer guten Trainingswoche. Ein Schwerpunkt war das Vermeiden von Strafzeiten. Ferner fordert Daum eine bessere Defensivarbeit. Die Stürmer dürften nicht so viele Schüsse zulassen, die Torhüterleistung müsse besser werden, und die Vorderleute müssten sich konzentrierter um die Rebounds kümmern. „Es müssen mehr Zweikämpfe gewonnen werden. Da müssen wir hungriger sein! Abwehrarbeit ist auch Teamarbeit.“ Und natürlich habe man auch über die Auswärtsschwäche gesprochen. „Aber das alles ist natürlich keine Sieggarantie.“

Fehlen wird heute Marko Friedrich, der nach seiner Strafe in Nürnberg für ein Spiel gesperrt ist. Nicht dabei ist auch Jordan Smotherman, der als überzähliger Kontingentspieler pausieren muss.

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