Handball

HTV sucht noch den Weg aus der Krise

HTV-Trainer Tihomir Knez hat mit vielen Problemen zu kämpfen.

HTV-Trainer Tihomir Knez hat mit vielen Problemen zu kämpfen.

Foto: Foto: Dennis Echtermann

Hemer.  Trainer Tihomir Knez denkt nicht an Rücktritt, sieht seine Position aktuell aber als gefährdet an.

Die ernüchternde Niederlage beim TuS Jöllenbeck hat die Oberliga-Handballer des HTV Hemer bedrohlich nah an die Abstiegszone gebracht, und den Verantwortlichen ist bewusst, dass jetzt Handlungsbedarf besteht. Vereinschef Olaf Klein hielt sich jedoch bedeckt auf die Frage, in welche Richtung es gehen könnte.

„Wir werden im Vorstand die Situation analysieren und dann entscheiden, wie wir weiter vorgehen.“ Ob Trainer Tihomir Knez auch am Samstag im Heimspiel gegen den VfL Mennighüffen auf der Bank sitzen wird, ist nach Lage der Dinge offen. Der Coach selbst spricht Klartext. „Ich bin bereit, weiter meinen Job zu machen. Aber wenn man glaubt, dass ein anderer Trainer es besser macht und mehr Qualität aus dieser Mannschaft herausholen kann, dann müsste man den Wechsel eigentlich vor dem Spiel gegen Mennighüffen vornehmen.“

Knez betont allerdings auch, dass es nicht seinem Charakter entspreche, jetzt aufzugeben und das Handtuch zu werfen. Für ihn ist die aktuelle sportliche Situation nicht überraschend. „Uns fehlen über 400 Tore“, spricht er den Abgang von Moritz Frenzel, Max und Christian Klein an. Er hatte im Vorfeld der Saison mehrfach auf die Probleme hingewiesen, dass ein Linkshänder ebenso fehlt wie die Durchschlagskraft im Rückraum. Für ihn kommt das bisherige Abschneiden somit nicht unerwartet.

Der Trainer moniert die zuhohe Erwartungshaltung

Allerdings hatte er Karol Zechmeister als feste Größe im Kader eingeplant, doch der spielt wegen eines Kreuzbandrisses in dieser Saison nicht mehr. „Ihn hätten wir in Jöllenbeck als Alternative im Mittelblock gut gebrauchen können“, meinte Knez. Ersatz für den Routinier ist bislang nicht in Sicht.

Auch deshalb moniert der Coach eine zu hohe Erwartungshaltung rund um den HTV. „Wir haben den zweit- oder drittniedrigsten Etat der Liga, unserem Spiel fehlen die Linkshänder, so dass es eigentlich völlig klar ist, dass es ein harter Kampf um den Klassenerhalt wird.“ Man darf gespannt sein, ob Tihomir Knez den weiterhin mitgestalten kann.

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