Fußball

Intensives Derby bleibt zu Recht ohne Sieger

Das intensiv geführte Kreisderby zwischen Dröschede und Menden endete 1:1.

Das intensiv geführte Kreisderby zwischen Dröschede und Menden endete 1:1.

Foto: Michael May

Dröschede.  Denis Rödels Ausgleichstor direkt nach der Pause beschert der Borussia nicht den erhofften Schub.

Wie in der Hinrunde teilten sich die Kreisrivalen die Punkte, und das ging nach abwechslungsreichen 90 Minuten auch in Ordnung. Wer bei frostigen Temperaturen auf der Emst auf Spielkultur gehofft hatte, musste Abstriche machen. Wer jedoch Intensität und eine ordentliche Portion Härte schätzt, wird wohl auf seine Kosten gekommen sein.


Fußball-Landesliga: Borussia Dröschede - BSV Menden 1:1 (0:1). Die Siegesserie des Tabellenführers endete, aber die Enttäuschung darüber hielt sich in Grenzen. Dröschede besaß in der Endphase zwar die besseren Chancen zum Siegtreffer, aber den hatte auch der Gast stets im Visier. Dass beide Mannschaften nie den Eindruck machten, als reiche ihnen dieses Remis, verdiente Anerkennung. Davon konnte keine Rede sein, wenn man die Dröscheder Leistung in der ersten Hälfte auf den Prüfstand stellte. Da gab es zahlreiche ideenlose Schläge in Richtung gegnerischer Strafraum, da wurde der Ball kaum einmal über mehr als zwei Stationen in den eigenen Reihen gehalten. Und da gelang nicht ein ernsthafter Torabschluss.

Dröschede vor der Pause ohne jede Durchschlagskraft

Menden gestattete sich ebenfalls viele Fehler im Spielaufbau, lieferte aber die konstruktiveren Aktionen und gelegentliche Torgefahr ab. Etwas mehr Beschäftigung wäre den fröstelnden Keepern hüben wie drüben wohl ganz recht gewesen. Dröschedes Dustin Heberlein musste somit ohne vorherige schwere Prüfung den Ball aus dem Netz holen, als Manuel Huff kurz vor der Pause ziemlich ungehindert einen Hoffmann-Eckball in die Maschen köpfte. Unverdient war das ganz sicher nicht, und für die Borussia gab es reichlich Steigerungsbedarf.

Der ließ nach Wiederbeginn nicht lange auf sich warten. Die Platzherren legten gleich den Vorwärtsgang ein, und als es einmal schnell und zielstrebig ging, hatte Denis Rödel im Strafraum den nötigen Platz, um in die lange Ecke zu köpfen (46.). Das war ein Auftakt nach Maß, aus dem Dröschede aber erstaunlicherweise kein Kapital schlug, weil Ruhe und Übersicht oftmals fehlten.

Menden sammelte sich relativ schnell und war wieder ebenbürtig. Zum nun folgenden offenen Schlagabtausch passte die aufkommende Hektik, an der Schiedsrichter Kleiböhmer nicht unschuldig war. Er zückte zu selten die gelbe Karte, und diesen Freiraum nutzen beide Seiten zu mancher Härte und Nickeligkeit. Dem Spielfluss tat das nicht gut.

Nachdem Mendens Vorstöße in der Regel keinen brauchbaren Abschluss fanden, durften die Hausherren die letzten Akzente setzen. Erst zielte der völlig abgemeldete Nweke eine Etage zu hoch, dann scheiterte Hiller an Keeper Plust. Und so blieb es bei einem Resultat, das den Leistungen gerecht wurde.

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