Fußball

Iserlohn im Abschluss zu harmlos

Omar Jessey (l.) konnte sich gegen Sinsen kaum einmal entscheidend durchsetzen.

Omar Jessey (l.) konnte sich gegen Sinsen kaum einmal entscheidend durchsetzen.

Foto: Michael May

Oestrich.  Sinsen kann mit torlosem Unentschieden besser leben als der weiterhin schwächelnde FCI.

In der aktuellen Situation bringt eine torloses Remis den FC Iserlohn in der Tabelle nicht so richtig weiter, doch Trainer Mario Plechaty ist trotzdem zufrieden: „Nach der Niederlage in Neheim war es zunächst einmal wichtig, hinten wieder zu Null zu spielen.“


Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - TuS Sinsen 0:0. Die Iserlohner waren zweifellos die bessere Mannschaft, kontrollierten fast 90 Minuten lang Ball und Gegner, blieben aber im Abschluss ohne den auf der Bank sitzenden Torjäger Lukas Lenz zu harmlos. Allerdings wollte Plechaty zunächst Stabilität in die Abwehr bekommen. Das gelang mit Kevin Meckel als Absicherung vor der Viererkette auch recht gut, zumal die Gäste ihr Augenmerk ebenfalls vermehrt auf die Defensive richteten.

Abwehrreihen prägen eine an Torchancen arme Begegnung

Folgerichtig spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab, erst nach 16 Minuten näherten sich die Iserlohner erstmals dem gegnerischen Gehäuse. Nach Flanke von Ekincier brachte Denizci jedoch keinen Druck hinter seinen Kopfball. Besser machte es zwar Ekincier nach Meckels energischer Vorarbeit, doch Sinsens Schlussmann Werner parierte glänzend den Drehschuss (25.). Auch beim Freistoß von Mertens wenig später hatte er keine Mühe. Auf der Gegenseite blieb Schmale nahezu beschäftigungslos, während sein Pendant sich bei Mertens’ Direktabnahme noch einmal auszeichnen konnte (36.). Der Volleyschuss war die beste Möglichkeit für die in der Offensive oft zu zaghaft agierenden Iserlohner.

Am Spielgeschehen änderte sich auch nach der Pause nichts, auch wenn die Gäste fast in Führung gegangen wären. Miyanyedi tauchte allein vor Schmale auf, narrte den Keeper mit einer Körpertäuschung und schob den Ball parallel der Torlinie entlang knapp am langen Pfosten vorbei.(55.).

Der FCI erhöhte zwar den Druck, aber vorne versprangen Jessey zu viele Bälle. Seine beste Szene hatte der schnelle Stürmer nach einem langen Pass von Schneider, als er sich endlich einmal durchsetzen konnte. Jedoch wurde sein Schuss im letzten Moment abgeblockt (58.). Auch Schaulandt drosch nach Denizcis Querpass den Ball weit über das Gehäuse (60.). Mehr ließ die gut gestaffelte Abwehr der Gäste nicht zu, zumal dem finalen Pass oft die nötige Präzession fehlte. Daran änderte sich auch nichts, als Plechaty etwas mutiger wurde und neun Minuten vor dem Abpfiff Torjäger Markus Lenz einwechselte – zu spät, denn auch die Iserlohner scheuten in der Schlussphase das Risiko. „Wir können mit dem Punkt sicherlich besser leben“, freute sich am Ende vor allem TuS-Trainer Antonios Kotziampassis über das seiner Meinung nach „glückliche Remis“.

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