Basketball

Iserlohn Kangaroos arbeiten in Off-Season mit großem Elan

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Toni Prostran (Mitte) beobachtet David Pavljak (links) und Elias Marei beim Dribbling.

Toni Prostran (Mitte) beobachtet David Pavljak (links) und Elias Marei beim Dribbling.

Foto: Markus Wassmuth

Iserlohn.  Basketballer trainieren bis zu fünf Mal pro Woche und arbeiten früher als sonst an der Athletik.

Die ProB-Basketballer der Iserlohn Kangaroos befinden sich aktuell in der Off-Season, untätig sind sie deshalb aber nicht. Bis zu fünf Mal pro Woche bietet der neue Cheftrainer Dennis Shirvan Trainingstermine an, sowohl für die Profis, als auch für die Perspektivspieler. „Das ist alles auf freiwilliger Basis, wird aber sehr gut genutzt“, berichtet der Coach, der die Arbeit mit den jüngeren Akteuren, die im Normalfall der Jugendkoordinator betreuen würde, bis zur Neu-Besetzung dieses Postens zusätzlich übernommen hat.

Bis zum 20. Juli laufen diese Trainingsangebote bei den Kangaroos, danach gibt es eine Pause. „Da können die Spieler noch einmal wegfahren oder sich anderweitig sammeln, denn am 2. August geht es mit der Saisonvorbereitung beim ProB-Team los“, nennt Shirvan den weiteren Ablauf. Mit dem Fitnesszustand seiner Spieler ist er sehr zufrieden.

Lob vom Trainer für den „Floor-General“

Aktuell werden Basiselemente trainiert. Auch Routinier Toni Prostran ist eifrig dabei und amüsiert sich manchmal ein wenig, weil er die ein oder andere Dribbel-Übung schon zehn Jahre oder noch länger nicht mehr gemacht hat. „Aber er macht alles begeistert mit“, lobt Dennis Shirvan seinen „Floor-General“.

In den kommenden Tagen soll es auch in den noch offenen Personalien Klarheit geben. Geplant wird mit einem elf Akteure großen Stammkader. Hinzu soll pro Spiel jeweils ein Akteur des Perspektivkaders stoßen, zu dem unter anderem David Pavljak, Linus Trettin, Aldin Ribic oder der 2,15 Meter große Julius Treichel gehören. Mit der Reduzierung um einen „gestandenen“ Akteur will man Spielraum bei der Verteilung der Spielzeit gewinnen, die an die drei Youngster Benjamin Dizdar, Emanuel Francisco und Elias Marei gehen soll, die in der letzten Serie kaum zum Einsatz kamen.

In Kürze hofft Dennis Shirvan, der aktuell zusätzlich an seiner B-Lizenz „bastelt“, einen Co-Trainer an die Seite gestellt zu bekommen. Einen entsprechenden Kandidaten soll es schon geben. Für den Cheftrainer, der immer wieder betont, wie gerne er mit jungen Leuten arbeitet, würde das eine gewisse Entlastung beim wöchentlichen Pensum bedeuten, denn „nebenher“ ist er bekanntermaßen noch als Unternehmer tätig.

Zur weiteren Kaderplanung hält sich Dennis Shirvan ebenso wie Manager Michael Dahmen bedeckt. Oberstes Ziel bleibt, das Gros der Mannschaft zu halten, was bei bislang acht Weiterverpflichtungen auch zu gelingen scheint und womit man übrigens deutlich weiter ist als die Konkurrenz. Dass der kanadische Topwerfer Tanner Graham vermutlich nicht nach Iserlohn zurückkehrt, hat sich bereits angedeutet. Für ihn würde man adäquaten Ersatz benötigen.

Keine Eile bei der Besetzung der Import-Position

Dem Chefcoach liegt ein „ganzer Haufen“ von Angeboten von Spielervermittlern vor. „Ich sehe derzeit aber noch keine Notwendigkeit, mich damit zu beschäftigen“, sagt Shirvan und will erst einmal abwarten, bis der Kader mit den Akteuren mit deutschem oder EU-Pass komplett ist. „Dann schauen wir, auf welcher Position wir Hilfe benötigen, und vor allem muss der Neue zur Mannschaft passen“, so der Trainer.

Bis zu diesem Zeitpunkt geht es vor allem um Trainingsinhalte. Im Gegensatz zu früheren Jahren hat Dennis Shirvan schon frühzeitig athletische Elemente in die Übungseinheiten eingearbeitet, für deren Durchführung weiter Dennis Konrad-Werner und Jens Rowedder verantwortlich sind. Für den Erfolg der Saison 2021/22 werden also schon jetzt die Grundlagen erarbeitet.

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