Eishockey

Iserlohn nach schwachem ersten Drittel chancenlos

Auch Roosters-Stürmer Alex Grenier kommt in dieser Szene nicht an Gustav Wesslau vorbei.

Auch Roosters-Stürmer Alex Grenier kommt in dieser Szene nicht an Gustav Wesslau vorbei.

Foto: Ruffler / Pix-Sportfotos

Köln.  Die Iserlohn Roosters gerieten bei den Kölner Haien früh mit 0:4 in Rückstand und kamen trotz einer Steigerung nicht mehr ernsthaft heran.

Wer nach dem 5:1 gegen Bremerhaven auf ein Sechs-Punkte-Wochenende der Roosters gehofft hatte, wurde am Sonntagmittag enttäuscht. Im ersten Drittel leisteten sich die Roosters altbekannte Fehler, die die Haie ausnutzten. Im Anschluss reichte die Qualität des Kaders trotz Steigerung nicht aus, um nach dem Sieg von Freitag erneut zu punkten.


Kölner Haie - Iserlohn Roosters 4:1 (4:0, 0:0, 0:1). Weil Jake Weidner nach der Spieldauerstrafe am Freitag vom DEL-Disziplinarausschuss nicht gesperrt wurde (das Verfahren wurde am Samstag eingestellt), konnte Trainer Jason O’Leary auf die gleichen Blöcke zurückgreifen, die gegen Bremerhaven erfolgreich aufgespielt hatten. Doch eine Wiederholung dessen sollte im Schatten des Kölner Doms nicht gelingen. Zwar merkte man dem IEC das neue Selbstvertrauen an, doch etwas Zählbares sollte daraus nicht entstehen. Alex Grenier versuchte es zwar in der Auftaktminute aus dem Slot, doch Haie-Goalie Gustav Wesslau ließ bei seinem Comeback am ersten Advent nichts anbrennen.

Das neue Selbstvertrauen ist schnell verflogen

Mit frühem Forechecking hielten die Roosters Köln zunächst von ihrem Kasten fern, doch das erste Gegentor sorgte bei ihnen für einen Bruch. Dominik Tiffels zog von der blauen Linie ab, Marcel Müller fuhr im richtigen Moment Andreas Jenike in die Parade und fälschte die Scheibe zum 1:0 ab. Zwei Minuten später ließ Jenike einen Akeson-Schuss passieren, Erik Buschmann kratzte die Scheibe von der Linie. Gegen Müller verhinderte Iserlohns Torhüter zunächst zweimal einen höheren Rückstand (9.). Offensiv ging von den Roosters wenig Gefahr aus.

Nach einer Strafe gegen Alex Petan scheiterte Bobby Raymond an Wesslau ebenso wie Brody Sutter im Nachsetzen (14.). Mehr sollte es von den Roosters im ersten Drittel nicht mehr zu sehen geben. Stattdessen nutzte Köln die Fehler der Gäste eiskalt aus. Innerhalb von dreieinhalb Minuten trafen die Haie dreimal. Nach einem Scheibenverlust von Janik Möser hinter dem eigenen Gehäuse versenkte Zach Sill im zweiten Versuch per Bauerntrick die Scheibe zum 2:0. Dominik Tiffels leitete mit seinem Bogenlampen-Pass aus der eigenen Zone das 3:0 ein, Sill tunnelte Raymond, und weil Alex Dmitriev nicht mehr als Geleitschutz fuhr, hatte Oblinger keine Mühe einzuklinken. Nur 45 Sekunden später brannte es am ersten Advent zum vierten Mal lichterloh in der IEC-Zone. Sutter leistete sich einen einfachen Scheibenverlust an Matsumoto, Möser war zu weit von Müller entfernt, der Jenike aus dem Bullykreis düpierte.

Zum zweiten Drittel kam Anthony Peters für Jenike. Ein Zeichen ans Team, dass sich etwas ändern musste. Mit einem Powerplay startete der IEC in den Mittelabschnitt und kam durch Petan und Mike Halmo zu guten Chancen. In der Folge zeigten sich die Roosters auch bei Fünf gegen Fünf stark verbessert. Sie nutzten die Räume, die Köln ihnen ließ. Mösers Schuss fiel nach einem Block wie eine Bogenlampe nur knapp hinter Wesslauf aufs Eis (25.), Dmitriev kam aus kurzer Distanz nicht am Haie-Goalie vorbei – ebenso wenig wie Mike Hoeffel, der noch in der gleichen Minute zweimal scheiterte (28.). Die Roosters spürten, dass etwas gehen könnte, von Aufgeben keine Spur. Selbst eine einminütige doppelte Unterzahl (30.) überstanden die Gäste schadlos.

Als es Richtung zweite Pause ging, hatten Jake Weidner, Mike Hoeffel und Tim Fleischer Chancen zur verdienten Ergebniskorrektur, die Wesslau aber zu verhindern wusste. Der Verlauf erinnerte an das Auswärtsspiel in Mannheim, als man einen klaren Rückstand noch drehte. In Köln fehlten allerdings die Tore. Spätestens als Alex Grenier zu Beginn des Schlussdrittels zum 4:1 traf, konkretisierten sich die Erinnerungen an die Partie in Mannheim. Nach einem Fehlpass von Sill startete der Kanadier einen Move aus der eigener Zone und ließ Wesslau keine Chance. Doch für eine Aufholjagd reichte es bei den Haien nicht mehr. Diese kontrollierten die Partie und zogen in den letzten zehn Minuten das Tempo noch einmal an. Peters zeigte dabei gegen Gennoway, Smith (52.) und Frederik Tiffels (54.) gute Reaktionen. Am Ende hatte der IEC durch ein schlechtes erstes Drittel das Spiel schon früh verloren.

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