Eishockey

Iserlohn Roosters gegen Wolfsburg weiter im freien Fall

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Fünfmal musste Andreas Jenike gegen Wolfsburg hinter sich greifen.

Fünfmal musste Andreas Jenike gegen Wolfsburg hinter sich greifen.

Foto: Dennis Echtermann / IKZ

Iserlohn.  Auch gegen die Grizzlys Wolfsburg gelang den Iserlohn Roosters nicht der Turnaround. Mit 2:5 (1:1, 0:2, 1:2) verloren sie das sechste Spiel in Folge und stecken weiter im Tabellenkeller der DEL fest.

Christian Hommel räumte vor Spielbeginn ein, dass die fünf Niederlagen zum Saisonstart durchaus für Sorgenfalten sorgen: „Es ist eine kleine Krise. Wir haben uns in vielen Situationen nicht schlau verhalten. Wir erwarten, dass ein Stürmer gewisse Akzenzte setzt. Jeder Einzelne muss an die Mannschaft denken und nicht für die eigene Karte spielen.“ Um auch auf dem Eis für frischen Wind zu sorgen hatte Trainer Kurt Kleinendorst Reihen komplett umgestellt. „Wir wissen ganz klar woran es hapert und müssen es so schnell wie möglich abstellen“, forderte Hommel eine Reaktion des Teams.

Doch die blieb zunächst aus. Wolfsburg, ohne drei Leistungsträger und daher nur mit dreieinhalb Reihen, begann energisch. Der Aufbau wirkte flüssig, die Roosters haderten derweil mit Problemen im Aufbau. Das hatte Folgen. Ryan O‘Connor reagierte zu langsam in neutraler Zone als Klos davonzog und die Scheibe an Andreas Jenike vorbeischob. Nach Eham (Düsseldorf) und Krening (München), war Klos der dritte Youngster der gegen die Roosters das erste DEL-Tor erzielt. Zum sechsten Mal liefen der IEC zu Spielbeginn einem Rückstand hinterher. Was sich auf die Moral auswirkte. Fast schon verzweifelt wirkte daher Kris Foucault Einzelaktion, die den Sauerländern aber wenigstens den Ausgleich bescherte. Aber nicht für Sicherheit sorgte. Im Powerplay hätte Kaspars Daugavins mit seinem Puckverlust fast das vierte Überzahlgegentor eingeleitet, was Jenike letztlich gegen Dumont verhinderte (17.). Die Roosters selbst bestätigten, warum sie mit das schwächste Powerplayteam sind. Trotzdem sah Foucault „das bisher beste Drittel seit Saisonbeginn“. Außer seinem Treffer gelang den Blau-weißen keine hundertprozentige Torchance.
Im zweiten Drittel bot sich erneut die Chance in Überzahl, doch weder Bailey noch Alanov fanden einen Weg an Wolfsburgs Goalie Poggé vorbei. Besser machten dagegen die Gäste. Iserlohn ließ den Grizzlys ausreichend Platz in der eigenen Zone, Zajac konnte frei zur erneuten Führung einklinken. Kurz darauf verhinderte Jenike gegen Machacek noch das 1:3, war aber wenig später machtlos. Nach Krupps-Schuss verwandelte Jeffrey den Nachschuss, weil O‘Connor erneut zu weit vom Gegner entfernt stand.
Im Schlussdrittel erhöhte Wolfsburg durch Jeffrey auf 4:1, Daugavins verkürzte zwar 53 Sekunden später auf 2:4. Doch nach einem Puckverlust von Colin Ugbekile sorgte Machacek für die Entscheidung und erneut lange Gesichter in der Eissporthalle am Seilersee.

Die Aussprache in der Kabine, die Reihenumstellungen und eine Fan-Motivationsaktion waren nicht ausreichend, um den Abwärtstrend zu stoppen.

Tore: 0:1 (4:21) Klos, 1:1 (13:54) Foucault, 1:2 (24:54) Zajac, 1:3 (34:44) Jeffrey, 1:4 (50:33) Jeffrey, 2:4 (51:26) Daugavins, 2:5 (53:17) Machacek

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