Eishockey

Iserlohn Roosters in Wolfsburg mit zu wenig Durchschlagskraft

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In Wolfsburg endete für die Iserlohn Roosters die kleine Erfolgsserie von drei Siegen.

In Wolfsburg endete für die Iserlohn Roosters die kleine Erfolgsserie von drei Siegen.

Foto: PIX Sportfotos / IKZ

Wolfsburg.  Nach drei Siegen in Folge verlieren die Iserlohn Roosters bei den Grizzlys Wolfsburg mit 2:3 (0:1, 1:0, 1:2). Gründe waren ein schwaches erstes Drittel sowie fehlende offensive Power.

Durch die Ausfälle von Foucault, Raedeke und Bender, hatte Greg Poss mit Alanaov, Rutkowski und Ziegler eine ganz neue Reihe gebildet, die zugleich als starting six das Spiel beginnen durften. Doch weder die neue Formation noch die drei anderen Blöcken strahlten im ersten Drittel irgendeine Torgefahr aus. Auch nicht im Powerplay. Die Grizzlys unterbanden mit frühem Forchecking den Spielaufbau der Roosters und kombinierten sich selbst das ein ums andere Mal schnell vor das Tor von Andreas Jenike. Nach drei Partien auf der Bank absolvierte er sein zehntes Saisonspiel. Die knapp vierwöchige Spielpause war dem 34-Jährigen anzumerken, er wirkte in manchen Szenen nervös. Bei Fausers Schuss (8.) rettete der Pfosten, Bittners Schuss lenkte Jenike mit der Schulter noch ab. Bei durch Maas schön vorbereiteten 1:0 kam Jenike nicht schnell genug auf die linke Seite, sodass Pfohl nur ins leere Tor einzunetzen brauchte. Gegen Murray und Mingoia verhinderte Jenike dann einen höheren Rückstand. Erst mit dem Schlusspfiff verbuchte Émile Poirier die einzige richtig gute Möglichkeit für die Gäste. „Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden, weil wir in der eigenen Zone zu Fehler machen“, sagte Sven Ziegler bei Magenta Sport.
Nach der Pause machte Wolfsburg zunächst dort weiter, wo sie im Auftaktdrittel aufgehört hatten. Jenike hielt gegen Jeffrey den knappen Rückstand und auch in Unterzahl (25.) ließen sie gegen das beste Powerplay der Liga nichts anbrennen. Direkt danach wehrte Jenike einen Fauser-Schuss ab und hatte anschließend Glück, dass die Scheibe im Nachsetzen neben das Tor ging. Erst danach fand Iserlohn endlich ins Spiel. Sven Ziegler (27.) versuchte es zunächst aus der neutralen Zone heraus, ebenso Lean Bergmann (28.) im Powerplay. Mit dem Schwung der Überzahl erarbeiteten sich die Roosters den Ausgleich. Sven Ziegler war nach Eugen Alanovs Schuss zur Stelle und profitierte davon, dass Bittner zuvor über die Scheibe geschlagen hatte. Das 1:1 hatte sich das Team von Greg Poss durchaus verdient. Die Partie war wieder offen. Jenike konnten sich gegen Rakshani auszeichnen und hatte erneut Glück, dass Morley aus spitzen Winkel nur die Latte traf (34.). Aber auch Iserlohn hätte durchaus mit einer Führung in die zweite Pause gehen können. Ziegler nach schöner Kombination in Überzahl (38.) und Bergmann (40.) in Unterzahl kamen jedoch an Wolfsburgs Goalie Strahlmeier nicht vorbei. Die Roosters hatten sich in den zweiten zwanzig Minuten sichtlich gesteigert.
Kalt erwischt wurden sie dann im Schlussdrittel. Archibald konnte nach Pass von Morley völlig unbedrängt die Grizzlys wieder in Führung bringen, da sich die Roosters-Defensive auf der rechten Seite versammelt hatte. Und hätte Alanov nach Wolfsburgs Scheibenverlust im direkten Anschluss nicht zu eigensinnig agiert, wäre durch Maciej Rutkowski durchaus das 2:2 drin gewesen. Insgesamt tat sich Iserlohn weiter schwer in den eigenen offensiven Aktionen und verpasste es, von Wolfsburgs Scheibenverlusten zu profitieren. Die Grizzlys sorgten derweil fünf Minuten vor Abpfiff mit dem herrlich herausgespielten Überzahltreffer für die Vorentscheidung. Greg Poss setzte zum Schluss alles auf eine Karte. Der ansonsten unauffällige Casey Bailey verkürzte per Schlagschuss auf 2:3. Zu einem Punktgewinn reichte es aber nicht mehr.
Tore: 1:0 (13:52) Pfohl, 1:1 (29:41) Ziegler, 2:1 (42:19) Archibald, 3:1 (54:35) Machacek (5-4), 3:2 (58:35) Bailey (6-5)

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