Eishockey

Iserlohn Roosters ringen auch Krefeld nieder

Schon gegen Straubing (Foto) hatten die Roosters Grund zum Jubeln, ebenso gestern in Krefeld.

Schon gegen Straubing (Foto) hatten die Roosters Grund zum Jubeln, ebenso gestern in Krefeld.

Foto: Michael May

Krefeld.  Trotz mehrerer Rückschläge ließ sich Jason O’Learys Team nicht brechen und behielt erneut die Oberhand - diesmal bei den Krefeld Pinguinen.

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Dritter Sieg in Folge für die Roosters. Nach den zwei 5:2-Erfolgen gegen Berlin und Straubing entschied das O’Leary-Team auch das Auswärtsspiel in Krefeld für sich. Nach einem 0:2 und 2:3-Rückstand gelang Doppeltorschütze Chris Rumble 13 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit der Ausgleich, im Penaltyschießen verwandelte Sutter den entscheidenden Penalty.


Krefeld Pinguine - Iserlohn Roosters 3:4 (1:0, 1:1, 1:2) n.P. Wenn der Vorletzte der Liga beim Tabellennachbarn antritt, ist nicht unbedingt mit einem hochklassigen Eishockeyspiel zu rechnen. Dementsprechend agierten beide Teams zunächst auf niedrigem Niveau. Fehlpässe und wenig Tempo im Aufbau zogen sich durch die Anfangsphase des Westderbys. Noonan prüfte nach Jamie MacQueens offensivem Puckverlust Andreas Jenike im Roosters-Gehäuse (3.). Für die Gäste besaß U20-Nationalspieler Tim Fleischer die erste gute Möglichkeit, er scheiterte aber aus spitzem Winkel am guten KEV-Goalie Rynnäs (6.).

Bis zur Führung der Pinguine war’s das dann auch an nennenswerten Chancen. Ein offensiver Puckverlust vom zunächst schwachen Alex Petan leitete den Rückstand ein. Postel konterte, legte ab auf Schymainski, der Ankert bediente. Von der blauen Linie zirkelte der Jubiläumsspieler (700. DEL-Partie) den Puck über Jenikes Fanghand in den rechten Winkel. Iserlohns Goalie war zwar die Sicht genommen, hatte sich aber auch zu früh nach unten bewegt. Das Tor tat dem Spiel sichtlich gut, da die Roosters nun eine Reaktion zeigen mussten. Pech hatte MacQueen im Powerplay, als sein Schuss von Rynnäs abgelenkt wurde und vom Innenpfosten wieder heraussprang (12.). In der zweiten Überzahl versuchte es Mike Halmo per Rückhand, der erhoffte Überraschungseffekt beim finnischen Goalie der Hausherren blieb aber aus (16.).

Im zweiten Abschnitt wollten die Sauerländer gleich mit der ersten Aktion ein Zeichen setzen. Bobby Raymond hämmerte von der blauen Linie auf das Krefelder Tor, Julian Lautenschlager hielt die Kelle noch rein, kam aber an Rynnäs nicht vorbei. Krefeld zog wenig später etwas an und brachte Iserlohn phasenweise in Bedrängnis. In dem rund einminütigen Powerplay bei personellem Gleichstand verhinderte Jenike zunächst gegen Trivellato und Postel einen höheren Rückstand (27./28.). Als sich die Roosters vom Druck befreiten, vergab Jake Weidner aus guter Position den Ausgleich. Sein Abschluss war einfach zu schwach. Und auch Lautenschlager kam an Rynnäs aus kurzer Distanz nicht vorbei (34.). Das Auslassen der Chancen wurde daher erneut bestraft. Erik Buschmann verteidigte beim Kunekath-Konter nicht konsequent genug, Jenike ließ eine Lücke zum Pfosten offen – 2:0. Doch die Reaktion der Gäste erfolgte prompt. Brody Sutter erkämpfte sich die Scheibe in der Krefelder Zone, nutzte den freien Raum und drosch die Scheibe zum 2:1 ins Netz.

13 Sekunden vor Schluss in die Verlängerung gerettet

Beim 2:2 war Rumble dann genau im richtigen Moment zur Stelle, als Rynnäs einen MacQueen-Schuss abprallen ließ. Allerdings folgte 39 Sekunden später erneut eine kalte Dusche. Nach Fehler von Dieter Orendorz hinter dem eigenen Tor netzte Welsh mit einem strammen Schuss zur erneuten Krefelder Führung ein. Jenike zeigte bei dem Schuss keinerlei Reaktion. Nach vier starken Partien zeigte der Goalie nun ein schwächeres Spiel.

Kurz vor Schluss bot sich die Chance für die Roosters noch einmal in Überzahl. Der nun verbesserte Petan hatte Pech, als er den Pfosten traf (57.). Jason O’Leary setzte alles auf eine Karte und nahm knapp drei Minuten vor dem Ende Jenike zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – mit dem erhofften Erfolg 13 Sekunden vor Schluss: Sutter lenkte einen Rumble-Hammer von blauen Linie zum 3:3 ab. In der Overtime ging es hin und her. Halmo und O’Connor besaßen beste Chancen, Jenike vereitelte dafür die Krefelder Möglichkeiten. Im Penaltyschießen sicherte Brody Sutter dem IEC den Zusatzpunkt.

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