Eishockey

Iserlohn Roosters: So intensiv läuft das Trainingslager

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Maximilian Schmierl (li.), Athletiktrainer der Iserlohn Roosters, und Torsten Ankert freuen sich auf eine anspruchsvolle Radtour.

Maximilian Schmierl (li.), Athletiktrainer der Iserlohn Roosters, und Torsten Ankert freuen sich auf eine anspruchsvolle Radtour.

Foto: André Günther

Kitzbühel.  Die Iserlohn Roosters haben ihr Trainingslager in Kitzbühel bezogen. Was Trainer Kurt Kleinendorst über das erste Testspiel berichtet.

Mit einem Testspielerfolg im Gepäck erreichte der Tross der Iserlohn Roosters am Sonntagabend um 21.30 Uhr das Teamhotel in Kitzbühel, dem Standort des Trainingslagers. Für die Spieler ging es danach direkt auf die Zimmer.

Nach dem gemeinsamen Frühstück am Montagmorgen genossen die Eishockeyprofis ihre freie Zeit beim Radfahren oder Golfen. Jede Menge Arbeit lag dagegen vor den Teambetreuern. Nachdem der Bully mit der Ausrüstung beladen war, machten sich Thorsten Weber und „Neuzugang“ Christian Menningen am Sonntag ebenfalls um 18 Uhr auf den Weg nach Kitzbühel. Dort angekommen, ging es nicht wie für alle anderen ins Hotel, sondern direkt zum Sportpark. „Durch das Finalspiel des Turniers waren die Kabinen noch belegt, aber wir konnten freundlicherweise unser Equipment vorübergehend dort lagern und unsere schmutzige Wäsche zum Waschen abgeben“, berichtete Thorsten Weber.

Die Iserlohner Spieler starten mit Radfahren oder Golfen

Am Montag ging es dann ab 11 Uhr für das Duo gleich weiter. Unterstützt von Physiotherapeut Tobias Schütze und Busfahrer Gerd Korte hatten sie einiges zu bewerkstelligen. „Normalerweise bewegen wir ungefähr 1,5 Tonnen pro Strecke. Für das Trainingslager haben wir natürlich mehr mitgenommen als sonst. Dreimal so viele Schläger, zwei Trainings- und zwei Spieltrikotsätze, dazu das Doppelte an Energieriegeln und Getränken, Tape und Ersatzkufen. Darüber hinaus die Ausrüstung der Physios und Athletiktrainer mit Gewichten, Stangen und Matten“, erläuterte Weber. Da traf es sich gut, dass auch Manager Christian Hommel und Trainer Kurt Kleinendorst zum Teil mit anpackten.

Seit dem Sommer unterstützt Christian Menningen das Betreuerteam der Sauerländer. Seine neuen Kollegen kennt er schon lange. „In Krefeld habe ich den Job 18 Jahre gemacht, und in der Zeit haben wir ein sehr gutes Verhältnis aufgebaut. Man unterstützt sich gegenseitig, wo man kann. Ich bin hier richtig gut aufgenommen worden und freue mich schon auf die bevorstehende Saison.“ Neu ist für den Neusser allerdings, dass er in Iserlohn von einem Kollegen unterstützt wird. „In Krefeld musste ich alles alleine machen. Da war ich schon froh, wenn zu den Heimspielen jemand ausgeholfen hat.“

Mehr Schläger, mehr Trikots und auch mehr Energieriegel

Für Thorsten Weber ist das ein Zustand, der überhaupt nicht vorstellbar wäre. „In der Pause wollen drei Spieler die Schlittschuhe geschliffen haben und einer muss den Ellenbogenschoner repariert haben. Wie soll das ein Betreuer schaffen?“ In Iserlohn kann dieser Engpass nicht eintreten. Eine Rangordnung gibt es bei diesem Duo nicht. „Jeder macht alles und ist gleichberechtigt. Wenn jemand Arbeit sieht, dann erledigt er sie. Wir arbeiten Hand in Hand“, versichert Thorsten Weber.

Vergleicht sein Kollege die Arbeitsbedingungen bei seinem alten und neuen Arbeitgeber, dann lautet das Fazit: „Für mich ist das ein großer Sprung nach vorne von Krefeld nach Iserlohn gewesen. Ich musste mich vorher um alles selbst kümmern. Jetzt habe ich Bedingungen vorgefunden, die perfekt sind. Es ist alles vorhanden, was du zur Arbeit benötigst. Die Rahmenbedingungen stimmen in Iserlohn“, findet Christian Menningen. Zumindest einen halben freien Tag konnte das Betreuerteam der Roosters dann aber auch noch genießen.

Kurt Kleinendorst: Haben solides Fundament geschaffen

Einen Tag nach dem ersten Test in der Vorbereitung beim ERC Ingolstadt inspizierte Trainer Kurt Kleinendorst die Trainingsstätte im Sportpark Kitzbühel und warf einen Blick zurück auf den 6:4-Erfolg. „Es war ein Spiel, wie ich es erwartet habe. Am Ende interessiert mich aber weniger, ob Ingolstadt mehr Chancen hatte, wir eine anstrengende Anreise hatten oder noch müde waren vom Training. Die Mannschaft hat einen Weg gefunden, dieses Spiel zu gewinnen. Das zählt.“

Kleinendorst zog den Vergleich mit einem Hausbau. „Wir haben mit dem Spiel ein solides Fundament geschaffen, auf dem es jetzt aufzubauen gilt. Bei jedem weiteren Spiel erwarte ich von der Mannschaft eine Steigerung. In dieser Woche wollen wir die Wände bauen, danach den Boden und dann das Dach. Zum Saisonstart wird das Haus wohl noch nicht zu 100 Prozent fertig sein, aber ich gehe davon aus, dass man schon drin wohnen kann. Im Laufe der Saison wollen wir uns darin dann richtig heimisch fühlen.“

Nur kleine Sorgen bereiten Kleinendorst die Blessuren von Tim Bender und Kris Foucault. „Tim hat einen Schlag aufs Knie bekommen. Das tut im ersten Moment natürlich sehr weh, es sieht aber so aus, dass in dieser Woche aufs Eis zurückkehren kann.“ Gleiches gilt auch für Foucault. „Bei ihm ist es der Rücken, aber alles nicht so wild.“

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