Eishockey

Iserlohn Roosters trotz starkem Spiels mit leeren Händen

Wo Alex Grenier auftauchte, wurde es gefährlich. Doch Iserlohns Stürmer hatte Pech im Abschluss.

Wo Alex Grenier auftauchte, wurde es gefährlich. Doch Iserlohns Stürmer hatte Pech im Abschluss.

Foto: PIX-Sportfotos

Mannheim.  Die Iserlohn Roosters machen Mannheim das Leben schwer. Brent Raedeke trifft doppelt

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Groß waren die personellen Sorgen, mit denen sich die Iserlohn Roosters auf den Weg nach Mannheim machten. Groß waren aber auch Kampfgeist und Einsatzbereitschaft, wodurch eine 0:2-Niederlage allerdings nicht verhindert werden konnte.


Adler Mannheim - Iserlohn Roosters 2:0 (1:0, 0:0, 1:0). Die Nachricht des Tages war ausnahmsweise nicht das Endergebnis. Vielmehr ging es um den ausgerechnet von Mannheim nach Iserlohn ausgeliehenen Janik Möser, dessen Verbleib am Seilersee bis Februar noch am Donnerstag von den Adlern vermeldet wurde. Am Freitag funkte dann die DEL dazwischen. „Die Verantwortlichen der Adler Mannheim wurden allerdings im Vorfeld von der Ligagesellschaft bzgl. der Frist für den geplanten „Rücktransfer“ versehentlich falsch (15.2. statt 30.12.) informiert“, meldete die Liga wenige Stunden vor Beginn des direkten Duells, was in den sozialen Netzwerken Häme gegenüber der DEL und Mitleid in Richtung Möser zur Folge hatte.

Wäre Möser dennoch für die Roosters aufgelaufen, stünde er Mannheim in den Play-offs nicht zur Verfügung. Die personell sowieso schon dünn besetzten Roosters holten deswegen Tobias Schmitz in den Kader, der auf Anhieb auf 12:41 Minuten Eiszeit kam und eine solide Vorstellung bot.

Roosters zu Beginn unter Druck, dann immer mutiger

Als es auf dem Eis ernst wurde, spielten zunächst nur die Adler, Andreas Jenike im Roosters-Tor machte eine Doppelchance in der dritten Minute zunichte. Phasenweise erinnerten die Spielanteile an Powerplay – zugunsten der Hausherren, die 13.400 Zuschauer mobilisierten. Die SAP-Arena war damit ausverkauft. Echte Powerplaysituationen bekam nur Iserlohn im ersten Abschnitt zugesprochen, doch einen gefährlichen Torschuss brachten sie nicht zustande. Wesentlich mehr Torgefahr entfachten sie gegen vollzählige Adler mit ihren Entlastungsangriffen, gute Chancen vergaben allerdings Daniel Weiß, Alex Petan, Mike Halmo und zweimal Alexandre Grenier. Ausgerechnet Brent Raedeke zeigte wie man’s besser macht. Er fälschte in der zehnten Minute einen Schuss von Joonas Lehtivuori zum 1:0 ab. So glücklich die Führung zustande kam, so verdient war sie auch.

Es war dennoch kein Zufall, dass Alex Grenier die erste große Iserlohner Chance im zweiten Durchgang besaß, als er nach 15 Sekunden nur die Latte traf, denn er war auffälligster Akteur der Gäste. Auch Alex Petan stand noch mehrmals im den Mittelpunkt. Perfekt angespielt von Brody Sutter, machte es Iserlohns Nummer zehn vor dem Adler-Tor jedoch etwas zu kompliziert – Chance vertan. In einer späteren Szene parierte Mannheims Schlussmann Dennis Endras mit Glück gegen Bobby Raymond. Durch ihre konzentrierte und disziplinierte Abwehrarbeit und diese Nadelstiche vor dem gegnerischen Tor verschafften sich die Roosters Respekt und Anerkennung. Dass sich der Deutsche Meister und das DEL-Schlusslicht gegenüberstanden, war zunehmend schwieriger zu erkennen.

Auch zu Beginn des Schlussabschnitts sorgten die Roosters für den ersten Höhepunkt, doch diesmal scheiterte Brody Sutter aus kurzer Distanz an Mannheims Torhüter. Sogar Dieter Orendorz hielt einfach mal drauf, doch ein Treffer blieb ihm in seinem 400. DEL-Spiel, die er alle für die Roosters bestritt, verwehrt. Es ist keine neue Erkenntnis, dass dem IEC in dieser Saison einer wie Brent Raedeke, also ein Torjäger mit Killerinstinkt, fehlt. Der 29-Jährige stellte ihn in der 46. Minute erneut unter Beweis, als er nach starker Vorarbeit von Borna Rendulic Andy Jenike zum zweiten Mal bezwang. Der Arbeitstag war für Iserlohns Torhüter 2:15 Minuten vor der Schlusssirene beendet, sein Kasten blieb leer, was aber vorne wie hinten ohne Folgen blieb.

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