Eishockey

Jason O’Leary holt Alex Blank in den Kader

Alexander Blank, hier im DNL II-Spiel gegen Füssen, steht vor seinem DEL-Debüt.

Alexander Blank, hier im DNL II-Spiel gegen Füssen, steht vor seinem DEL-Debüt.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Der 18-Jährige hat durch gute Trainingsleistungen auf sich aufmerksam gemacht und stürmt in der vierten Reihe.

Wieder kommt der EHC Red Bull München an den Seilersee und wieder hat Roosters-Trainer Jason O’Leary eine Überraschung parat. Beim ersten Heimspiel gegen den Tabellenführer wurde Torhüter Jonas Neffin ins eiskalte DEL-Wasser geworfen, und machte beim 1:0-Sieg Mitte Dezember das – Stand jetzt – Spiel seines Lebens. Heute Abend (19.30 Uhr) wird mit Stürmer Alexander Blank wieder ein Talent aus den eigenen Reihen gegen München debütieren.

O’Leary sagte zwar am Montag, dass sich der gerade 18 Jahre alt gewordene Sohn von Roosters-Legende Boris Blank durchaus Hoffnungen auf einen Einsatz in dieser Saison machen darf, dass es aber nun so schnell geht, kommt doch etwas überraschend. „Im Training hat er großen Einsatz, gute Technik und Schnelligkeit gezeigt“, begründet O’Leary seine Entscheidung und gibt ausnahmsweise einen Einblick in die Besetzung der Formationen. Blank soll mit Daniel Weiß und Alexej Dmitriev die vierte Reihe bilden.

Gemeinsam soll Grenier-Lücke geschlossen werden

Realität ist aber auch, dass er zu diesem Zeitpunkt nur deshalb den Sprung ins Team geschafft hat, weil aus genügend Kaderplätze frei sind – vor allem in der Offensive, wo Mike Hoeffel und Marko Friedrich verletzt ausfallen und Alexandre Grenier zunächst vorübergehend, aber erfolgreich für Lausanne HC auf Torejagd geht. Mit dem Verlust Greniers geht O’Leary professionell um. Er hadert nicht großartig, sondern sagt ganz ruhig: „Am Ende des Tages ist Eishockey eben auch ein Geschäft. Dadurch sehen wir andere Spieler, und ein einzelner Akteur macht sowieso nicht den Unterschied. Falls doch, so haben wir die falschen Spieler.“

Die Enttäuschung wäre groß, denn im Laufe dieser Woche sah er durchweg gute Trainingsleistungen. „Ich denke die Jungs sind bereit“, lautet das Fazit des Trainers, der auch nicht davon ausgeht, dass seine Schützlinge nun die Saison gemütlich ausklingen lassen werden. „Gründe, trotzdem gut zu spielen, gibt es viele“, meint O’Leary, der an ungeklärte Vertragssituationen und natürlich auch an die Zuschauer denkt, die erst den Ligaprimus zu sehen bekommen und am Sonntag das Derby gegen die Krefeld Pinguine, auf das er am Donnerstag noch nicht näher eingegangen ist. Erst soll dem Red-Bull-Team ein Bein gestellt werden.

Roosters müssen München zu Fehlern zwingen

Dass die Roosters den Münchenern weh tun können, haben sie nicht nur beim Sieg im Dezember bewiesen, sondern auch bei der spektakulären 5:7-Niederlage vor drei Wochen. O’Leary wittert auch diesmal eine Siegchance. „Die spielen mit hohem Risiko, weil sie gerne offensiv verteidigen. Das kann bei einem Scheibenverlust schnell zu einer Überzahlsituation für uns führen.“ Wer von seinen eigenen Torhütern die Münchener Stürmer zur Verzweiflung bringen soll, entscheidet sich heute. Da Andreas Jenikes Frau hochschwanger ist, kann es sein, dass er kurzfristig nicht zur Verfügung steht.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben