Eishockey

Jason O’Leary lässt es langsam angehen

Ihre erste Trainingseinheit seit mehr als einer Woche absolvierten die Iserlohn Roosters am frühen Montagnachmittag.

Ihre erste Trainingseinheit seit mehr als einer Woche absolvierten die Iserlohn Roosters am frühen Montagnachmittag.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Roosters-Trainer bittet Mannschaft zum ersten Training nach der Pause. U20-Spieler Alex Blank ist mit dabei.

Die Iserlohn Roosters haben am Montag erstmals seit dem 5:4-Sieg nach Verlängerung über Nürnberg wieder auf dem Eis gestanden. Sieben Tage hatte Trainer Jason O’Leary seinen Spielern freigegeben – Zeit, die sie nutzten, um auszuspannen. O’Leary selbst gönnte sich nur wenige freie Tage. „Bis Freitag war ich hier und habe gearbeitet“, schilderte er. Über das Wochenende fuhr er jedoch mit seinen beiden in der Schweiz lebenden Söhnen zum Skifahren in den Schwarzwald. Noch bevor Sturmtief „Sabine“ Iserlohn erreichte, war der Trainer wohlbehalten zurück in der Stadt.

Doch nicht jeder seiner Schützlinge legte die Füße hoch. Erik Buschmann war sogar froh darüber, dazu keine Gelegenheit zu haben. Der 21-Jährige folgte nämlich der Einladung von Bundestrainer Toni Söderholm, der ihn ins „Top-Team Peking“ berief – und einsetzte. Zwei Testspiele gegen die U25 der Schweiz standen auf dem Programm. In beiden Duellen zog Deutschland zwar den Kürzeren und verlor am Donnerstag 2:4 sowie am Freitag 1:2 nach Penaltyschießen, aber das war für den Rooster „eine coole Erfahrung“.

Er kam im ersten Spiel als rechter und im zweiten Spiel als linker Verteidiger zum Einsatz „Es hat Spaß gemacht, da war schon ein tolles Team beisammen“, sagte Buschmann rückblickend und unabhängig von den Ergebnissen. Schließlich trafen sich die Spieler erst vier Tage vor dem ersten Vergleich mit der Schweiz zu ihrem ersten Spiel überhaupt in dieser Formation.

Wie in Iserlohn trug Buschmann das Trikot mit der Nummer 15. „Das Trikot durfte ich als Andenken mit nach Hause nehmen. Von mir aus hätten wir auch noch ein Spiel mehr bestreiten können.“ Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Ein persönliches Fazit des Bundestrainer erhielt Buschmann zwar noch nicht, doch er ist sicher, dass sich Söder­holm noch bei ihm melden wird.

Am Montag ergab sich dann eine interessante Begegnung am Seilersee: Jung-Nationalspieler Buschmann traf im Training auf Alex Blank, der vielleicht bald als Jung-Profi bezeichnet werden kann.

O’Leary macht Alex Blank Hoffnungen auf sein Debüt

Es ist zwar schon häufiger vorgekommen, dass Blank, der vor einer Woche seinen 18. Geburtstag feierte, mit dem DEL-Team gemeinsam trainierte, doch die derzeitige Konstellation sieht nach mehr als einem bloßen hineinschnuppern aus. „Das war jetzt meine vierte Einheit mit der Mannschaft, ich bleibe die ganze Woche dabei.“ Und in der Tat: Jason O’Leary stellte ihm einen Einsatz noch vor Ende der laufenden Saison in Aussicht. „Ja, er darf sich Hoffnungen machen“, bestätigte der Coach auf Nachfrage. Allzu hart nahm er seine Spieler nicht ran. „Das erste Training nach so einer langen Zeit ist immer etwas schwierig, als wenn man zum ersten Mal Fahrrad fährt. Es diente dazu, um die Beine zu lockern.“

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