Eishockey

Jenike hütetet heute Abend das Roosters-Tor

Brody Sutter fügte sich prächtig ein, auf sein erstes Heim-Tor wartet er allerdings noch.

Brody Sutter fügte sich prächtig ein, auf sein erstes Heim-Tor wartet er allerdings noch.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Für das Schwenningen-Spiel richtet Roosters-Trainer Jason O’Leary ein Apell an die Fans. Friedrich ist wieder fit

Einige Sorgenfalten bildeten sich im Laufe der zu Ende gehenden Woche bei Roosters-Trainer Jason O’Leary. Aufgrund kleinerer Blessuren standen ihm erst am Donnerstag erstmals alle Spieler zur Verfügung, die auch für einen Einsatz am heute beginnenden Spieltagswochenende in Frage kommen. Und das sind durch die Genesung von Marko Friedrich so viele wie lange nicht mehr.

Lediglich hinter Verteidiger Daine Todd steht noch ein Fragezeichen, aber allein das ist ja nach wochenlanger Verletzungspause durchaus eine gute Nachricht. Eine solche hatten O’Leary, sein Assistent Jim Midgley und Torwarttrainer Anders Palm auch für Anderas Jenike: Der vin den Ice Tigers zurückgekehrte Schlussmann wird mindestens heute Abend gegen die Schwenninger Wild Wings im Tor stehen. War Anthony Peters etwa nicht gut genug? O’Leary verneint. „Aber Andreas ist genauso stark. Und was ist, wenn wir ihn in einem Monat brauchen, und er bis dahin nicht gespielt hat? Trainings- und Spielpraxis sind nicht dasselbe.“ Peters gefiel das naturgemäß nicht. „Er will immer spielen und immer gewinnen“, erklärte O’Leary, der genau diese Einstellung bei seinen Spielern spüren möchte. Deren Reaktionen auf das erste DEL-Wochenende mit den drei ergatterten Punkten, die den Roosters in der Öffentlichkeit viel Respekt verschafft haben, hat ihm gefallen. „Niemand hat gejubelt, weil allen klar war, dass es auch sechs Punkte hätten sein können.“

Unverändert ist seine Priorität mit Blick auf die beiden bevorstehenden Partien. Das Gastspiel in Krefeld schien am Donnerstag noch endlos weit weg, der Trainer ist zu hundert Prozent auf den Heimauftritt gegen Schwenningen fokussiert. Das müssen auch seine Spieler sein, die Wild Wings dürfen nicht trotz, sondern gerade wegen des völlig missratenen Saisonstarts nicht auf die leichte Schulter genommen werden. „Sie spielen hart, aggressiv und sie haben etwas gutzumachen.“ Bei dem Unternehmen, die Schwarzwälder in Schach zu halten und sie mit leeren Händen wieder nach Hause reisen zu lassen, setzt O’Leary auch auf die Unterstützung der Fans. Seine klare Bitte: „Macht es dem Gegner unbequem, seid so laut wie am Sonntag, das war top.“

Optimierungsbedarf sieht O’Leary weiterhin bei seinen Jungs. Es geht um das Verhalten im Unter- und Überzahlspiel, das ihm in Köln und gegen Straubing grundsätzlich schon recht gut gefallen hat. Um in beiden Situationen jedoch noch besser dazustehen, müsse das Team eingespielt sein. „Das ist ein Prozess“, weiß der Trainer. Für ihn ist das Wochenende jetzt schon ein besonderes, weil ihn seine beiden Söhne, die in der Schweiz leben, besuchen kommen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben