Fußball

Junger FCI findet gegen Hordel kein Rezept

Ufuk Ekincier ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Im Hintergrund beobachtet Adjany Ibeme die Szene.

Ufuk Ekincier ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Im Hintergrund beobachtet Adjany Ibeme die Szene.

Foto: Dennis Echtermann

Oestrich.  Auf Iserlohner Seite stimmte zwar der Einsatzwille, doch der alleine reichte am Sonntag nicht.

Spielverderber DJK TuS Hordel: Gegen die Bochumer verlor der runderneuerte FC Iserlohn sein Auftaktspiel in der Fußball-Westfalenliga und trübte gleichzeitig das Pflichtspieldebüt von Trainer Mario Plechaty auf der FCI-Bank.


Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - DJK TuS Hordel 0:2 (0:1). Gleich im ersten Spiel die erste Niederlage zu kassieren, ist bitter, doch die Verantwortlichen beim FC Iserlohn trugen es mit Fassung. Die Partie wurde gegen einen Gegner verloren, der einfach besser und bissiger war. Von der ersten Minute an gingen die Gäste früh auf den ballführenden Mann, und auch die möglichen Anspieloptionen wurden entweder zugestellt oder attackiert. Anstatt den Weg nach vorne zu suchen, ging es für den FCI darum, sich nicht völlig den Schneid abkaufen zu lassen.

18 Minuten lang ging die Sache halbwegs gut, dann kam es zu einem Missverständnis in der Iserlohner Abwehr. Der pfeilschnelle Hontcheu Ngankam behielt die Übersicht und sorgte mit einem strammen Schuss für die verdiente Gästeführung. Der Jubel unter den etwa 30 mitgereisten Hordelern auf der mit rund 200 Besuchern ordentlich gefüllten Tribüne des Willi-Vieler-Stadions war groß. Eine zwingende Torchance erarbeitete sich die Plechaty-Elf nicht. Aber mit zunehmender Spieldauer zeigte sie vielversprechende Ansätze. Der kampfstarke und stets präsente Kevin Meckel bediente Kapitän Lukas Lenz, der zu Neuzugang Dario Scuderi weiterleitete. Scuderi hebelte mit seinem folgenden Pass auch die Abwehr der DJK aus – allerdings dachte keiner seiner Mitspieler mit. „Uns ist nach vorne nicht viel eingefallen“, sagte Iserlohns rechter Abwehrspieler Adjany Ibeme, der zur Pause durch Sebastian Schmerbeck ersetzt wurde, nach dem Spiel. „Wir werden unsere Lehren daraus ziehen“, versprach Ibeme.

Optische Überlegenheit in der Viertelstunde nach der Pause

Zur zweiten Halbzeit kam außerdem David Vaitkevicius und mit ihm etwas mehr Struktur ins Iserlohner Aufbauspiel, für Torgefahr reichte es aber nicht. Bezeichnend war eine Ecke von Ralf Schneider in der 77. Minute. Der stets anspielbereite und laufstarke Routinier schlug den ruhenden Ball auf den Kopf des aufgerückten Abwehrspielers Julian Hunecke – und der köpfte ihn über den Ballfangzaun hinter dem Hordeler Tor. Auf der anderen Seite stand Huneckes Nebenmann Jan Borchers im Mittelpunkt, als er eine Hordeler Hereingabe klären wollte und den Pfosten traf (60.). Es wäre das 0:2 gewesen, das zwölf Minuten später auch tatsächlich fiel. Ein langer Ball erreichte Philip Dragicevic, der von rechts in den Strafraum eindrang und Iserlohns ansonsten aufmerksamen und fehlerfreien Torwart Marvin Raab keine Abwehrchance ließ. Es war die Entscheidung in einem Spiel, aus dem Hordel als verdienter Sieger hervorging.

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