Basketball

Kangaroos fiebern Fan-Comeback im Derby entgegen

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Joshua Dahmen und die Kangaroos, hier eine Szene aus dem 85:83-Heimsieg gegen Schwelm, wollen das Derby gewinnen.

Joshua Dahmen und die Kangaroos, hier eine Szene aus dem 85:83-Heimsieg gegen Schwelm, wollen das Derby gewinnen.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Die Iserlohn Kangaroos spielen am Samstag um 19.30 Uhr in der Matthias-Grothe-Halle gegen die Baskets Schwelm.

Vom ersten Geisterspiel vor leeren Rängen Anfang November 2020 bis zur sehnsüchtig erwarteten Rückkehr der Fans am heutigen Abend: Diese beiden markanten Eckdaten prägen das Derby in der Basketball-Bundesliga Pro B zwischen den Iserlohn Kangaroos und den Baskets Schwelm. Die Kangaroos, die zuletzt beide Prestigeduelle unter Laborbedingungen knapp für sich entscheiden können, gehen top motiviert in die Partie: „Wir haben so lange vor leeren Rängen gespielt. Nun sind wir heiß und wollen dem Publikum etwas bieten und mit unser sportlichen Leistung überzeugen, damit die Zuschauer auch wiederkommen“, sagt Kangaroos-Coach Dennis Shirvan.

Die Rahmenbedingungen für eine interessante Zweitliga-Begegnung stimmen: Schwelm pflegt einen kombinatorisch-technischen Spielstil und will selbst Akzente unter den Körben setzen. „Ich habe Schwelm in der Sommer-Vorbereitung bei einem Turnier live gesehen und auch in der Videoanalyse. Das ist eine gute Truppe“, offenbart Coach Shirvan eine hohe Wertschätzung für den Kontrahenten. Sein Pendant auf der Gegenseite, Baskets-Trainer Falk Möller, zeigt ebenfalls großen Respekt vor den Leistungen der Kangaroos.

Die Baskets Schwelm haben ihr Team auf entscheidenden Positionen verändert: Glen Burns hat seinem aus Dallas stammenden Landsmann Montrael Scott als Point-Guard abgelöst. Der US-Amerikaner erzielte in den ersten beiden Spielen 15 Punkte im Schnitt. Mit Marco Buljević (zuletzt vier Jahre bei den Bochum AstroStars) haben sich die Schwelmer zudem die Dienste eines gestandenen Zweitliga-Guards gesichert. Point-Guard Rupert Hennen, bislang Topscorer mit 19 Punkten und 7 Assists im Schnitt, kam im Sommer von den Römerstrom Gladiators Trier. Ob der Ex-Kangaroos-Spieler Nikita Khartchenkov noch rechtzeitig fit fürs heutige Derby wird und im Schwelmer Kader steht, ist unklar.

Auf ihrer Homepage bezeichnen die Schwelmer die Iserlohner bereits als „sicheren Playoff-Kandidaten“ – ein Attribut, das sich die Kangaroos durch ihren makellosen Saisonstart erarbeitet haben und das sie natürlich auch im Heimspiel bestätigen wollen: „Wir wollen erfolgreich und unterhaltsam spielen“, sagt Shirvan. Der Coach fand in Bernau und Hamburg mit dem Team probate Mittel, um das aggressive Deckungsverhalten gegen die Schaltstationen Toni Prostran und Tidjan Keita geschickt auszuhebeln. Insofern vertraut er auch im Derby auf die spielerische Varianz: „Wir wollen unseren eigenen Stiefel spielen und uns nicht zu sehr nach dem Gegner ausrichten.“

3G-Regel für die Zuschauer, 3E-Gleichung für den Sport

Was die Zuschauer betrifft, setzen die Kangaroos auf die 3G-Regel, entsprechend dürfen nur geimpfte genesene und getestete Personen in die Halle. Was den Sport betrifft, wollen die Kangaroos die 3E-Gleichung praktizieren: Effizienz + Entertainment = Erfolg.

Kangaroos - Baskets Schwelm Sa., 19.30 Uhr, Matthias-Grothe-Halle Kangaroos: Marei, Loch, J. Dahmen, Francisco, Prostran, Hübner, Keita, Trettin, Möller, Dizdar, Buss, R. Dahmen Letzte Spiele Kangaroos: 93:69 (A) ETV Hamburg, 94:68 (A) LOK Bernau - Letzte Spiele Schwelm: 77:83 (A) TKS 49er Stahnsdorf, 68:78 (H) BSW Sixers Sandersdorf. Gesamtbilanz gegen Schwelm: 12 Spiele, 9 Siege, 3 Niederlagen - Direkte Vergleiche 20/21: 86:81 (A), 85:83 (H)

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