Basketball

Kangaroos sind nach Debakel am Boden

Gegen Münster sind die Kangaroos in Schieflage geraten.

Gegen Münster sind die Kangaroos in Schieflage geraten.

Foto: Foto: Max WinkleR

Iserlohn.  Iserlohner kassieren beim 57:89 gegen Münster höchste Heimniederlage und bieten einen desaströsen Auftritt.

Das war ein echter Tiefschlag. Mit einer desaströsen Vorstellung kassierte Basketball-ProB-Ligist Iserlohn Kangaroos gegen die WWU Baskets aus Münster die höchste Hauptrunden-Heimniederlage seit dem Wiederaufstieg 2014. Die Mannschaft agierte über weite Strecken gehemmt, emotions- und hilflos.


2. Basketball-Bundesliga ProB Nord: Iserlohn Kangaroos – WWU Baskets Münster 57:89 (11:20/25:48/40:71). Zu Beginn waren es zwei verunsicherte Mannschaften, die da aufeinandertrafen. Nach dem 2:0 durch Dennis Teucher, das erst nach zwei Minuten fiel, glich A. König eine Minute später aus. Während die Hausherren fortan konzeptlos auf Einzelaktionen fokussiert in der Offensive agierten, holten sich die Gäste ihr Selbstvertrauen aus intensiver Verteidigungsarbeit. Das 2:8 (5.) war ein erstes Resultat dieser Bemühungen.

Sechs-Punkte-Angriff derGäste schockt die Iserlohner

Und die Münsteraner hielten die Intensität hoch, während die Defensive der Hausherren immer mehr Unzulänglichkeiten offenbarte. Dennoch schien bis zum 11:14 (10.) alles im Rahmen. Dann gelang den Gästen jedoch etwas Seltenes. Padberg traf per Dreier und wurde dabei gefoult. Den ersten Freiwurf versenkte er, der zweite landete auf der Ringkante, wurde von ihm „gefischt“ und aus der Nahdistanz verwandelt. Von diesem Sechs-Punkte-Angriff der Baskets schienen die Iserlohner derart beeindruckt, dass sie überhaupt nicht mehr zu sich fanden.

Nach zwei Minuten im zweiten Abschnitt hieß es bereits 14:26, und nach einem Dreier von Ruben Dahmen legte Münster eine 13:0-Serie zum 17:39 (15.) nach. Da war die Partie schon fast gelaufen, denn ein Signal, dass die Mannschaft noch eine Wende erzwingen wollte, fehlte. Schließlich ging man mit einem 23-Punkte-Rückstand in die Pause.

Den zweiten Durchgang begann Kangaroos-Trainer Milos Stankovic mit Youngster Elias Marei in der Startformation. Doch im Zusammenspiel mit den durchweg verunsicherten Teamkollegen blieb auch hier der erhoffte Effekt aus. Stattdessen behielten die Gäste, die sich ihrer Sache bereits jetzt sehr sicher waren, weiter die Hand am Drücker, entschwanden über 25:55 auf 33:66 (27.). Neben der teilweise nicht mehr vorhandenen Gegenwehr in der Defensive litt das Spiel der Iserlohner erneut unter einer katastrophalen Trefferquote. Während es Münster aus dem Feld konstant in beiden Spielhälften auf 47 Prozent brachte, waren es bei den Hausherren zunächst 26 und in Durchgang zwei 30 Prozent. Da auch das Reboundduell an die Baskets ging, Iserlohn acht Ballverluste mehr hatte und zehn Fouls mehr beging, ist das Spiel schnell erzählt.

„Im Augenblick beträgt der Rückstand 33 Punkte, und wir wollen nicht, dass es noch mehr werden“, animierte Hallensprecher Lennart Flanz, bis dahin der einzige Daueroptimist in der Halle, das Publikum. Zumindest dieser Wunsch ging in Erfüllung. Die Kangaroos-Fans blieben trotz der Rekordniederlage tapfer, und am Ende waren es dann 32 Zähler.

„Ich hoffe, das war der Tiefpunkt. Schlechter geht es nicht. Die Mannschaft hat ohne jegliche Konsequenz und Einsatz gespielt. Heute war es die Leistung, nicht die Psyche. Wir müssen jetzt zusammenhalten und die nächste Chance gegen Bochum nutzen“, meinte ein geschockter Kangaroos-Manager Michael Dahmen kurz nach dieser Vorstellung.

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