Fußball

Köln und viele weitere Gewinner

Düsseldorf (rechts) wehrte sich gegen Köln mit allen Mitteln, konnte Köln aber nicht den Titel streitig machen.

Düsseldorf (rechts) wehrte sich gegen Köln mit allen Mitteln, konnte Köln aber nicht den Titel streitig machen.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.   Der Gebrüder-Nolte-Cup lockt wieder mehr Zuschauer in die Hemberghalle.

Das Fußball-Benefizturnier des FC Iserlohn um den Gebrüder-Nolte-Cup für U13-Nachwuchskicker lockt seit Jahren zahlreiche Traditionsvereine aus der ersten und zweiten Liga in die Waldstadt, die allesamt „ein Herz für Bianca“ zeigen. Unter diesem Motto spielen die jungen Talente um den riesigen Wanderpokal des Iserlohner Autohauses. Mit ihrem Einsatz wollen sie helfen, das Leben der inzwischen 25-jährigen Bianca Toth ein wenig zu erleichtern. Mehr als 35.000 Euro kamen dadurch bereits für die an einer spastischen Bewegungsstörung leidenden Letmatherin zusammen.

Nach dem vergangenen Wochenende wird demnächst wohl eine 4 als Ziffer vor dieser Gesamtsumme stehen, denn das einst von den Sportfreunden Oestrich ins Leben gerufene und vom Nachfolgeverein FCI nunmehr zum siebten Mal ausgerichtete Traditionsturnier war erneut ein großer Erfolg. „Wir sind zufrieden“, zog Organisationsleiter Sascha Clever unmittelbar nach dem Turnierende ein positives Fazit: „Die Zuschauerresonanz hätte zwar größer sein können, war aber gegenüber dem Vorjahr wieder viel besser.“

Bescheidener Wunsch nach mehr Planungszeit

Diesbezüglich schweiften seine Gedanken bereits in die Zukunft. „Irgendwie muss es doch möglich sein, frühzeitig einen festen Hallentermin für uns blocken zu können“, sagte Clever. Dies würde dem Verein die Planungen erleichtern. Er könne erst drei Monate vor dem Turnier das Teilnehmerfeld fixieren und die Mannschaften einladen. Absagen aufgrund der kurzen Zeitspanne seien da vorprogrammiert. „Wir werden uns zusammensetzen und überlegen, wie wir insgesamt das Turnier noch attraktiver gestalten und fast leere Ränge bei den Finalspielen künftig vermeiden können.“

Etliche namhafte Klubs, die bereits ein Herz für Bianca zeigten, kommen allerdings immer wieder gerne in die Waldstadt, um sich für den guten Zweck zu engagieren. Auch diesmal konnte die Jugendabteilung des FCI unter der Regie von Clever und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern ein namhaftes Teilnehmerfeld präsentieren. Zwei Tage lang sorgten insgesamt 31 Mannschaften für Fußball non-stop und Tore am Fließband in der Hemberghalle. Den Anfang machte das Qualifikationsturnier am Samstag mit einigen Klubs aus der heimischen Region. Hier qualifizierten sich SV Werl-Aspe, Eintracht Dortmund und Hammer SpVg für das Hauptfeld, während der Gastgeber mit seiner U12 knapp im Viertelfinale mit 2:3 gegen der SpVg Hagen scheiterte. „Wir haben super angefangen, doch am Ende fehlten Kraft und Konzentration“, meinte Clever.

Dominiert wurde der Gebrüder-Nolte-Cup vom Zweitliga-Nachwuchs des 1. FC Köln. Die jungen Geißböcke zogen ungeschlagen durch die Vor- und Zwischenrunde, bezwangen im Halbfinale souverän den MSV Duisburg mit 4:1 und im Endspiel den rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf sogar mit 5:1. Dabei boten sie sehenswerte Kombinationen und Tore.

„Ein verdienter Sieger“, befand Oliver Ruhnert. Der sportliche Leiter der Iserlohner Jugendabteilung fungierte in den Endspielen als Hallensprecher und nahm gemeinsam mit Roy Schünert vom Hauptsponsor Gebrüder Nolte für den verhinderten Jugendleiter Jörg Pantring die Siegerehrung vor. Mit einem dreifachen „Kölle aalaf“ feierten die jungen Geißböcke den Turniersieg und stemmten den stattlichen Siegerpokal in die Höhe.

Qualifikant Dortmund stürmt auf Platz drei

Für eine Überraschung sorgten zweifellos die Nachwuchskicker der TSC Eintracht Dortmund, die als Qualifikant in der Vorrunde dem späteren Turniersieger ein 1:1 abtrotzten und erst im Halbfinale von Fortuna Düsseldorf gestoppt wurden. Mit einem 4:2 über Duisburg sicherten sich die Dortmunder aber immerhin den dritten Platz, obwohl sie ab dem letzten Zwischenrundenspiel verletzungsbedingt ohne etatmäßigen Keeper auskommen mussten. Vielleicht wäre sonst noch mehr möglich gewesen. Derweil freute sich am späten Abend Sascha Clever über die zahlreichen, positiven Rückmeldungen der sich auf dem Heimweg befindlichen Vereine. „Allen hat es gefallen, sie möchten im nächsten Jahr wiederkommen. Die Kölner wollen den Pokal unbedingt verteidigen.“

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