Fußball

Kollektives Bemühen, die Wogen zu glätten

Zwischen Sinopspor Iserlohn und dem ASSV Letmathe ging es phasenweise hoch her. 

Zwischen Sinopspor Iserlohn und dem ASSV Letmathe ging es phasenweise hoch her. 

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Fußball-Rückblende: Bezirksliga-Derby sorgt weiter für Gesprächsstoff. Traumstart der Landesliga-Neulinge

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Für reichlich Gesprächsstoff sorgte am zweiten Spieltag der höherklassigen heimischen Fußballer vor allem die Bezirksliga 6. Auf der einen Seite Hennens 1:15-Debakel in Garenfeld, auf der anderen das hitzige Derby am Seilersee. Die Vorkommnisse beim Duell zwischen 57 Sinopspor Iserlohn und dem ASSV Letmathe schlugen auch am Tag danach noch hohe Wellen.

So meldete sich Trainer Aykan Kutlu vom ASSV zu Wort, auch Rüshan Yagli vom unterlegenen Senkrechtstarter wollte noch einmal Stellung beziehen. Der Letmather Übungsleiter, der sich nach dem Abpfiff bei Sinopspor für das Verhalten seines Sohnes Canluka entschuldigte, beurteilt die Szene vor der Spielunterbrechung so: „Ahmet Akkaleli hat ihn während des Freistoßes geschlagen und beleidigt. Canluka hat so gesehen genau so reagiert wie sein Gegenüber.“ Der ASSV-Coach betont, dass er sich schützend vor jeden Spieler stellt, diese aber in die Pflicht nimmt, den gegnerischen Akteur zu respektieren.

„Die in unmittelbarer Nähe befindlichen Zuschauer haben meine Sichtweise bestätigt. Aber nicht jeder Spieler kann mit Beleidigungen umgehen. Man sollte sich stattdessen auf das Spiel konzentrieren“, stellt Kutlu klar. Sinopspor-Vorsitzender Rüshan Yagli: „Wir nehmen die Entschuldigung von Aykan Kutlu an. So etwas kann in der Hektik immer passieren, sollte es aber nicht. Uns liegen Schuldzuweisungen fern. Für das Verhalten unseres Spielers entschuldigen wir uns beim ASSV und den Fußballfans.“ Er will kein weiteres Öl ins Feuer gießen und reicht versöhnlich die Hand. Denn so eine Aktion sollte nach seiner Ansicht nicht das gute Bild trüben, das Sinopspor in der Vergangenheit abgegeben hat.

Schiedsrichter Simon Wagemann aus Dortmund sah den Vorfall gelassen. „Weshalb hätte ich das Spiel abbrechen sollen? Ich wurde ja nicht bedroht.“ Staffelleiter Michael Krauthausen äußerte sich ebenfalls zu den Vorkommnissen am Seilersee. „Die rote Karte gegen den Sinopspor-Spieler ist ein Fall für das zuständige Sportgericht. Das entscheidet, ob es zu einer schriftlichen oder mündlichen Verhandlung kommt.“ Die rote Karte gegen den Letmather Marco Winner erzielt ebenfalls Wirkung. Für den sogenannten Innenraumverweis muss der Verein 75 Euro berappen, dafür darf der Co-Trainer im nächsten Spiel beim SC Hennen wieder auf der Bank Platz nehmen.

Die Aufsteiger marschieren in der Landesliga vorneweg

In der Westfalenliga thronen der FC Lennestadt und Iserlohn-Bezwinger TuS Hordel mit weißer Weste (sechs Punkte, kein Gegentor) an der Spitze. Lennestadt profitierte beim 3:0 über den SV Hohenlimburg von der Abschlussschwäche des Neulings. Dessen Trainer Michael Erzen zählte „18 Ecken und 16 Freistöße um den Strafraum herum“ - ohne Erfolg. Erfolglos ist auch Oberliga-Absteiger FC Brünninghausen, der vom Ex-Iserlohner Max Borchmann trainiert wird. Der bemängelte nach dem 1:3 gegen Erkenschwick die vielen individuelle Fehler seiner Mannschaft.

In der Landesliga 2 geben die Aufsteiger den Ton an, denn der TuS Langenholthausen ist ebenso wie die SpVg. Hagen 11 mit zwei Siegen gestartet. Es folgt die Dröscheder Borussia (3:2 gegen Olpe), die am Wochenende ebenso spielfrei ist wie Nachbar BSV Menden. Der verlor nach dem Auftakt-Remis im Derby mit 1:2 in Brilon, was Trainer Kevin Hines ärgerte. „Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und arbeiten“, gab er zu Protokoll.

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