Eishockey

Kontrastprogramm für Berliner Eisbären am Seilersee

Klappt es für die Roosters (hier Alex Petan) im vierten Anlauf mit dem ersten Heimsieg?

Klappt es für die Roosters (hier Alex Petan) im vierten Anlauf mit dem ersten Heimsieg?

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Erst Chicago Blackhawks, dann die Iserlohn Roosters. Trainer Jason O’Leary fordert mehr Disziplin und mehr Tore.

Nach drei Wochenenden im normalen Rhythmus steigt die DEL nun in die erste Zusatzschicht ein. Eine komplette Runde steht an diesem Mittwoch an. Die beschert den Roosters den Auftritt der Berliner Eisbären am Seilersee, und in der Hauptstadt spricht man von einem Kontrastprogramm. Denn am Sonntag spielten die NHL-Stars der Chicago Blackhawks in einem Testspiel vor, die auch ihre Meisterschaftspremiere in Europa bestreiten: am Freitag in Prag gegen die Philadelphia Flyers.

In Berlin gewann Chicago mit 3:1. Das Duell beflügelte die Gastgeber, die nun im DEL-Alltag die Wende schaffen wollen. Nach NHL-Glamour wartet die Fahrt ins Sauerland, wo man durchaus von einem Kellerduell sprechen kann. Dass die Iserlohner beteiligt sind, ist keine große Überraschung, aber die Eisbären hatte man weiter oben erwartet. Sie sind zwar mit einem Spiel im Rückstand, aber es läuft bisher nicht rund. In der Fremde gab es keinen Punkt.

Kompletter Kader steht am Abend zur Verfügung

„Das zählt alles nicht. Berlin hat eine starke Mannschaft, die viel Offensivqualität aufs Eis bringen wird“, betont Roosters-Trainer Jason O’Leary. Die spannende Frage wird sein, welche Serie endet. Gelingt den Iserlohnern der erste Dreier der Saison? Oder punkten die Berliner erstmals auf fremdem Eis?

Angesprochen auf seine zentralen Forderungen an die Mannschaft, streicht der Coach zwei Aspekte heraus. „Mehr Disziplin und mehr Tore schießen.“ Unnötige Strafen wie zuletzt gegen die DEG sollten die Roosters besser vermeiden. „Und daher dürfen wir uns nicht provozieren lassen“, fordert O’Leary, der beim Gegner einige Akteure im Auge hat, die dazu durchaus imstande wären.

Maximal zwei Iserlohner Tore in der regulären Spielzeit sind eine schwache Quote. Gute Ansätze sind da, der Trainer sieht das erfolgreichere Powerplay und betont, dass man bisher in jedem Spiel die Siegchance hatte. Deshalb erwartet er volles Engagement von der ersten Minute an. Dass der Kader komplett ist, wird sicher kein Nachteil sein. „Gesundheit und Fitness sind für uns enorm wichtig, auch wenn es wohl kein Spiel geben wird, in dem alle Spieler bei hundert Prozent sind.“

Im Tor wird wieder Anthony Peters stehen, dem sein Coach bescheinigt, zu den Besten der Liga zu zählen. „Aber auch Andreas Jenike ist gut und wird seine Chance bekommen“, sagt O’Leary. Ob Ex-Rooster Sebastian Dahm auf der Gegenseite steht, bleibt abzuwarten. Ein besonderes Spiel wird es in jedem Fall für Verteidiger Jens Baxmann (34), der seine gesamte Profizeit bei den Eisbären verbrachte, ehe er zu Saisonbeginn nach Iserlohn kam. „Aber er ist erfahren genug, um nicht übermotiviert zu sein“, meint Jason O’Leary.

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