Rollhockey

Künftig auch Play-offs um den letzten internationalen Platz

Die ERGI Damen, hier im K.o-Spiel gegen Montreux, müssen sich auf einen neuen Europacup-Modus einstellen.

Die ERGI Damen, hier im K.o-Spiel gegen Montreux, müssen sich auf einen neuen Europacup-Modus einstellen.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Verschiedene Neuerungen sind für die Rollhockey-Bundesliga geplant. Im Europa-Cup könnten Gruppenspiele die K.o-Runden ersetzen.

„Iserlohn ist als Standort natürlich ideal, denn ich brauche nicht zu fahren“, meinte Ralf Henke nach der Vereinstagung der Rollhockey-Bundesligisten, die am Sonntag im Medienraum der Matthias-Grothe-Halle stattfand. Als Vorstand Leistungssport besteht für den Vorsitzenden der ERG Iserlohn bei einer solchen Veranstaltung natürlich Anwesenheitspflicht.

Nachdem früher 1. und 2. Bundesliga separat zusammenkamen, ist man nun zu einer gemeinsamen Veranstaltung übergegangen. Der beim Verbandstag des DRIV neu gewählte Vorsitzende der Sportkommission Rollhockey, Thomas Ullrich, stellte sich erstmals in dieser Funktion vor, und er konnte auf Neuerungen in der nächsten Saison verweisen.

Blue Lions wollen das Aufstiegsrecht wahrnehmen

Die Bundesliga wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder mit neun Mannschaften an den Start gehen, weil die Blue Lions, die Spielgemeinschaft Gera/Chemnitz, als Zweitliga-Spitzenreiter vom Aufstiegsrecht Gebrauch machen will, wenn die sportliche Qualifikation gelingt. Es wird wie bisher eine Hauptrunde mit insgesamt 16 Spielen absolviert, ehe dann in den Play-offs eine neue Regel greift. Die Mannschaften auf den Plätzen eins bis vier ermitteln in Halbfinale und Finale den Meister, jene auf den Plätzen fünf bis acht spielen in gleicher Weise den letzten Platz für den internationalen Wettbewerb aus.

„Ohne ein Viertelfinale sparen wir zwei Wochenenden, was angesichts des vollen Terminkalenders sicher hilfreich ist“, meinte Ralf Henke. Der Tabellenneunte ist eigentlich Absteiger zur 2. Liga, weil man jedoch gern auf ein Zehner-Feld aufstocken möchte, ist dessen Verbleib im Oberhaus denkbar.

Auch international wird sich etwas ändern, zunächst in der Female League. Bisher hatten die Rollhockey-Damen K.o.-Runden zu bestreiten, an deren Ende das Final-Four-Turnier stand. Künftig sollen die 16 Mannschaften, darunter Meister ERGI, auf vier Gruppen verteilt werden. Nach je drei Heim- und Auswärtsspielen stünden dann die Final-Four-Qualifikanten fest. „Das wird eine Kostenfrage, denn drei Auswärtsfahrten kommen auf jeden Fall auf einen zu“, meinte Henke. Er hält es für denkbar, dass der internationale Verband hier einen Probelauf startet und dann eine Ausweitung auf den Europa-Cup der Männer in Angriff nimmt. Die Iserlohner sehen es mit gemischten Gefühlen.

Als Hauptrundenfünfter sind sie automatisch im internationalen Geschäft für die Saison 2019/2020, aber ob sie teilnehmen, steht noch nicht fest. Die finanzielle Seite muss erst geklärt sein, wozu aber noch einige Wochen Zeit ist. Denn Meldeschluss ist erst Ende Juni.

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