Handball

Letmather TV macht sich das Leben schwer

Sebastian Temp hatte es schwer gegen die CVJM-Deckung, doch fünfmal setzte er sich durch.

Sebastian Temp hatte es schwer gegen die CVJM-Deckung, doch fünfmal setzte er sich durch.

Foto: Michael May

Letmathe.  Trotz eines 29:26-Heimerfolgs über den CVJM Gevelsberg ist die Mängelliste lang.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Handballer des Letmather TV haben zwar am Samstagabend die Bezirksligapartie gegen den abstiegsbedrohten CVJM Gevelsberg mit 29:26 gewonnen, dabei aber ein Spiel gezeigt, das nachdenklich stimmt.


Handball-Bezirksliga: Letmather TV - CVJM Gevelsberg 29:26 (15:14). „Wir müssen uns auf jeden Fall steigern“, zeigte sich LTV-Kreisläufer Sebastian Temp nach der Partie selbstkritisch. Das gilt für alle Mannschaftsteile. Im Tor machte zunächst Tristan Mertins eine unglückliche Figur. Er wurde etwa zur Mitte der ersten Halbzeit durch Kai Moeller ersetzt, der aber erst auf Betriebstemperatur kommen musste. Beinahe jeder Angriff der erfahrenen Gäste saß. Abwechselnd wurden die Treffer durch Fehler der Letmather und ihr inkonsequentes Deckungsverhalten herbeigeführt. „Vorne waren wir im Abschluss zu unkonzentriert“, sagte Temp.

Führungen immer wieder aus der Hand gegeben

Die Gevelsberger erwischten den besseren Start, sie führten nach fünf Minuten mit 3:1 und leisteten sich dabei den Luxus, einen Siebenmeter neben das Tor zu werfen. Vier Treffer in Folge brachten dann die Hausherren erstmals in Front (8.). Doch die Vorsprünge wurden immer wieder leichtfertig verspielt. Aus einem 10:7 (15.) wurde ein 11:11 (19.), und die Vier-Tore-Führung, die sich der LTV zu Beginn der zweiten Halbzeit erarbeitete (18:14, 35.), war sieben Minuten später dahin, als es 20:20 stand. „Dadurch haben wir den Gegner stark gemacht“, analysierte Kai Moeller, der mit zwei gehaltenen Siebenmetern und mehreren Paraden nach der Pause endgültig zu einem Rückhalt seines Teams wurde.

Auch wenn der Letmather TV weit entfernt von der Form eines Aufstiegskandidaten spielte und bedenkliche Fehler machte – das Ziel, die Punkte einzuheimsen, wurde nicht aus den Augen verloren. Die Moral der Mannschaft von Jochen Müller ist intakt und dank ihrer konditionellen Überlegenheit gegenüber den unangenehmen Gästen, die in den letzten 17 Minuten durchweg in Rückstand lagen, war der Sieg auch keineswegs unverdient. Müller war in erster Linie froh über die Punkte. „Wir haben uns das Leben durch den Mangel an Konzentration und Entschlossenheit selbst schwer gemacht.“

LTV: Mertins, Moeller; Braun (1), Frank (2), Vom Hofe (1), C. Temp (5), Wunderlich (5/1), S. Temp (5), Georg (4), Richter (3), Zube, Münzner (3/1).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben