Spielbericht

Macek erneut der „Bullen-Schreck“ - Roosters überraschen

Torschütze für die Roosters: Brooks Macek traf zweimal in München.

Torschütze für die Roosters: Brooks Macek traf zweimal in München.

Foto: imago

München.  Die Roosters und die Red Bulls München - dieses Duell entwickelt sich offenbar zu einer besonderen Geschichte. Denn nach dem Triumph in den Pre-Play-offs der letzten Saison fügten die Sauerländer dem bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter beim 2:1 nach Verlängerung die erste Saisonniederlage zu.

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Wie schon beim entscheidenden 4:1-Sieg im Frühjahr - ebenfalls an der Isar - war Brooks Macek maßgeblich daran beteiligt, wiederum mit zwei Treffern beim 2:1-Erfolg der Roosters.

EHC RB München - Iserlohn Roosters 1:2 n. V. (0:0, 0:1, 1:0). Zunächst erzielte der Iserlohner Stürmer die Führung (38.), und schließlich sorgte er mit seinem Treffer nur 66 Sekunden nach Beginn der Overtime für den „sudden victory“ der Waldstädter. Den hatten sich die Gäste vor allem dank einer sehr konzen­trierten Defensivleistung verdient. Allerdings wackelte der Erfolg im letzten Abschnitt, als die Bayern Druck machten und selbst auf den Siegtreffer drängten.

Oktoberfest in München - das war auch in der Olympia-Eissporthalle zu spüren. Das Volksfest erwies sich einmal mehr als „Kassengift“ für die Bayern, denn der Rahmen war mit nur 2560 Zuschauern absolut trostlos, damit wurde genau jener Schnitt des Vorjahres aus den drei Spielen während der Wies’n erreicht. Stimmung keimte nicht auf.

Der erste Abschnitt verlief weitgehend ereignisarm. München agierte zwar leicht überlegen, „gewann“ folglich auch die Schussstatistik mit 17:10, fand aber keine Lücke gegen die eng stehenden Roosters, die dann doch „nur“ ihren Kapitän Mike York ersetzen mussten, während sich Colten Teubert und Jeff Giuliano durchbissen. Zwingende Chancen gab es nicht. Für die „Bullen“ besaß Richie Regehr eine Möglichkeit, er schoss jedoch über das Tor (15.). Für den IEC bot sich kurz vor der Pause eine Einschussmöglichkeit. Brodie Dupont machte sich auf in Richtung EHC-Gehäuse, aber sein Tempo reichte nicht, Daryl Boyle störte ihn entscheidend - das war’s dann auch schon. Iserlohn konnte mit dem Zwischenstand zufrieden sein, München nicht.

Im Mitteldrittel entwickelten sich die Roosters zum besseren Team, mussten aber zunächst eine Unterzahl nach Foul an Boyle, der fortan nicht mehr spielen konnte, überstehen. Das gelang ohne Probleme, weil von München um den unauffälligen Ex-Rooster Michael Wolf und seinem ebenfalls recht harmlosen neuen Sturmpartner Felix Schütz keine Gefahr ausging. Da waren die Gäste besser. Brent Raedeke hatte das 0:1 auf dem Schläger, doch Niklas Treutle klärte per Spagat (28.). Zwei Minuten später war der EHC-Goalie erneut zur Stelle, diesmal gegen Dupont. Dann eine Schrecksekunde, als sich Schlussmann Mathias Lange die Hand hielt, doch der Rooster konnte weiterspielen und sich dann über die Führung freuen.

Denn das zweite Powerplay wurde erfolgreich absolviert. Nach einem Schuss von Alex Foster klärte Treutle mit dem Schoner, Macek stand völlig frei, konnte sich die Scheibe mit den Schlittschuh optimal auflegen und zog unhaltbar ab. Zweieinhalb Minuten vor Drittelende führte der IEC beim Tabellenführer - verdient. Da konnten die rund 20 IEC-Fans sowie eine aus Iserlohn stammende Redakteurin des Garmischer (!) Tagblatts jubeln . . .

Aber im letzten Drittel wurden die Gastgeber deutlich stärker. Der starke Lange zeigte sich jedoch auf dem Posten, u. a. mit einer klasse Parade gegen Ex-Rooster Mads Christensen und gegen Regehr. Allerdings sah er beim Überzahltor durch Schütz, der vor ihm stand, etwas unglücklich aus, als die Scheibe durch die Schoner flutschte (48.). Doch die Roosters kämpften sich in die Verlängerung und schlugen dann eiskalt zurück durch „Bullen-Schreck“ Macek.

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