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Meinerzhagen beweist Klassenunterschied

Der FC Iserlohn hatte beim 0:3 gegen den RSV Meinerzhagen keine Chance.

Der FC Iserlohn hatte beim 0:3 gegen den RSV Meinerzhagen keine Chance.

Foto: Frank Saul

Iserlohn.  Oberligist beherrscht den FCI im Testspiel nach Belieben. Erst in der zweiten Hälfte gelingen einige gute Angriffe.

„Die Schiedsrichterkosten hätten wir locker reingeholt, wenn wir heute Eintritt genommen hätten“, meinte Ernst Greve, der Geschäftsführer des FC Iserlohn, beim Blick über die mit rund 150 Besuchern für ein Testspiel erstaunlich gut gefüllte Tribüne am Hemberg-Südhang. Meinerzhagen kam in stattlicher Begleitung nach Iserlohn und demonstrierte nach seinem Aufstieg in die Oberliga auch leistungsmäßig einen Klassenunterschied.


FC Iserlohn - RSV Meinerzhagen 0:3 (0:1). „Der Gegner hat schon enorme Qualität und wird sicher auch in der höheren Klasse eine gute Rolle spielen können“, meinte FCI-Coach Mario Plechaty. Seiner Mannschaft bescheinigte er unter dem Strich eine ordentliche Leistung, sah sie aber vor allem im ersten Durchgang mit zu viel Respekt agieren.

FCI hat zu viel Respekt vor dem Oberliga-Neuling

Der RSV übernahm sofort das Kommando und drängte die Hausherren in die Defensive. Die hatten Mühe, im eigenen Strafraum die Übersicht zu behalten und lagen nach gut einer Viertelstunde hinten, als Berlinski traf. Die Iserlohner (ohne den am Schienbein verletzten Lukas Lenz) liefen fast nur hinterher, und wenn sie einmal den Ball hatten, fehlte die Präzision im Aufbau. So gelangen nur selten gute Angriffszüge. Den besten vor dem Seitenwechsel beendete der von Schmerbeck bediente Ekincier mit dem Schuss ans Außennetz (21.). Aber normalerweise war Meinerzhagen stets einen Schritt schneller, und der FCI hätte sich über einen höheren Rückstand nicht beschweren können.

Dann setzte das eifrige Durchwechseln ein, was der spielerischen Linie nicht unbedingt gut tat. Aber die Gastgeber trauten sich jetzt mehr zu und kamen zu einigen Vorstößen. Bei der Abstimmung bleibt allerdings noch viel Luft nach oben. Die umformierte Abwehr wurde einige Male zu leicht ausmanövriert, nicht nur bei den Toren zum 0:2 (Berlinski, 51.) und 0:3 (Spais, 81.).

Ganz am Ende standen die Iserlohner jedoch dicht vor dem Ehrentor. Zunächst besaß Fernandes eine gute Möglichkeit, dann wurde Bröckers’ Treffer wegen Abseitsstellung nicht anerkannt. „Man hat gesehen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Jetzt ist es wichtig, dass wir das passende Spielsystem finden, aber wir haben ja auch noch viel Zeit“, meinte Mario Plechaty.

FCI: Raab; Wilmanns, Ibeme (46. Denizci), Wilke (46. Bröckers), Schmerbeck (70. Dintinger), Meckel (63. Menard), Infante (46. Konar), R. Schneider (60. Kulcycki), Schaulandt (72. Hunecke), Ekincier, von der Ley (86. Fernandes).

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