Eishockey

Karsten Mendes Schlaganfall schockt die Iserlohn Roosters

Karsten Mende

Karsten Mende

Foto: Ralf Rottmann / Funke Foto Services

Iserlohn.   Karsten Mende hat einen Schlaganfall erlitten. Prokurist Bernd Schutzeigel übernimmt zunächst die administrativen Aufgaben bei den Roosters.

Es gibt Ereignisse, da rücken Diskussionen über Leistungen und Ergebnisse in den Hintergrund - auch im harten Profigeschäft. Und ein solches Ereignis ist eingetreten: Roosters Manager Karsten Mende hat einen Schlaganfall erlitten. Einen Tag nach der Niederlage gegen Krefeld am Sonntag, die von lauten „Mende-raus“-Rufen - untermauert durch Protestbanner - begleitet wurde, berichtete der Verein per Pressemitteilung am Silvestermittag von der Erkrankung des Managers. Den Schlaganfall hatte Mende am zweiten Weihnachtstag erlitten. Seitdem befindet er sich in stationärer, medizinischer Behandlung.

„Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir weitergehende Fragen derzeit nicht beantworten werden. Wir werden die eingetretene Situation, von der wir alle persönlich sehr betroffen sind, in den kommenden Tagen analysieren und anschließend entsprechende Entscheidungen treffen. Im Namen der Gesellschafter, der Mitarbeiter und der Mannschaft möchten wir Karsten von Herzen alles Gute und die Kraft wünschen, schnell wieder gesund zu werden“, teilte Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Roosters, per Pressemitteilung mit. Und unmittelbar nach Bekanntwerden äußerten viele, auch auf unserer Facebook-Seite, ihre Betroffenheit und übermittelten dem Manager ihre Genesungswünsche.

An Spekulationen will sich Brück nicht beteiligen

Wie in der Vereinsmitteilung ging Brück auch im Gespräch mit dem IKZ nicht näher ins Detail. Er kann sich vorstellen, dass Mendes Tätigkeit ein Grund für die Erkrankung ist. „Denn wir haben, gerade als kleiner Klub, permanent Stress, stehen immer mit dem Rücken zur Wand. Es geht um Millionen und Existenzen.“ Wie es nun weitergeht, lässt Brück vorerst offen.

Der Gesellschafter sagt aber auch: „So schlimm es ist, es geht natürlich weiter.“ Aktuell werden die Arbeiten intern aufgeteilt. Die administrativen Aufgaben von Karsten Mende werden zunächst von Prokurist Bernd Schutzeigel übernommen. Brück: „Die Dinge sind geregelt.“ Niemand müsse sich Sorgen über die Roosters machen.

In dieser Phase folgen in der Regel Weichenstellungen

Aber das Tagesgeschäft muss weitergehen, zumal in dieser Phase die Weichenstellungen für die kommende Saison erfolgen. Zur Erinnerung: Mendes Coup, Jon Matsumoto zu verpflichten, wurde bereits im Januar des letzten Jahres eingestielt. Auch Vertragsverlängerungen werden in der Regel in dieser Saisonphase perfekt gemacht. Und schließlich kann derzeit niemand vorhersehen, wie lange Karsten Mende ausfällt. Bei einem Schlaganfall spricht man in der Regel selten von Tagen, sondern eher von Wochen oder sogar Monaten. Gibt es also zwangsläufig eine externe Lösung? Brück beteiligt sich nicht an Spekulationen.

Ungeachtet dessen: Eine aktuelle Hilfe könnte beispielsweise Teal Fowler sein. Der langjährige Kapitän und Co-Trainer des IEC besitzt „Stallgeruch“ und war lange Zeit Manager in Mannheim. Dort wurde er im Dezember 2017 entlassen.

Geschockt reagierte auch die Mannschaft auf die Erkrankung des Managers. Sie war bereits vor dem Spiel gegen Krefeld informiert worden. „Wir sind alle sehr betroffen, jeder möchte helfen. Aber wir können nichts machen“, gibt Trainer Jamie Bartman die Stimmungslage wieder. „Wir wünschen Karsten alles Gute und alle Kraft.“

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