Fußball

Mertens lässt FCI in der Nachspielzeit jubeln

FC Iserlohn bezwang Wiemelhausen mit 2:1.

FC Iserlohn bezwang Wiemelhausen mit 2:1.

Foto: Foto: Frank Saul

Iserlohn.  Wenig berauschendes Heimspiel findet am Hemberg gegen biederen Gast aus Wiemelhausen noch ein Happy-End.

Die Punkte schienen am Hemberg verteilt zu sein, als in einer Partie von sehr überschaubarer Qualität die Nachspielzeit anbrach. Die Hausherren schienen sich vergeblich um einen letzten brauchbaren Abschluss zu bemühen, bis sich Ralf Schneider den Ball zum Freistoß zurecht legte. Der wurde abgeblockt, doch im Nachsetzen war Lukas Mertens zur Stelle und drückte die Kugel in die Maschen. Riesenjubel natürlich beim FCI, der in dieser Saison schon weitaus besser gespielt und nicht gewonnen hat.


Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - Concordia Wiemelhausen 2:1 (0:1). Ein Treffer in der 93. Minute verleiht jedem Sieg das Prädikat glücklich, aber wenn es überhaupt einen Sieger in dieser Partie geben musste, dann konnte es nur der FCI sein. Er investierte mehr, besaß das Gros echter Torchancen, konnte aber nicht überzeugen. Dazu fehlten Tempo und Ideen, dazu fehlte die absolute Ent-schlossenheit, einen biederen Gegner in die Schranken zu weisen.

Lenz und Jessey vergebenGroßchancen vor der Pause

Lukas Lenz eröffnete die Partie vielversprechend, als er nach drei Minuten frei vor dem Concordia-Tor stand, aber Keeper Schmidt anschoss. Zwingende Möglichkeiten folgten nicht mehr, die Iserlohner bestimmten allerdings die Anfangsphase. Doch dann halfen sie in Person von Keeper Schmale den Bochumern auf die Sprünge. Seine Abwehraktion gegen Franke geriet reichlich ungeschickt, so dass der zu langen Diskussionen neigende Schiedsrichter Zahnhausen auf den Punkt zeigte. Der Elfmeter war gut geschossen, und der Rückstand steigerte nicht gerade das Selbstvertrauen der Gastgeber. Die Abwehr wirkte oft unsortiert, aber Wiemelhausen schlug daraus kein Kapital. Kurz vor der Pause besaß Omar Jessey nach Vorarbeit von Lenz die große Ausgleichschance, aber auch er scheiteret frei vor Schmidt.

Es gab also erheblichen Steigerungsbedarf bei den Iserlohnern, die jedoch weiterhin ideenlos angriffen, viele Fehler im Aufbau machten und über Spielkontrolle nicht hinaus kamen. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel fiel somit das 1:1. Mertens fasste sich ein Herz und donnerte den Ball aus gut 20 Metern an die Latte, und den Abpraller schob Sebastian Schmerbeck ein (70.).

Der Treffer hätte eigentlich zusätzliche Kräfte freisetzen müssen, doch der Effekt blieb bescheiden. Wirklich unter Druck setzen ließ sich Wiemelhausen nicht, das zudem einige harmlose Entlastungsangriffe startete. So mussten es die Standards richten. Ein erster Schneider-Freistoß ging knapp über das Tor, der zweite leitete dann den ersehnten zweiten Heimsieg ein, der dafür sorgte, dass der Anschluss ans Mittelfeld nicht abriss.

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