Parahockey

Mission Aufstieg startet in Iserlohn

Die Parahockey-Nationalmannschaft bereitete sich in Iserlohn auf die WM vor.

Die Parahockey-Nationalmannschaft bereitete sich in Iserlohn auf die WM vor.

Foto: Oliver Bergmann

Iserlohn.  Die Parahockey-Nationalmannschaft will bei der Heim-WM zurück in die A-Gruppe.

Kufenflitzer in Nationaltrikots sind am Wochenende in der Eissporthalle unterwegs gewesen. Andreas Pokorny, Bundestrainer der deutschen Parahockey-Nationalmannschaft, hatte seine Schützlinge, die in allen Regionen der Republik zuhause sind, für zwei Tage nach Iserlohn gebeten. „Das ist unser Saisoneröffnungstrainingslager“, erklärte der in der heimischen Eishockeyszene noch bestens bekannte und in der Waldstadt lebende Generalmanager des Nationalteams, Ian Wood. Neben etablierten Spielern bekamen auch zwei Akteure ohne Länderspielerfahrung eine Einladung.

Der frühere IEC-Torwart Wood wies auf die bevorstehende Heim-WM hin, die vom 15. bis 22. November in Berlin-Charlottenburg ausgetragen wird. Die derzeit als zweitklassig geltende deutsche Mannschaft wird dann versuchen, wieder in die A-Gruppe aufzusteigen und zu den acht besten Nationen zu gehören. „Das wäre für uns ein großer Erfolg“, schildert Pokorny. „Wir bewegen uns immer zwischen Platz sechs und zehn.“ Die Trainingseinheiten am Samstagvormittag und am Sonntag blieben von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Zu den wenigen Beobachtern des Treibens auf dem Eis gehörte allerdings die heimische Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag.

Rückkehr in die A-Gruppe wäreauch finanziell wichtig

Das Team und die Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestages kennen sich bereits von früheren Begegnungen, gerne nutzt sie den direkten Kontakt für Gespräche mit den Sportlern. „Ian Wood sagt mir immer Bescheid, wenn die Mannschaft in der Nähe ist.“ Dagmar Freitag wies außerdem darauf hin, dass ein Aufstieg in die A-Gruppe nicht nur aus Prestigegründen wünschenswert wäre. „Von der Gruppenzugehörigkeit hängt auch die Höhe der Fördergelder ab, die es vom Bund gibt.“

Deswegen erhöht Pokorny während der WM-Vorbereitung deutlich die Schlagzahl. Vom kommenden Donnerstag bis Mitte nächster Woche nimmt die Nationalmannschaft an einem Turnier in Füssen teil, im September gibt es den nächsten Lehrgang in Hamburg, an den sich ein Turnier in Berlin anschließt. Im Oktober stehen zwei Länderspiele gegen Tschechien an und kurz vor der WM wird noch der Deutschland-Cup in Krefeld ausgetragen. Spieler aus Iserlohn gehören noch nicht zum Team. Unter dem Dach der Young Roosters hat sich erst zu Jahresbeginn eine Mannschaft gebildet, die von Andreas Pokornys Sohn Luca trainiert wird, der seinem Vater beim Training assistierte.

Auffällig: Trotz der engen Verbindung der sportlichen Nationalmannschaftsleitung zum Standort Iserlohn werden am Seilersee keine Länderspiele ausgetragen. „Wir würden ja gerne hier spielen“, erklärte Ian Wood, „aber für internationale Spiele ist die neue Bande nicht zugelassen“. Es müssten weitere barrierefreie Zugänge zur Eisfläche geschaffen werden. Wood: „Ich habe dem Eismeister das Problem schon mitgeteilt. Zur neuen Saison soll nachgebessert werden.“

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