Eishockey

Neuzugänge freuen sich auf die „Hockeystadt“

Reichlich Autogramme schrieben die Roosters-Profis.

Reichlich Autogramme schrieben die Roosters-Profis.

Foto: Max Winkler

Iserlohn.   1500 Fans feiern Matsumoto und Co. am langen Eishockeytag.

Die Zahl der Autogrammjäger war so groß, dass der Zeitrahmen gesprengt wurde und letztendlich die ohnehin schon auf 75 Minuten ausgedehnte Stunde sogar abgebrochen werden musste, weil schließlich ja auch noch ein Showtraining angekündigt war. Keine Frage: Die „neuen“ Roosters waren am Samstag sehr gefragt. Letztendlich dürften wohl gut 1500 Fans die Gelegenheit genutzt haben, um sich bei der Saisoneröffnungsfeier in und vor der Eissporthalle einen ersten Eindruck von der neuen Mannschaft zu verschaffen.

Es war eine Party ohne großes „Brimborium“. Keine Bühne, keine Showtreppe. Schlicht, aber absolut ausreichend, wie auch der Fan-Beauftragte Matthias Schlüter fand. Speisen und Getränke sowie das „Feuerrote Spielmobil“ für die Jüngsten auf dem auch dank des guten Wetters dicht besetzten Vorplatz der Eissporthalle boten den „Aperitif“ für den langen Eishockeytag. Der begann gegen 15 Uhr und endete etwa um Mitternacht nach einer Party im großen VIP-Raum der Nordtribüne.

Dem alten „Einlauf-Gockel“ war die Luft ausgegangen

Schon vor der Halle konnten die Fans auf Tuchfüllung gehen, anschließend dann im Gastronomiebereich bei der Autogrammstunde, für die die Iserlohn Roosters 1000 Mannschaftsplakate bereithielten. Und schließlich wurde auch Eishockey geboten. Zunächst weckte die DNL-Mannschaft der Young Roosters das Interesse beim klaren 9:3-Testspielsieg über die vom ehemaligen Young-Roosters-Coach Daniel Galonska trainierten Wolfsburger.

Hauptdarsteller waren natürlich die DEL-Profis aus der Waldstadt, sie wurden von den Fans auf den gut besetzten Rängen mit großem Applaus begrüßt, als sie durch den neuen, etwas schlankeren „Einlaufhahn“ das Eis betreten. Dem „alten Gockel“ war, wie dem Team 2018/19, in der letzten Saison die Luft ausgegangen . . .

Einzeln wurden die Cracks vom Moderatorenduo Rudi Müllenbach und Mirko Heintz vorgestellt, da noch in ihren dunkelblauen Jerseys. Als schließlich das 35-minütige Testspiel Blau gegen Rot und abschließend ein Penaltyschießen stattfanden, trugen die Spieler ihre Trainingsleibchen, denn die weißen und braunen Trikotsätze fehlten noch. „Der Seilersee verbeugt sich vor dem wertvollsten Spieler des Play-off-Finales“, wurde Jon Matsumoto begrüßt, als er unter dem größten Beifall auf das Eis kam. Vom Münchener Meisterspieler erwarten die Fans eine Menge, der Applaus galt aber auch Manager Karsten Mende, dem dieser Transfercoup gelungen ist. „Der Neustart ist kein Problem. Es ist gut, dass es jetzt losgeht“, gab der Torjäger zu Protokoll, er freut sich auf „die Hockeystadt Iserlohn.“ Diese Vorfreude auf Iserlohn brachten alle Newcomer zum Ausdruck.

Neuzugänge Clarke und Todd müssen pausieren

Auch die beiden wegen leichter Blessuren zum Zuschauen verurteilten Neuzugänge Michael Clarke und Daine Todd freuen sich riesig. Letzter gab sofort Entwarnung: „Nichts Schlimmes, ich bin bald wieder im Training.“ Und seinen Wechsel aus Schweden begründete er mit dem, was er bislang über die Roosters erfahren hatte: „Man soll als Spieler dorthin gehen, wo es Spaß macht. Und hier sind die Fans sehr leidenschaftlich.“ Daher bedauerte auch Clarke, dass er nicht auf dem Eis stehen konnte: „Ich würde lieber mitspielen. Auch ich habe von der großen Leidenschaft der Fans gehört. Es ist ein großes Gefühl, hier zu sein.“ Neben diesem Duo fehlte auch Youngster Rene Behrens, der für den Oberligisten Essen ein Testspiel absolvierte. Auch Heimkehrer Alexej Dmitriev freut sich: „Es ist schön, wieder hier zu sein.“ Und angesprochen auf den Eindruck vom Team nach einer „ziemliche anstrengenden Woche“ sagte er: „Bis jetzt sehr gut.“

Apropos Eindruck: In welcher Form sieht Trainer Rob Daum seine Jungs? „Sie sind in guter Verfassung hier angekommen“, lobt der Coach die Professionalität und bewertet die bisherige Vorbereitung als gut. Wichtig sei auch die Schulung der Spielintelligenz. Das Trainingsspiel am frühen Samstagabend stellte den Abschluss einer trainingsintensiven Arbeitswoche dar, die in der Regel gegen 9 Uhr begann. Gestartet wurde mit einer Taktikeinheit, es folgte ein rund dreistündiges Eistraining mit Unterbrechungen sowie Einheiten im Kraftraum. Heute hat die Mannschaft trainingsfrei, am Dienstag geht es weiter, am Freitag steigt das erste Testspiel gegen Krefeld in der Iserlohner Eissporthalle. „Dass so viele Zuschauer zur Saisoneröffnung kommen, ist bemerkenswert“, freute sich Daum über die Resonanz. Er weiß, wie wichtig die Fans sind und appelliert an sie, dass Team auch dann zu unterstützen, wenn es mal nicht so gut laufen sollte.

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