Nachwuchs-Handballer auf dem Weg nach oben

Niclas Pieczkowski: Ballkind und im Herzen ein LTVer

Foto: IKZ

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Letmathe. Drei Jugendspieler hat Handball-Regionalligist VfL Eintracht Hagen für die kommende Saison mit Verträgen ausgestattet. Einer davon kommt aus Letmathe: Niclas Pieczkowski - und der hat seine sportlichen Wurzeln beim LTV.

Der 18-jährige entstammt einer sportlichen Familie. Vater Ulli spielte in den 80er- und 90er Jahren bei den Letmathern und ist heute für den Klub als Schiedsrichter aktiv. Mutter Britta half im Verein lange Jahre in der Geschäftsführung und wurde zu Beginn des Jahres von Tochter Annica abgelöst. Da verwundert es natürlich nicht, dass Niclas schon mit fünf Jahren zu den Minis in der Humpferthalle stieß und dort die weiteren Altersklassen durchlief. Besonders gut passte es für ihn in der D-Jugend zusammen, mit der die Vize-Westfalenmeisterschaft errungen wurde. Zunächst nebenher, zwischenzeitlich sogar ausschließlich, jagte der Rückraumspieler auch als Fußballer dem runden Leder nach. „Ich bin ein Ballkind und war auch im Tennis nicht schlecht”, nennt der 1,95 m große Athlet einen weiteren Bereich seiner sportlichen Betätigung. Vom Einstieg beim ASSV Letmathe führte ihn der Weg zu den SF Oestrich-Iserlohn, wo er allerdings 2004 mit dem Fußball aufhörte.

Letztlich war bei Niclas Pieczkowski, der auch ein Jahr beim HTV Sundwig/Westig spielte, der Ehrgeiz mit den Händen aber doch größer. Zur Saison 2006/07 ging es zur Eintracht nach Hagen, mit deren A-Jugend er im ersten Anlauf den angepeilten Sprung in die Regionalliga verpasste. Dieses Jahr lief es jedoch besser für sein Team, das die Qualifikation schaffte. Eine außergewöhnliche Saison in seiner Karriere stellt die laufende Spielzeit aber aus einem anderen Grund dar. Zum einen etablierte er sich schon im Seniorenlager mit regelmäßigen Einsätzen in der VfL-Reserve in der Verbandsliga, zum anderen blieben seine guten Leistungen dort nicht verborgen, und er wurde vom neuen Cheftrainer schon mehrfach in den Kader der ersten Mannschaft berufen.

Die spielt bekanntlich in der Regionalliga und zwar ganz oben. „Der Verein bietet gute Perspektiven, deswegen habe ich nicht gezögert, zuzusagen”, sagt Niclas Pieczkowski. Natürlich hat er auch einen Zweitliga-Aufstieg der Eintrachtler ins Kalkül gezogen, der ihm wohl weniger Einsatzzeiten bescheren würde. Doch der ehrgeizige junge Mann, der von sich sagt, „tief in meinem Herzen bin ich natürlich auch ein LTVer”, ist ein geduldiger Vertreter.

Für seinen sportlichen Erfolg nimmt der Schüler der Stufe 12 am Letmather Gymnasium großen Mühen auf sich. Den wöchentlichen Aufwand beziffert er bei fünf Trainingseinheiten und mindestens einem Spiel mit 20 Stunden. Da ist es schon eine große Erleichterung, dass er früh seinen Führerschein gemacht hat und sich mit seiner Mutter ein Auto teilen kann. Und dass es bei dessen Nutzungsplan keinerlei Terminprobleme gibt, kann nicht überraschen. Bei seiner handballbegeisterten Familie rennt Niclas Pieczkowski mit seinem Bedarf fraglos offene Türen ein.

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