Fußball

Notstand in der Innenverteidigung des FC Iserlohn

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Teamkollegen und Gegenspieler kümmern sich um den verletzt am Boden liegenden Kerim Acil.

Teamkollegen und Gegenspieler kümmern sich um den verletzt am Boden liegenden Kerim Acil.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Trainer Max Borchmann muss nach dem 1:5 gegen Wickede improvisieren.

In der Fußball-Westfalenliga vergeht kein Wochenende ohne überraschende Resultate. Am 13. Spieltag gehörte die 2:3-Heimniederlage von Spitzenreiter Bövinghausen gegen den SV Sodingen ebenso dazu wie das 1:5 des FC Iserlohn gegen „Kellerkind“ Westfalia Wickede.

„Das war ein komplett gebrauchter Tag“, ärgerte sich FCI-Coach Max Borchmann, der seine Mannschaft nach dem vermeidbaren 1:2-Pausenstand auf gutem Weg sah, die Partie zu drehen. Doch sie vergab beste Ausgleichschancen und kassierte dann nach einem individuellen Fehler im Aufbau den entscheidenden dritten Gegentreffer. „Hätten wir das 2:2 gemacht, wäre es wohl ganz anders gelaufen“, meinte Borchmann, der auch zu bedenken gab, dass es mit einer gestandenen Innenverteidigung die Wickeder Tormöglichkeiten nicht gegeben hätte. Aber Kerim Acil musste nach gut einer Viertelstunde mit einer Jochbeinverletzung vom Feld, und Anjo Wilmanns folgte wenig später mit roter Karte. Beide werden vorerst fehlen, was der Trainer als „worst case“ bezeichnet.

Bei Acil ist zwar nichts gebrochen aber ein Gesichtschirurg verordnete ihm eine zweiwöchige Sportpause. Die personelle Notlage verschärft sich somit ausgerechnet vor dem Gastspiel in Sodingen am Sonntag. Denn welche der Spieler, die ungeimpft sind bzw. keinen vollständigen Impfschutz besitzen, durch einen PCR-Test eine Spielberechtigung erwirken, ist ungewiss.

Dauerthema PCR-Tests für ungeimpfte Spieler

„Das kann man mit den Tests ja nicht bis zur Winterpause für Training und Spiele durchziehen. Wer soll das bezahlen?“ Borchmann stellt sich darauf ein, in den nächsten Wochen viel improvisieren zu müssen. Bis zur Winterpause stehen noch die Spiele in Sodingen, gegen Hagen 11 und in Bövinghausen auf dem Programm. Die Partie beim aktuellen Spitzenreiter wurde auf Freitag, den 17. Dezember (Anstoß: 19.30 Uhr) vorgezogen.

Bei den weiterhin auf dem letzten Platz rangierenden Hagenern scheint das Zwischenhoch beendet zu sein, denn gegen den TuS Hordel gab es eine 1:5-Pleite. Dabei wog es schwer für die Mannschaft von Christian Fohs, dass Kapitän Gaetano Manno nach der Pause verletzungsbedingt passen musste.

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