Fussball

Nur eine Ergebniskrise beim FCI?

Der FC Iserlohn rutscht nach dem 0:1gegen den DSC Wanne-Eickel immer tiefer in die Krise.

Der FC Iserlohn rutscht nach dem 0:1gegen den DSC Wanne-Eickel immer tiefer in die Krise.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Fußball: Mario Plechaty setzt zusätzliches Training an und moniert fehlende Selbstkritik.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison produzierten die höherklassig aktiven heimischen Fußballer einen Spieltag mit deutlich mehr Schatten als Licht. Denn als Sieger ging nur Bezirksligist SSV Kalthof vom Feld, der seine weiße Weste wahrte und in der Spitzengruppe mitmischt.

Weiter auf den Abstiegsplätzen verharrt Westfalenligist FC Iserlohn, der gegen Wanne-Eickel (0:1) die fünfte Niederlage im neunten Spiel kassierte. Trainer Mario Plechaty sieht seine Elf in der Ergebniskrise und sagt: „Wir spielen ja keinen schlechten Fußball und hätten etliche Punkte mehr haben müssen.“ Er erkennt eine Entwicklung in der Mannschaft, beklagt aber weiterhin, dass klare Chancen nicht genutzt werden. An den Fehlschüssen durfte sich gegen Wanne in der letzten halben Stunde auch Kapitän Lukas Lenz beteiligen, der erneut nicht in der Startformation stand. Er wirkt derzeit wie der „Thomas Müller des FC Iserlohn“ und hat seiner Unzufriedenheit auch Luft gemacht.

Lukas Lenz unzufrieden mitseiner Reservistenrolle

„Ich habe Trainerstab und sportlicher Leitung gesagt, dass ich mehr Vertrauen erwartet hätte.“ Lenz betont aber auch, sich in den Dienst der Mannschaft stellen zu wollen. „Ich bin ein Teamplayer, und in erster Linie geht es um den Verein.“ Der Stürmer hält allerdings nichts davon, die unbefriedigenden Ergebnisse auf fehlendes Spielglück zu schieben. „Wir müssen die Probleme benennen.“ Der Trainer zeigte sich wenig erfreut, dass sein Kapitän Klartext redete und begründete seine Personalentscheidung. „Ich habe lange zu ihm gestanden. Er stand wochenlang in der Startformation und hat nicht überzeugt.“

Plechaty bemängelt generell die fehlende Selbstkritik seiner Spieler und kündigt an, sie aus der Wohlfühloase herausholen zu wollen. Dazu hat er jetzt eine vierte wöchentliche Trainingseinheit ins Programm genommen, und er erwartet, dass am Sonntag beim SV Sodingen gepunktet wird. Ansonsten könnte der Kontakt zum Mittelfeld bald abreißen.

Am anderen Ende der Westfalenligatabelle hat Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamenohl (2:2 gegen Gerlingen) erstmals nicht gewonnen, so dass Verfolger SV Hohenlimburg auf vier Punkte herangekommen ist. Der gewann 1:0 beim Lüner SV, konnte sich aber bei seinem Torhüter Schilling bedanken, dass er zur Pause nicht zurücklag.

In der Landesliga 2 ist Hagen 11 nicht zu bremsen. Nach dem 4:0 gegen Bad Berleburg beträgt der Vorsprung schon acht Punkte. Neuer Tabellenzweiter ist der SV Hüsten, der sich mit 3:2 gegen den BSV Menden durchsetzte. Der steckt weiter im unteren Mittelfeld fest, doch Trainer Kevin Hines nahm seine Mannschaft in Schutz und verwies auf die Strapazen des Westfalenpokalspiels gegen den Oberligisten SV Schermbeck (5:6) vom Mittwoch. Die Nachwirkungen seien am Sonntag zu spüren gewesen.

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