Sportkegeln

„Ohne Lösung bis August ist Sportkegeln tot“

Ninepin-Chef Freddy Klahold, hier mit Bundesligakegler Jörg Förster, sieht große Probleme auf seinen Verein zukommen.

Ninepin-Chef Freddy Klahold, hier mit Bundesligakegler Jörg Förster, sieht große Probleme auf seinen Verein zukommen.

Iserlohn.  Ninepin-Chef Freddy Klahold sieht den Verein nach der Parkhallenschließung vor großen Problemen.

„Als ich das hörte, habe ich gedacht, es sei schon der 1. April.“ Freddy Klahold, der Vorsitzende der Sportkegler von Ninepin 09, fiel am Dienstag aus allen Wolken, als er von der Schließung des Parkhallenkomplexes erfuhr, von der auch die Kegelanlage betroffen ist.

Keine Ausweichmöglichkeitim gesamten Kreisgebiet

Dass diese ein Auslaufmodell sein würde, war allen Beteiligten klar, doch die Kegler sind davon ausgegangen, dass ihr Betrieb bis zum Ende der Saison 2018/2019 gesichert sei. Und bis dahin sollte eine Alternative in der Stadt gefunden werden. Jetzt ist sofort Schluss, und es gibt keine Ausweichmöglichkeit. Denn in der Bundesliga (sowie in zweiter und dritter Liga) sind vier Bahnen zwingend vorgeschrieben, und die gibt es nur auf der Alexanderhöhe. Ninepin hat umgehend reagiert und sein für Samstag geplantes Heimspiel gegen den KSV Riol abgesagt. Gleiches wird mit den beiden noch folgenden Partien bis zum Hauptrundenende gegen Herford (16. Dezember) und Landsweiler (3. Februar) sowie dem zu erwartenden Heimspieltag in der Abstiegsrunde geschehen. Das Problem: Im Märkischen Kreis gibt es keine geeignete Anlage. „Ich sehe nur die Chance, unsere Heimspiele in Witten oder Dortmund nachzuholen“, sagt Klahold - wohl wissend, dass auch dort der Freiraum limitiert ist. „An Samstagen wird wenig möglich sein, wir werden wohl auf einen Wochentag ausweichen müssen“.

Der Vereinschef sieht trotz dieser Hiobsbotschaft für die laufende Saison keine existenziellen Probleme. „Das kann man alles irgendwie organisieren, aber wenn wir bis August keine andere Anlage in Iserlohn haben, ist Bundesligakegeln tot.“ Klahold moniert, dass man die Planungen, eine Erweiterung der Anlage am Heidebad in Angriff zu nehmen, nicht weiter verfolgt hat und deshalb keine schnelle Lösung in Sicht ist. Aktuell wird eine Erweiterung der in Hennen vorgesehenen neuen Halle debattiert.

„Wir brauchen nur eine Halle mit Nebenräumen zum Umziehen, die groß genug ist, um vier Bahnen unterzubringen.“ Klahold geht davon aus, dass man das komplette Kegel-Equipment auf der Alexanderhöhe demontieren und an einem anderen Standort aufbauen könnte.

Nach Ausweichmöglichkeiten müssen neben den Bundesligakeglern auch die beiden anderen Herrenmannschaften und die Damenmannschaft von Ninepin sowie die KV Iserlohn suchen, die gleichfalls auf der Höhe aktiv ist. Klahold: „Ich sehe große Probleme auf unseren Sport zukommen, denn viele Pächter werden kein Interesse haben, die Zeiten für Gesellschaftskegler zugunsten der Sportkegler zu reduzieren. Denn mit uns kann man ja nicht allzu viel Geld verdienen.“

Der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Thorsten Schick, kündigt auf Anfrage ein Gespräch mit der Verwaltung an, um Hilfsmöglichkeiten für Ninepin auszuloten. „Kegeln hat in Iserlohn Tradition, und ein Erstligist darf den Anspruch haben, dass sich Politik und Verwaltung um Lösungen bemühen.“ (siehe auch Lokales Iserlohn)

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