Eishockey

Roosters beenden immerhin die Tor-Misere

Brett Findlay kämpft mit Jeff Likens um den Puck, im Hintergrund lauert Alex Grenier.

Brett Findlay kämpft mit Jeff Likens um den Puck, im Hintergrund lauert Alex Grenier.

Foto: PIX-Sportfotos /Michael Taeger

Wolfsburg.  Das Team von Jason O’Leary zeigt in Wolfsburg bekannte Schwächen. Dennoch: Auf das 0:2 folgt starke Reaktion

Zwei Tore und ein Punkt sind die magere Ausbeute der Iserlohn Roosters in der DEL. Mike Halmo beendete dabei die sechs Drittel oder 129:05 Minuten andauernde Torflaute. Zwei Drittel sah es nach einem trostlosen Wochenende aus, bevor im Schlussdrittel mit einem Zwischenspurt der Ausgleich gelang.


Grizzlys Wolfsburg – Iserlohn Roosters 3:2 n.P. (1:0, 1:0, 0:0, 0:0). Vor der Partie sprach Marko Friedrich bei „Magentasport“ von Frust bei den Stürmern nach der torlosen Niederlage am Freitag gegen Ingolstadt. Nicht weniger Frust dürften die Roosters nach dem ersten Drittel in Wolfsburg geschoben haben. Denn nach einem eigentlich guten Anfang mit aggressivem Spiel und vielen Schüssen kippte die Partie nach fünf Minuten. Grund dafür war das Gegentor durch Machacek. In der Entstehung fehlte es an der Zuordnung in der eigenen Zone, der Torschütze stürmte an Baxmann vorbei und drückte die Scheibe über die Linie.

Andreas Jenike zahlt das in ihn gesetzte Vertrauen zurück

Die Führung gab den Grizzlys Selbstvertrauen, während sich Iserlohn mit dummen Aktionen wie Michael Clarkes Strafe bei eigener Überzahl aus dem Spiel nahm. Zwischen den Pfosten bei den Roosters stand Andreas Jenike. Eine richtige Entscheidung, denn der Torhüter sorgte dafür, dass die Sauerländer nach 20 Minuten nicht höher zurücklagen. Nach einem Fehlpass von Jens Baxmann rettete er gegen Sislo und Wurm (9.) und kurz drauf nochmal gegen Sislo, als Mike Hoeffel zu langsam agierte. Nachdem am Freitag Mike Halmo die Fäuste fliegen ließ, stieg diesmal Alex Grenier in den Ring. Nach einem Check gegen Festerling forderte ihn Wolfsburgs Machacek heraus. Im Anschluss agierte der IEC 101 Sekunden in doppelter Unterzahl und durfte sich bei Andreas Jenike bedanken, nicht höher in Rückstand geraten zu sein.

Kurz vor der Pause bot sich theoretisch die Chance, im Powerplay den Ausgleich herbeizuführen. Aber eben nur theoretisch, denn Brett Findlay leistete sich nach einem offensiven Scheibenverlust an der eigenen Bande ein Frustfoul an Fauser und erwies dem Team damit fast einen Bärendienst, wenn nicht Dieter Orendorz kurz vor Abpfiff noch gerettet hätte. So ging es mit einem aus Iserlohner Sicht durchaus schmeichelhaften 0:1-Rückstand in den Mittelabschnitt.

Hier agierte der IEC durchaus gefälliger und setzte Wolfsburg mit frühem Forechecking unter Druck. Allerdings fehlte es weiterhin an guten Chancen. In Überzahl blieben die Aktionen zu harmlos, lediglich Friedrich (26.) und Findlay (32.) gelang ein platzierter Schuss auf den Wolfsburger Kasten. Ausgerechnet in dieser Phase erfolgte die kalte Dusche. Fauser wurde weder von Ryan O’Connor noch von Chris Rumble ernsthaft angegangen und erzielte mit seinem 100. DEL-Tor das 2:0. Die Roosters wirkten geschockt, Jenike verhinderte mit einer Glanztat das 0:3. Offensiv blieb der IEC harmlos. Dass Friedrich selbst eine Vier auf eins-Situation (34.) kläglich vergab, war bezeichnend. Halmo hatte zudem Glück, dass sein offensiver Check gegen Olimb (34.) ungeahndet blieb. „Wir müssen weiter Gas geben und unsere Chancen nutzen“, forderte Baxmann für den Schlussabschnitt.

Doch danach sah es zunächst nicht aus – auch nicht in Überzahl. Stattdessen rettete wieder einmal Jenike den Zwei-Tore-Rückstand. Seine Aktion wirkte wie eine Initialzündung. Brückmann ließ einen Friedrich-Schuss abprallen, Halmo verwandelte den Rebound zum 1:2. Iserlohn blieb nun dran, Wolfsburg wirkte inklusive Brückmann verunsichert. Diesmal konnte er einen Alex Petan-Schuss nicht festhalten, was Bobby Raymond mit seinem ersten Saisontor zum Ausgleich nutzte. Im Anschluss wollten beide Teams nicht den entscheidenden Fehler begehen. Jenike verhinderte vier Minuten vor dem Ende mit einem Reflex gegen Fauser das 3:2. In der Verlängerung unterstrich der IEC, warum er das schwächste Überzahlteam der Liga ist. Einzig Petan hätte mit dem Abpfiff den Extrapunkt sichern können. Im Penaltyschießen sicherte dann Furchner Wolfsburg den Zusatzzähler.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben