Eishockey

Roosters leisten einmal mehr Aufbauhilfe

Szenen vor dem Tor der Gäste hatten die Roosters reichlich, doch zu häufig fehlte die Präzision.

Szenen vor dem Tor der Gäste hatten die Roosters reichlich, doch zu häufig fehlte die Präzision.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Iserlohn.  Durch den 3:2-Sieg am Seilersee reicht Krefeld die rote Laterne vorerst wieder an Schwenningen weiter.

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Zum Abschluss des ersten Saisonviertels kassierten die Iserlohn Roosters ihre vierte Niederlage in Folge. Und wieder einmal verlor man gegen das Ligaschlusslicht. Eine mangelnde Chancenauswertung im ersten Drittel, eine Schwächephase im zweiten Drittel und mangelnde Disziplin im Schlussabschnitt verhinderten einen Erfolg gegen die bis dahin strauchelnden Pinguine.


Iserlohn Roosters - Krefeld Pinguine 2:3 (0:1, 2:2, 0:0). Der Tabellenzwölfte mit drei Niederlagen in Folge, das Tabellenschlusslicht mit deren neun – mehr als Hausmannskost war also an einem ungewöhnlichen Eishockey-Donnerstag kaum zu erwarten. Ein Teil der Fans protestierte gegen die Ansetzung („Wir pfeifen auf Donnerstagsspiele“) mit lautstarken Trillerpfeifen in den Unterbrechungen sowie nach der Partie. „Man konnte schlecht hören“, kommentierte Trainer Jason O`Leary die Aktion. Gänzlich unbeeindruckt zeigten sich davon die Akteure auf dem Eis. Roosters wie Pinguine starteten flott in die Partie und signalisierten sofort, dass der jeweilige Negativtrend gestoppt werden sollte. Nach 44 Sekunden besaß Mike Halmo gleich die erste gute Chance, scheiterte aber am blitzschnell reagierenden Krefelder Torhüter Rynnäs.

Krefelder Führung stellte den Spielverlauf auf den Kopf

Wenig vielversprechend war auch das Powerplay der Roosters. Außer O`Connors abgefälschtem Schuss von Halmo gelang wenig Produktives (12.). Insgesamt hielt Iserlohn die Fäden in der Hand, was fehlte war ein Tor. Das besorgten dann die Gäste. Einmal passte die Zuordnung bei Baxmann vor dem eigenen Gehäuse nicht, so dass Besse ungehindert per Rückhand einklinken konnte. Der Schock bei den Roosters über den unerwarteten Rückstand hatte sich wohl über die Drittelpause gehalten. Denn nur 41 Sekunden nach Wiederbeginn rutschte Roosters-Goalie Anthony Peters die Scheibe durch, Braun war zur Stelle und schob im Tiefflug ins leere Tor ein – ein Rückschlag, der den Matchplan für das zweite Drittel früh zunichte machte. Alex Grenier verpasste kurz darauf den Anschluss, als er nach einem Rumble-Pass aus der neutralen Zone mit seinem Break an Rynnäs scheiterte.

Die Aktion verfehlte jedoch die Wirkung eines Weckrufs. Stattdessen kam es noch dicker. Krefeld drängte bei Fünf gegen Fünf die Roosters in die eigene Zone und wirbelte gut eine Minute wie im Powerplay. Pietta setzte dabei einen scharfen Schuss an den Pfosten (29.). Ein Fehlpass im Aufbau durch Grenier leitete dann das 0:3 ein. Hodgman zog auf und davon und bediente den freistehenden Noonan. Die vierte Pleite in Folge schien Form anzunehmen, weil auch beim zweiten Powerplay nicht viel zusammenlief. Der IEC war einfach zu zögerlich im Abschluss. Im dritten Anlauf klappte es dann besser. Zunächst traf Findlay nur den Pfosten. Und während der Schiedsrichter noch den Videobeweise anzeigte, drückte Alex Dmitriev die Scheibe am kurzen Eck über die Linie. 20 Schüsse hatten die Roosters für den ersten Treffer benötigt – keine gute Quote. Nun legten die Hausherren aber zu, und nach einem Bullygewinn in der eigenen Zone leitete Raymond einen schnellen Angriff ein, den Marko Friedrich zum umjubelten 2:3 vollendete.

Fürs letzte Drittel war fast alles wieder offen. „Das Tor im Powerplay machte uns wieder hungrig und gab uns Energie“, sagte Raymond bei „Magentasport“. Michael Clark verpasste nach nur 26 Sekunden den Ausgleich. Peters verhinderte auf der anderen Seite gegen Cundari und Costello (45.), dass die Roosters wieder in einen höheren Rückstand gerieten. Im Kampf um den Ausgleich vergaßen die Roosters aber die Disziplin. Fünf Unterzahlphasen – inklusive des Wechselfehlers zwei Minuten vor Spielende – waren einfach zuviel. Weil Krefeld aber auch noch eine Strafe kassierte, blieben dem IEC noch 47 Sekunden in Überzahl, was aber nicht mehr reichte. Mit langen Gesichtern schlichen die Roosters nach der vierten Schlappe in Folge vom Eis, während Krefeld das Ende der Niederlagenserie feierte.

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