Deutsche Eishockey-Liga

Roosters: Neuer Torwarttrainer - neue Trikots

Foto: IKZ

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Iserlohn. Wenn es um das Thema „Norm Maracle” geht, präsentieren sich die Verantwortlichen der Roosters zurückhaltend. So auch bei der jüngsten Pressekonferenz.

„Natürlich ist die Situation ärgerlich. Aber es geht bei uns nicht so schnell wie bei Porsche. Das ist ein schwebender Vorgang. Wir sagen nichts mehr dazu”, wollte Vorsitzender Wolfgang Brück nicht weiter auf die Torhüterpersonalie eingehen. Nur so viel: „Wir planen nicht mehr mit ihm und es gibt viele Optionen.” Auch die Frage, was passiere, wenn Maracle an diesem Montag zum offiziellen Trainingsstart in Unna erscheine, wollten weder Brück noch Trainer Uli Liebsch beantworten, während sich Manager Karsten Mende schon tags zuvor entlocken ließ, dass dieser Fall nicht eintreten werde. Bleibt also die Frage, ob Maracle die Lage aussitzt oder im Hinblick auf seine weitere Karriere zu einem Wechsel bereit ist, wenn es Interessenten für den Schlussmann gibt. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Goalie ein Jahresgehalt von knapp unter 100 000 Euro erhalten.

Stichwort Torhüter: Wie bereits im Rahmen des Trainingsauftaktes am Montag in Unna berichtet, haben die Roosters einen neuen Torhütertrainer. Der 30-jährige Benedikt Weichert geht beim Iserlohner EC in sein sechstes Trainerjahr und steigt nach seiner Zeit beim Nachwuchs nun auch als Coach in den Profibereich ein. „Ich danke der sportlichen Leitung, dass sie mir die Chance ermöglicht. Iserlohn ist für mich eine Herzensangelegenheit.” Der in Dortmund wohnenden Trainer möchte die eigene Jugend kontinuierlich heranführen und Iserlohn zu einem Leistungszentrum machen. Dass Jonas Langmann mit Förderlizenz die Nummer drei der Roosters wird, sei ein erster Erfolg, so der ehemalige Junioren-Bundesligaspieler des IEC (1997/1998 unter Trainer Ralf Hoja), der später auch für Herne in der 1. Liga Nord und eine Zeit in den USA spielte.

„Das ist für uns ein sehr wichtiger Schritt”, lobte Chefcoach Uli Liebsch die Arbeit von Weichert, der u. a. im Rahmen eines Camps in Garmisch auch Schlussmann Sebastian Stefaniszin betreute. Liebsch: „Sebastian hat mir erzählt, dass ihm diese Zeit viel gebracht habe.”

Neu im Sponsorenpool befindet sich der Dortmunder Software-Dienstleiter Uniorg. Geschäftsführer Andres Faber, gleichzeitig Vater von Eishockey bzw. Skaterhockey spielenden Kindern: „Wir wollen in Südwestfalen bekannter werden. Da gibt es keine bessere Werbemöglichkeit.” Wolfgang Brück freut sich über das Engagement: „Denn wir wollen unsere beherrschende Stellung, die wir uns in fünfzehn Jahren erarbeitet haben, verstärken.”

Präsentiert wurden auch die neuen Trikots, auf denen der Schriftzug der Firma „Cobar” künftig fehlen wird. Zum klassischen dunkelblauen bzw. weißen Outfit gesellt sich ein interessantes, sicherlich gewöhnungsbedürftiges giftgrünes Ausweichtrikot, das es in 50 Jahren Eishockey bislang noch nicht gegeben hat.

Am Wochenende trafen die meisten Spieler in Iserlohn ein und am Montagmorgen geht es erstmals in Unna in fast kompletter Besetzung auf das Eis. Lediglich die Neuzugänge Andy Schneider und Jon Insana sowie Ryan Ready werden erst Mitte der Woche zum Team stoßen, offen ist zudem noch eine Stelle im Sturm.

„Die Kaderspieler sind gut drauf”, lobt Liebsch den Leistungsstand und zeigte sich begeistert von Mads Christensen: „Er ist technisch sehr stark, agil und besitzt Spielmacherqualitäten. Wenn es so weiter geht, werden wir viel Freude an ihm haben.”

Unterdessen beginnt in Iserlohn die Eisaufbereitung. Drei Bullykreise sind vermarket, zudem wird Untereiswerbung für die Landesgartenschau sowie die Eishockey-WM 2010 („Deutschland auf's Eis”) betrieben.

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