Infrastruktur

Iserlohn Roosters pochen auf Liga-Vorgaben

Bernd Schutzeigel sieht auf dem Parkplatz vor der Eissporthalle noch viele offene Fragen.

Bernd Schutzeigel sieht auf dem Parkplatz vor der Eissporthalle noch viele offene Fragen.

Foto: Willy Schweer

Iserlohn.  Die Baustelle vor der Eissporthalle und die offenen Fragen zum künftigen Parken beschäftigen die Iserlohn Roosters.

Von seinem Bürofenster aus kann er täglich den Fortgang der Bauarbeiten beobachten, dazu auch das Gerangel um die knapp gewordenen freien Parkflächen. Und Bernd Schutzeigel, der Geschäftsstellenleiter der Iserlohn Roosters, fragt sich mit wachsender Ungeduld, wie viel Parkraum den Spielern und Geschäftsstellenmitarbeitern auf der Fläche vor der Eissporthalle künftig noch bleibt. Und wie die von der DEL an den Spieltagen vorgeschriebenen Parkmöglichkeiten angeboten werden sollen.

Schutzeigel: "Roosters sind Iserlohns Hauptwerbeträger"

„Wir haben Anfang Februar mit Vertretern der Stadt Iserlohn zusammengesessen und die Thematik grundsätzlich erörtern“, berichtet Schutzeigel. Zehn Tage danach habe er eine Bedarfsliste des Klubs ins Rathaus geschickt, seither aber nichts mehr gehört. Und genau das befremdet ihn. „Man macht sich viele Gedanken über die Probleme des Schleddenhofer SV, aber welche Schwierigkeiten durch den Umbau auf uns zukommen, scheint man völlig auszublenden.“ Schutzeigel weiter: „Die Roosters sind Iserlohns Hauptwerbeträger, und daher wünsche ich mir schon etwas mehr Interesse an unseren Belangen.“

Die laufenden Baumaßnahmen auf dem Parkplatz vor der Eissporthalle hängen mit dem Gesamtschulprojekt zusammen und dienen dazu, das dem Seilerseebad zugewandte Parkflächensegment zu einem Halteplatz für vier Busse umzugestalten. Darüber hinaus werden dort etwa 20 Kurzzeitparkplätze entstehen. Der mittlere Streifen mit 60 bis 70 Einstellplätzen soll künftig mit einer Schrankenanlage versehen werden. Besucher der Eissporthalle oder des Schwimmbades können dort parken und die bei der Einfahrt erhaltene Münze in der jeweiligen Einrichtung einlösen. Bliebe also noch das an die Seeuferstraße angrenzende Segment, das die Roosters gern beanspruchen würden.

Bernd Schutzeigel hat den Personenkreis aufgelistet, der mit den DEL-Klubs und dem Iserlohner EC zu tun hat. 18 Personen in Geschäftsführung und Geschäftsstelle (ganzjährig), 30 Mannschaftsmitglieder (Juli bis April) sowie an den Spieltagen 110 Personen für die Gastronomie und 30 ehrenamtliche Helfer. Darüber hinaus schreibt die DEL vor, welche Parkplätze an den Spieltagen an der Halle vorgehalten werden müssen: Vier für Schiedsrichter, sechs für Statistiker, 20 für die Presse, acht für Telekom-Mitarbeiter, dazu Platz für Polizeifahrzeuge, drei bis sechs Fanbusse und den Übertragungswagen der Telekom. „Wenn ich die Lizenzunterlagen einreiche, werde ich auch belegen müssen, dass wir in Iserlohn diese Anforderungen erfüllen können“, gibt Schutzeigel zu bedenken.

Im Rathaus wird betont, dass man die Roosters-Probleme sehr wohl auf dem Schirm habe. „Wir werden eine Lösung finden“, versichert Stefan Thiemann, Bereichsleiter Infrastruktur bei der Stadt Iserlohn. Er geht davon aus, dass in dem noch nicht verplanten Bereich des Parkplatzes ein Teil für zeitlich begrenztes Parken (drei Stunden sind angedacht) und ein Teil für die Roosters hergerichtet wird. „Langzeitparker sollen hier künftig keinen Platz mehr finden.“

Noch kein Platz für den Fernseh-Übertragungswagen

Eine Lösung muss noch für den Lkw gefunden werden, mit dem die Telekom zwecks Fernsehübertragung anrückt. Der stand bisher auf dem Parkstreifen vor der Halle, den es künftig nicht mehr gibt. „Eine Lösung wäre es, den Baum auf dem Vorplatz der Halle zu beseitigen, um einen Stellplatz zu schaffen. Schließlich sollen die Kabel ja nicht über eine lange Strecken verlegt werden“, erläutert Stefan Thiemann. Bliebe noch das Thema Fanbusse. Die wurden bislang im oberen Bereich der Fläche abgestellt, dort sollen jedoch Plätze für Schwimmbadmitarbeiter reserviert werden. Bernd Schutzeigel hält nichts davon, diese Busse in Richtung Schotterparkplatz zu delegieren. „Das gibt automatisch ein Sicherheitsproblem, wenn die gegnerischen Fans erst dorthin laufen müssen.“ Er schlägt stattdessen vor, den für die Schulbusse vorgesehenen Halteplatz vor der Halle zu nutzen.

Aktuell geht es darum, genau diese Fläche zu gestalten, aber wie es mit dem Rest des Parkplatzes weitergeht, steht noch in den Sternen. Stefan Thiemann: „Es ist ja noch nicht entschieden, ob es ein Parkhaus geben soll oder nicht. Und erst wenn das klar ist, kann man die gesamte Fläche in Angriff nehmen.“ Denn dass Schlaglöcher zu beseitigen sind und auch die Breite der Einstellplätze für moderne Pkw nicht mehr ausreicht, ist im Rathaus erkannt worden. Es soll also in jedem Fall noch weitergearbeitet werden, wenn die Busspur fertig ist.

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