Eishockey

Roosters sind nach zehnter Niederlage in Folge Schlusslicht

Den Iserlohn Roosters (hier gegen Augsburg) fehlt weiterhin das Glück.

Den Iserlohn Roosters (hier gegen Augsburg) fehlt weiterhin das Glück.

Foto: Michael May

Ingolstadt.   Die Iserlohn Roosters kämpften sich in Ingolstadt nach einem 0:3-Rückstand heran, verloren aber erneut mit nur einem Tor Differenz.

Auch bei den Ingolstädter Panthern gab es für die Roosters nichts zu holen. Mit der zehnten Niederlage in Folge übernahmen die Sauerländer die Rote Laterne in der DEL und stellten zugleich den Negativrekord aus der Saison 2012/13 ein. Zuletzt standen die Roosters vor gut zwei Jahren, am 27. Januar 2017, am Tabellenende.


ERC Ingolstadt – Iserlohn Roosters 3:2 (2:0, 1:0, 0:2). „Wir gehen leer aus. Das ist einfach enttäuschend. Ich stehe hier Woche für Woche, muss Antworten finden und weiß nicht, was ich sagen soll. Wenn man hier gewinnen will, muss man mehr investieren. Manchmal gelingt uns das ganz gut, oftmals sind wir desolat“, schob Marko Friedrich bei „Magenta Sport“ reichlich Frust.

Berechtigt. Denn der zugestanden hohe Aufwand, den die Roosters an der Donau betrieben, wurde nicht belohnt. Aber sie nutzten eben auch ihre Chancen nicht, und das Powerplay gestaltete sich wie in den letzten Wochen gewohnt schwach.

Nachwuchstorhüter Brunnert ist zweiter Mann hinter Dahm

Da passte es ins Bild, dass man aufgrund einer Busreparatur am Samstag verspätet auf die Reise ging. Und auch auf der Torwartposition gab es Überraschendes. Sebastian Dahm durfte nach sechs Partien wieder zwischen die Pfosten, als Back-Up hatte Jamie Bartman Nachwuchsgoalie Lennard Brunnert mitgenommen, Niko Hovinen saß als überzähliger Kontingentspieler auf der Tribüne. Warum Mathias Lange nicht dabei war, wollte Bartman nicht kommentieren.

Trotz der Unwägbarkeiten erwischte Iserlohn einen guten Start. In den ersten fünf Minuten dominierten die Waldstädter und kamen zu guten Chancen – ohne diese zu nutzen. Lean Bergmann besaß gleich zwei „Hundertprozentige“ (3.), Friedrich scheiterte am starken Pielmeier (6.). Erst danach kam Ingolstadt in die Partie. Aber die kalte Dusche für das Auslassen der Einschussmöglichkeiten folgte prompt. In Überzahl (Friedrich saß) brachte Greilinger die Scheibe vor das Tor, Dylan Yeo fälschte mit dem Schlittschuh ins eigene Netz ab – 1:0. Typisch für die derzeitige Situation der Roosters.

Kurz darauf bot sich den Gästen im Powerplay die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch wie so oft fanden sie nicht in die Aufstellung. Einzig Tony Camara hatte nach Bullygewinn das 1:1 auf dem Schläger. Danach führte wieder einmal ein Fehler zum nächsten Gegentreffer. Dieter Orendorz verlor an der offensiven blauen Linie die Scheibe an Elsner, Cannone schloss den Konter per Rückhand zum 2:0 ab.

Druckvoll kamen die Roosters zum Mittelabschnitt aus der Kabine und erarbeiteten sich erneut dicke Chancen. Gleich zweimal scheiterte Alexej Dmitriev an Pielmeier (21.). Camara hatte Pech, als er in Überzahl nur den Pfosten traf und direkt nach Bergmanns Scheitern ebenfalls an Pielmeier hängen blieb (24.). Keine Frage, den Ausgleich hätte sich der IEC verdient gehabt. Aber es folgte der nächste Rückschlag. Als die Roosters einmal mehr defensiv nicht konsequent agierten, zirkelte Kohl die Scheibe über Dahms Fanghand in den rechten Winkel. Ein Wirkungstreffer.

Turbulente Schlussphase nach dem Anschlusstreffer

In der zweiten Pause hatte das Bartman-Team zwar diesen Schock verdaut, musste aber mit Keaton Ellerby (Oberschenkelverletzung) auf einen Verteidiger verzichten. Zudem kassierte Louie Caporusso eine dumme Strafe, es schien kein guter Start in den Schlussabschnitt zu werden. Doch auch Ingolstadt patzte durch Cannone an der eigenen blauen Linie, Matsumoto startete durch und sorgte mit diesem Unterzahltreffer wieder für Hoffnung. Danach mühte man sich um den Anschlusstreffer, aber Ingolstadt kon­trollierte die Partie. Doch als den Gästen einmal ein schnelles Spiel gelang, belohnten sie sich mit dem 2:3. Caporusso hielt nach Fischers-Schuss die Kelle hin. Bartman setzte zwei Minuten vor Schluss alles auf eine Karte. Aber zum Ausgleich reichte es trotz packender Szenen vor dem Panthers-Gehäuse und guter Chancen nicht mehr.

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