Eishockey

Roosters-Stürmer Rupprich überzeugte beim Saisonfinale

Foto: imago sportfotodienst

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Iserlohn. Am letzten Roosters-Wochenende konnte er andeuten, was in ihm steckt und warum er als Kapitän in allen deutschen Nachwuchsnationalteams erfolgreich gespielt hat. Mit seinem zweiten Saisontreffer zum 6:3 gegen Mannheim krönte Stürmer Steven Rupprich seine gute Leistung.

Auch 48 Stunden zuvor beim Erfolg in Köln überzeugte er. Der Durchbruch? „Es hat wirklich gut geklappt, zum ersten Mal”, blickt der Berliner zufrieden auf den Saisonschlussakkord zurück. Aber es hat lange gedauert. „Das wundert mich auch. Ich hatte gehofft, schon früher eine Chance zu bekommen”, so der Stürmer, der aber die Erklärung mitliefert. „Wir haben viele gute Spieler. Die stehen vor mir, da muss ich hart um meine Chance arbeiten. Doch das hat mich immer wieder motiviert. Und schließlich bin ich ja mit zwanzig Jahren der Jüngste im Team.” Das haben wohl viele übersehen, die dem Center, der seine zweite Serie in Iserlohn bestritt, keinerlei Fortschritte attestiert hatten. „Jetzt haben viele gesehen, dass es geht.”

Bei den Eisbären hat Rupprich als Sechsjähriger mit dem Eishockeysport begonnen und dort alle Nachwuchsteams durchschritten, u. a. gewann er mit den Schülern die Deutsche Meisterschaft. Dann schaffte er auch den Sprung in die Nationalteams, von der U16 bis zur U20. Und stets war er Kapitän. Mit der U18 konnte er u. a. den Abstieg aus der A-Gruppe verhindern, das Highlight war die U20-WM, weil es dort auch gegen künftige NHL-Profis ging. „In der Nationalmannschaft hat es immer besser geklappt als im Heimatverein”, blickt Rupprich zurück, der später bei den Eisbären-Juniors in der Oberliga seine ersten Schritte im Seniorenlager vollzog. Für die „großen” Eisbären spielte er nur im Pokal.

Rupprich schlug eine andere Offerte aus

Bei einem internationalen Turnier wurde IEC-Manager Karsten Mende auf den jungen Stürmer aufmerksam. Er schlug eine andere Offerte aus und wechselte an den Seilersee, sein langjähriger Klubkollege Torhüter Sebastian Stefaniszin hatte ihm den Wechsel schmackhaft gemacht. „Ich wollte in der DEL Fuß fassen und mich weiter entwickeln.”

Im Sauerland fühlt er sich an der Seite seiner ebenfalls aus Berlin kommenden Freundin wohl, der Wechsel von der Metropole ins beschauliche Iserlohn stellte kein Problem dar. Und so bleibt er auch im Sommer überwiegend in der Waldstadt. Viel Freude bereitet ihm der Besuch einer Hundeschule mit seinem Beagle. Gemeinsam mit den Hundefreunden Christian Hommel und Quinn Hancock bildet er ein munteres Sextett.

Nachdem Rupprich primär als Vierte-Reihe-Spieler nur zu Kurzeinsätzen kam, will er alles dafür unternehmen, in der neuen Serie häufiger auf dem Eis zu stehen. „Natürlich denkt man daran, möglichst keine Fehler zu machen. Das kann man nicht ausblenden”, beschreibt er seine Gefühlslage in seiner bisherigen Rolle. Daher fand er es angenehm, dass zuletzt mit Jimmy Roy ein erfahrener Spieler an seiner Seite agierte. Überhaupt holt er sich immer wieder Tipps von Michael Wolf und Co.

„Ich denke, dass ich ein Spiel gut lesen kann und ein guter Schlittschuhläufer bin”, beschreibt sich Rupprich. Zudem verkörpere er eine Mischung aus Spielmacher und Schütze. Außerdem ist er ein starker Bullyspieler.

In der neuen Serie möchte er es zum Stammspieler schaffen. „Ich weiß, was ich kann und werde hart trainieren.” Rupprich möchte sich in der DEL etablieren und den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen. Denn das A-Team fehlt schließlich noch in seiner Sammlung.

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