Eishockey

Roosters-Trainer O’Leary hadert nur mit dem Ergebnis

Lesedauer: 2 Minuten
Für die Roosters (hier gegen Berlin) war in Wolfsburg mehr als ein Punkt drin.

Für die Roosters (hier gegen Berlin) war in Wolfsburg mehr als ein Punkt drin.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Ausgerechnet bei der Mannschaft der Stunde war für die Iserlohner mehr als lediglich der eine Punkt drin.

Direkt im Anschluss an das mit 1:2 nach Penaltyschießen verlorene Spiel bei den Grizzlys Wolfsburg sagte Jason O’Leary, Trainer der Iserlohn Roosters, dass er stolz auf sein Team sei. Die hatte die Mannschaft der Stunde, in deren Bilanz nun sechs Siege in Folge stehen, immer wieder am Rande einer Niederlage. Die ereilte letztendlich sein eigenes Team.

„Enttäuscht bin ich nur über das Ergebnis, ansonsten haben wir ein wirklich gutes Spiel gezeigt“, unterstrich O’Leary am Tag darauf. Er erinnerte an die beiden Pfostenschüsse und an die Riesenchance von Joel Lowry, bei der auch das Torgehäuse für die Gastgeber rettete. „Durch diese Gelegenheit hätten wir in Führung gegen müssen. Überhaupt haben wir uns viele Chancen erarbeitet, auch bei Fünf gegen Fünf.“ Dass es O’Learys erstes Spiel nach der Ankündigung seines Abschieds war, wollte er nicht näher bewerten. „So ist doch das Business.“

Coach bescheinigt Reinhart ein gelungenes Debüt

Dass in Wolfsburg trotz der Niederlage vieles in die richtige Richtung lief, lag auch am erstmal eingesetzten Neuzugang Griffin Reinhart, der von seinem Trainer attestiert bekam, seine Aufgabe sehr gut erledigt zu haben. Der 27-Jährige war tatsächlich auf Anhieb Teil einer starken Verteidigung, die ihrem Torwart bis zur Mitte des ersten Drittels einen ruhigen Abend bescherte und bis auf wenige Ausnahmen auch in Unterzahlsituationen alles im Griff hatte – und das, obwohl erneut Umstellungen vorgenommen wurden.

Diesmal kam die Mannschaft damit zurecht. Was die Veränderung der Reihen betraf, kann O’Leary die Kritik nur bedingt nachvollziehen: „Teilweise musste ich doch umstellen, etwa, als Alex Grenier nicht spielen konnte, oder während Brody Sutters Sperre.“ Auch eigene Erkenntnisse trugen dazu bei. „Taro Jentzsch ist viel besser und gefährlicher, wenn er zentral spielt.“

In der Tabelle ging es zuletzt trotzdem bergab. Bereits die Niederlage gegen die Eisbären Berlin kostete die Roosters erstmals den Play-off-Platz, weil sich der Punktequotient verschlechterte. Dramatisch ist das alles noch nicht, weil nach den acht Spielen in der Nordgruppe noch die 14 Duelle mit den Südteams anstehen. Doch dazu gibt es weiterhin wenig Konkretes. Auf Nachfrage wurde lediglich mitgeteilt, dass sich das bis „Mitte der kommenden Woche“ ändern könnte.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben