Eishockey

Schließt Oscar Eklund Lücke in der Abwehr?

Foto: Ralf Rottmann

Iserlohn.  Dahm, Costello und Kahle fallen länger aus.

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Eine konkrete Antwort ist von ihm – natürlich – nicht zu erwarten. Lediglich ein „eventuell“ ist Roosters-Manager Karsten Mende zu entlocken, wenn er auf einen potenziellen Neuzugang angesprochen wird. In diesem Fall auf Oscar Eklund. Kommt der schwedische Verteidiger also an den Seilersee?

Nach Informationen dieser Zeitung soll er einen medizinischen Check absolviert haben, gut möglich also, dass er nach dem trainingsfreien Tag schon heute in seinem neuen Umfeld auf das Eis geht und am Freitag gegen Berlin erstmals zum Zuge kommt. Konkreter beantwortet der Manager die Frage nach einem weiteren Kandidaten, über den spekuliert wird: Der US-amerikanische Abwehrspieler Mike Weber (zuletzt Iowa/AHL) ist kein Thema.

263 Spiele in schwedischer Topliga SHL absolviert

Eklund sehr wohl. Der ist im August 29 Jahre alt geworden und spielte in den beiden letzten Serien in Kouvola in Finnlands Topliga. Davor war er für Brynäs IF in Schwedens Eliteklasse aktiv. Weitere Stationen waren u. a. Djurgården Stockholm, Nyköpings HK in Schweden und Kärpät in Finnland. 199 Spiele absolvierte er in der finnischen, 263 in der schwedischen Topliga, neunmal spielte er für das Nationalteam.

Allerdings dürfte Eklund nicht der einzige Neuzugang werden. Denn die Verletzungsprobleme zwingen den Klub zu weiteren Transfers. Etwa auf der Torhüterposition. Denn Sebastian Dahm fällt mindestens vier Wochen, vermutlich aber länger, aus. „Er hat bereits Spritzen bekommen“, berichtet Mende und entwarnt: „Er hat sich keinen Kreuzbandriss zugezogen.“ Allerdings geht er nicht davon aus, dass Marc Fleischer oder Jonas Neffin die Lücke bis zu Dahms Comeback schließen werden.

„Die Trainer sind natürlich jetzt gefordert“

Auch im Sturm droht ein Engpass. Denn Chad Costello wird am Montag am Knie (Meniskus) operiert und wohl ebenfalls vier Wochen ausfallen. Eine noch längere Zwangspause, möglicherweise sogar das Karriereende, droht Marcel Kahle. Der Stürmer hat sich erneut die Schulter ausgekugelt. „Christopher Fischer will es an diesem Wochenende aber versuchen“, ist von Mende zumindest ein vorsichtiges positives Signal zu vernehmen. Boris Blank plagt zudem eine Handblessur.

Dass diese Verletzungsmisere in eine Phase sportlicher Misserfolge fällt, verschlechtert die Lage. Natürlich weiß Mende, dass das Trainerteam unter Druck steht. „Die Trainer sind jetzt gefordert, denn wir brauchen Punkte“, sagt er unmissverständlich, weiß aber, dass auch er in der Kritik steht. Positiv stimmt ihn jedoch, „dass es in der Mannschaft stimmt.“ Und das sei ein ganz gravierender Unterschied im Vergleich zur letzten desaströsen Saison.

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