Basketball

Schwache Trefferquote raubt Kangaroos alle Chancen

Chris Frazier gehörte neben Elijah Allen zum besten Iserlohner Schützen in Bernau. Beide erzielten 15 Punkte.

Chris Frazier gehörte neben Elijah Allen zum besten Iserlohner Schützen in Bernau. Beide erzielten 15 Punkte.

Foto: Michael May

Bernau.  Beim 66:83 in Bernau ist bis zum letzten Viertel die Überraschung möglich, doch dann patzt auch die Defensive zu häufig.

Die Außenseiterrolle hatten die Kangaroos vor ihrer zweiten Auswärtsfahrt gern akzeptiert, und sie hätten durchaus für eine Überraschung sorgen können. Aber dazu war ihre Trefferquote einfach zu schlecht. „Normalerweise treffen wir über 50 Prozent unserer Zwei-Punkte-Würfe, aber davon waren wir weit entfernt“, nannte Trainer Milos Stankovic den aus seiner Sicht wesentlichen Grund für die erst am Ende deutliche Niederlage.


2. Basketball-Bundesliga Pro B: SSV Lok Bernau - Iserlohn Kangaroos 83:66 (23:17/41:35/53:48). Nach einem gegenseitigen Abtasten und dementsprechend ausgeglichenem Beginn setzten sich die Gastgeber erstmals ab (16:7, 7.), was eine Auszeit bei den Kangaroos zur Folge hatte. Danach kamen sie besser zurecht und fanden wiederholt Lücken in der gegnerischen Verteidigung. So waren sie bis zum Ende des ersten Abschnitts wieder dran und drehten im zweiten den Spieß sogar um (29:32, 16.). Bernau konterte dank seiner Topwerfer Nikic und Hornscheidt, aber zur Halbzeit war bei sechs Punkten Distanz alles offen.

Dass es die Iserlohner danach nicht mehr schafften, das Lok-Team in größere Turbulenzen zu stürzen, war den vielen vergebenen Möglichkeiten zuzuschreiben. „Unter dem Korb ist einfach zu viel daneben gegangen, und weshalb das so passiert ist, kann ich auch nicht erklären“, meinte der Trainer. Hinzu kamen die Reboundprobleme, so dass man Bernaus Schwächephasen, die es durchaus gab, nicht nutzen konnte. Stankovic erwähnte zwar die nicht optimale Vorbereitung („wenn man acht Stunden im Bus sitzt und dann spielen muss, ist das nicht gerade günstig“), aber er wollte damit die Unzulänglichkeiten nicht entschuldigen. „Das Problem haben andere Mannschaften schließlich auch.“

Im letzten Viertel kommen auch Defensivschwächen hinzu

Beim Start in den Schlussabschnitt waren die Kangaroos schließlich noch in Schlagdistanz, doch jetzt leisteten sie sich Schwächen in der Defensive. Weil Bernau im Gegenzug gut verteidigte und viele Bälle gewann, war der weitere Verlauf schnell vorgezeichnet. Über 59:48 (32.) setzten sich die Hausherren bis auf 67:50 (35.) ab, und damit war alles gelaufen. „Zum Glück erarbeiten wir uns ja viele gute Wurfpositionen, und wir werden auch wieder besser treffen“, meinte Stankovic. Eine Voraussetzung ist nach seiner Überzeugung ein effektives Training. In der letzten Woche mussten Frazier und Ruben Dahmen vorübergehend passen. „Wenn wir wieder alle dabei haben, steigt das Niveau, und wir spielen auch besser.“

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