Eishockey

Schwebezustand beim Nachwuchs

Nils Elten (Mitte) lag mit der U17 auf Kurs, was die Zugehörigkeit des Teams zur DNL I angeht.

Nils Elten (Mitte) lag mit der U17 auf Kurs, was die Zugehörigkeit des Teams zur DNL I angeht.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Anders als die Profis sind die Young Roosters aus der laufenden Saison gerissen worden.

Knapp zwei Wochen sind vergangen, seit die DEL die Play-offs abgesagt hat. Einen Tag später, am 11. März, zog der Deutsche Eishockeybund nach und verkündete das vorzeitige Ende aller Ligen des DEB-Spielbetriebs.

Damit war auch für die Young Roosters die Saison auf einen Schlag vorbei. Die U20 hatte noch Glück – die DNL II befand sich bereits in der Sommerpause, die Liga konnte noch so gerade eben regulär enden. Die U17 spielte eine gute Rolle in der Qualifikationsrunde zur DNL Division I Nord, musste aber auf die noch ausstehenden Heimspiele gegen die DEG und Wolfsburg verzichten, und die U15 hätte in der Meisterrunde, die sich an die Regionalliga A Nord anschloss, noch zwei Auswärtsspiele beim ESC Dresden gehabt. Das Hotel war längst gebucht.

Auf dem Eis sollte bis Ende März trainiert werden

„Leider war man dort bei der Stornierung nicht besonders kulant, mehr als 60 Prozent des Preises mussten wir trotzdem bezahlen“, bedauert Bob Paton, Vorsitzender der Young Roosters. Er und sein Team hatten für die Corona-Krise bereits einen Plan geschmiedet, der letztendlich doch durchkreuzt wurde: „Wir hatten uns vorgenommen, dass die Jungs bis Ende März noch bei uns trainieren, und dass sie gut aufgehoben und versorgt sind. Damit wollten wir auch den Eltern helfen.“ Der Ausgang ist bekannt: Die Eissporthalle wurde auf behördliche Anordnung geschlossen und das Eis abgetaut. Paton: „Wir arbeiten jetzt die Saison auf, indem wir analysieren, wie weit wir in welchen Bereichen gekommen sind.“

Auch die wirtschaftliche Situation wird beleuchtet. Ins Detail konnte Paton zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht gehen, aber zwei Punkte sind schon klar: „Weil die Roosters nicht so gut abgeschnitten haben, hatten wir weniger Einnahmen, durch den Saisonabbruch aber auch weniger Ausgaben.“ Die Pause für die beiden ältesten Jahrgänge ist dennoch kurz, beträgt sie doch nur eine Woche. Die jüngeren Spieler haben bis Ende April Pause, dann beginnt das Sommertraining – normalerweise. „Alles steht in den Sternen. Wir hoffen, dass die aktuelle Situation nicht allzu lange andauert und dass alle gesund bleiben“, beschreibt Paton. „Wir vom Vorstand werden uns noch mit den Trainer zusammensetzen und uns einen Überblick darüber verschaffen, welcher Spieler aus Altersgründen in welches Team aufrückt.“ Für Dienstag, 9. Juni, ist die Jahreshauptversammlung der Young Roosters angesetzt. Die Hoffnung ist groß, dass bis dahin keine Einschränkungen mehr für die Zusammenkunft mehrerer Menschen gelten.

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