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Scuderis Engagement beim FCI ist beendet

Dario Scuderi hat sein Engagement beim Westfalenligisten FC Iserlohn schon wieder beendet.

Dario Scuderi hat sein Engagement beim Westfalenligisten FC Iserlohn schon wieder beendet.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Fußball-Rückblende: Ex-BVB-Spieler hat zu wenig Zeit zum Training. Stimmungshoch auf der Dröscheder Emst.

Die Wochenendbilanz der höherklassig aktiven heimischen Fußballer hebt sich nicht nennenswert von der der Vorwochen ab. Erfolgsgeschichten werden weitergeschrieben, sieglose Serien allerdings auch fortgesetzt.

Dass gilt für den FC Iserlohn in der Westfalenliga, der mit 0:3 bei der SG Finnentrop/Bamenohl unterlag. Klubchef Jens Breer wirkt trotz des aktuellen Abstiegsplatzes und nur zwei Punkten auf dem Konto noch ziemlich entspannt. An schlechte Startphasen hat man sich am Hemberg mittlerweile gewöhnt, und der Glaube an die neue Mannschaft gerät nach vier Spielen nicht ins Wanken. „Wir haben die nötige Geduld, und wenn der Angriff durchschlagskräftiger wird, holen wir auch die Punkte.“ Auch Trainer Mario Plechaty strahlt Ruhe aus.

„Wenn wir schlecht spielen würden, sähe die Sache wahrscheinlich anders aus. Auf die Tabelle hat Plechaty in den vergangenen Tagen übrigens nicht geschaut. „Dazu ist es noch viel zu früh, außerdem haben wir ein Spiel weniger bestritten als die meisten anderen Mannschaften. Dass die Tabelle beschissen aussieht, weiß ich aber auch so.“ Das kommende Heimspiel gegen Aufsteiger FSV Gerlingen ist jedoch richtungweisend. Ein anderes Ziel, als den ersten Saisonsieg zu landen, kann es am Sonntag wohl nicht geben.

Ein Spieler wird ganz sicher nicht dabei sein: Dario Scuderi. Bei ihm stehen die Zeichen auf Trennung. Der 21-Jährige hat bei Borussia Dortmund die Ausbildung zum Jugendtrainer übernommen. Unter anderem deswegen fehlte er zuletzt auch immer häufiger beim FCI-Training. „Wir haben uns über die Problematik unterhalten und in beiderseitigem Einvernehmen einen guten Konsens gefunden. Er wird erst einmal nicht mehr für uns spielen.“, sagt Iserlohns Sportlicher Leiter Uli Sauerborn.

Danach geht es im übrigen zum Nachbarn SV Hohenlimburg, der 0:0 gegen Sinsen spielte und sich im Vorderfeld festsetzt. Bereits am Mittwoch sind die Zehner im Westfalenpokal gefordert. Um 20 Uhr treten sie beim Landesligisten BSV Menden an. Der beendete am Sonntag seine Durststrecke und gewann mit 2:1 gegen Erlinghausen. Trainer Kevin Hines lobte die geschlossene Mannschaftsleistung nach dem verdienten ersten Sieg. Allein eine weiße Weste hat in der Landesliga Aufsteiger Hagen 11, der in Hünsborn trotz Unterzahl einen 0:1-Rückstand in der letzten Viertelstunde in einen 2:1-Sieg umwandelte. Erster Verfolger der Schützlinge von Stefan Mross ist Borussia Dröschede.

Für Bezirksliga-Duo ASSV und Sinopspor ist die Lage ernst

Und rund um die Emst herrscht gerade großer Optimismus. Die Formkurve der Mannschaft zeigt weiter nach oben, und personell gibt es keine Probleme. Der am Sonntag in Obersprockhövel verletzt ausgeschiedene Abdelaziz Slimi dürfte nicht länger fehlen, allerdings hat sich Samet Ünlü für drei Wochen in den Urlaub verabschiedet. Daraus zurückgekehrt ist jedoch Pascal Urumis. „Wir haben jetzt 15, 16 richtig gute Landesligaspieler beisammen, es sieht wirklich gut aus“, sagt Trainer Dragan Petkovic.

In der Bezirksliga 6 richten der SSV Kalthof und der SC Hennen nach ihren überzeugenden Heimsiegen den Blick nach oben, während es ganz danach aussieht, dass der ASSV Letmathe und Sinopspor Iserlohn gegen den Abstieg spielen werden. Beim punktlosen Schlusslicht ist es in Zeiten der Personalknappheit folgenschwer, dass man drei der fünf Spiele nicht vollzählig beendete und bereits drei Rotsünder in der Kartei stehen.

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