Fußball

Sehr gute Stimmungslage bei Sinopspor

Fuat Cakar, Aydemir Bozkurt und Onur Sentürk (von links) bildeten an beiden Tagen das Kampfgericht bei der Stadtmeisterschaft und hatten alles im Griff.

Fuat Cakar, Aydemir Bozkurt und Onur Sentürk (von links) bildeten an beiden Tagen das Kampfgericht bei der Stadtmeisterschaft und hatten alles im Griff.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Lob, aber auch Kritik nach der 38. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Borussia Dröschede holt sich siebten Titel.

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Volles Haus, gute Stimmung: So lässt sich die 38. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft trefflich beschreiben. Vor allem am Finaltag war die bis auf den letzten Platz gefüllte Tribüne in der Matthias-Grothe-Halle voll da und unterstützte vor allem die Außenseiter. Mit zumeist torreichen Partien boten die beteiligten Mannschaften dann auch genügend Anlass zum Jubel.

Als Veranstalter des „Budenzaubers“ fungierte mit Sinopspor Iserlohn ein noch junger Verein, der erstmals ein Turnier dieser Kragenweite ausrichtete, aber schon beim Integrationsturnier Erfahrungen auf diesem Sektor gesammelt hatte. Und der Vorletzte der Bezirksliga machte die Sache recht ordentlich. Der Unerfahrenheit war sicherlich der viel zu eng gesteckte Zeitplan geschuldet, der durch die zwei zusätzlichen, 20-minütige Pausen an den beiden Tagen noch weiter aus dem Gleichgewicht geriet. Auch auf das übliche Programmheft wurde verzichtet, so dass sich die Teams schon selbst darüber informieren mussten, wann es sportlich weiterging. So gesehen war es eine „Stadtmeisterschaft light“.

Das Organisationsteam um Sinopspor-Geschäftsführer Ferit Cakar bekam dennoch viel Lob. Unaufgeregt und sachlich wurde das Programm abgewickelt, obwohl es sportlich sicher so manchen Aufreger gab. Verständnis zeigten die meisten Teilnehmer für die Verzahnung aller vier Gruppen in der Vorrunde. Dadurch war auch hier die Halle voll, wenngleich Dreiergruppen mit nur zwei Spielen für einige Teams alles andere als die optimale Lösung sind. Zudem wären auch die Iserlohner Turnerschaft und die SF Oestrich froh gewesen, in der Vorrunde mit dem FC Iserlohn und Borussia Dröschede nicht gleich beide Turnierfavoriten vor der Nase gehabt zu haben.

Am Tag nach dem Turnier war die Stimmungslage bei Ferit Cakar aber sehr gut. „Das hat Kraft gekostet, aber es ist ein schönes Gefühl. Wir waren mit dem Herzen dabei, das ist bei dieser Meisterschaft ganz wichtig. Und wenn man dann noch den zweiten Platz holt, ist das optimal“, so Cakar, der durchblicken ließ, dass sich der Aufwand auch finanziell für seinen Verein gelohnt hat. Da ist es logisch, dass sich der Funktionär ebenso wie der Sinopspor-Vorsitzende Sezgin Albayrak einen Schub für seinen Klub in der Restrunde auf dem Feld erhofft. Ferit Cakar abschließend: „Ich kann nur jedem Verein empfehlen, sich für dieses Turnier zu bewerben.“

Es gab allerdings auch Kritik von einigen Vereinen. Die reichte von den langen Wartezeiten zwischen den Spielen bis hin zur Gruppeneinteilung. Ernst Greve, Geschäftsführer des FC Iserlohn brachte es auf den Punkt: „Mit zwei Fünfergruppen und einer Vierergruppe haben die teilnehmenden Mannschaften deutlich mehr von diesem Turnier.“

Ausrichter für die 39. Auflage wird noch gesucht

Um den noch zu ermittelnden Ausrichter der 39. Auflage warb in seiner Schlussansprache Ralf Horstmann, Geschäftsführer des Stadtsportverbandes. Das Gremium wartet auf Bewerbungen. Ein Kandidat könnte die Iserlohner Turnerschaft sein, die bislang ebenfalls noch nie dieses Turnier ausgerichtet hat, das im Gegensatz zur Kreismeisterschaft immer gut funktioniert hat. Vielleicht wäre das auch ein Ausgleich für die aus ITS-Sicht extrem unglückliche Auslosung.

Zum siebten Mal durfte am Ende Borussia Dröschede den Titel in Empfang nehmen, und damit belohnte sich auch die beste Mannschaft der Veranstaltung. Trainer, Mannschaft und Fans gingen anschließend noch gemeinsam Essen und ließen den Abend fröhlich ausklingen. „Am Sonntag haben wir unseren besten Hallenfußball gespielt. Grundlage war eine taktische Umstellung. Da haben deutlich defensiver gespielt und aus der schnellen Umschaltbewegung heraus den größten Teil unserer Tore erzielt. Höhepunkt der Borussen-Vorstellung war definitiv der Finalauftritt gegen Sinopspor. Beim 8:3-Erfolg erzielte Eduard Hiller vier der acht Treffer.

Sehr zufrieden zeigte sich auch Fuat Cakar, sportlicher Leiter beim Überraschungszweiten Sinopspor. Die Hoffnung beim auf dem vorletzten Tabellenplatz liegenden Bezirksliga-Aufsteiger ist groß, dass es gelingt, den Schwung aus dem Coup in der Halle auf das Feld hinüberzuretten. Abgeschrieben hat Fuat Cakar den Neuling jedenfalls noch nicht. Für den Verein war der zweite Platz ein weiterer Meilenstein in der Klubgeschichte.

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