Fußball

Souveräner Titelträger FC Iserlohn

Ohne Tore blieb das Finale zwischen dem FCI und dem SV Oesbern nach zehn Minuten. Das Neunmeterschießen musste entscheiden.

Ohne Tore blieb das Finale zwischen dem FCI und dem SV Oesbern nach zehn Minuten. Das Neunmeterschießen musste entscheiden.

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Hallenfußball-Kreismeisterschaft der Frauen: Drei Tage voller Tore und vor guter Kulisse.

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Viele Tore sorgten bei der Hallenkreismeisterschaft der Fußball-Frauen für das nötige Salz in der Suppe einer echten Marathon-Veranstaltung, bei der sich der VfK Iserlohn über drei Tage als hervorragender Gastgeber erwies. Dass dieses Turnier, das traditionell von den drei Kreisen Iserlohn, Arnsberg und Lüdenscheid gemeinsam ausgerichtet wird, hoch im Kurs steht, belegt eine an allen Tagen gut gefüllte Tribüne in der Hemberghalle.

19 Mannschaften spielten zunächst in vier Gruppen die zwölf Teilnehmer an der Hauptrunde aus, wo es in zwei Sechsergruppen weiterging. Der Kreisvorsitzende Horst Reimann äußerte am Rande der Veranstaltung allerdings Gedanken, den Verlauf bei der nächsten Auflage zu verändern. Möglicherweise soll für die Kreisligisten eine Qualifikation vorgeschaltet werden, da die Resultate in der Vorrunde teils zu deutlich und die Spiele zu eindeutig waren. Insgesamt 227 Treffer wurden in den vier Gruppen gezählt.

227 Treffer in der Vorrunde, 147 Tore in der Hauptrunde

Durch die Hinzunahme der Gruppendritten wurden die Leistungsunterschiede aber auch in der Hauptrunde immer wieder deutlich. Hier konnten sich die Zuschauer an 147 Tore erfreuen. Geradezu knauserig waren da die vier Endrundenteilnehmer. Sie boten den Zuschauern ganze drei Treffer aus dem Spiel heraus. Zwei der drei Partien endeten 0:0 und mussten nach Neunmeterschießen entschieden werden.

Nach den Vorrundenspielen setzten sich die Favoriten durch. Gruppensieger wurden der SV Oesbern, Borussia Dröschede, SF Sümmern und der FC Iserlohn. Überraschend stark trumpfte in der Gruppe 1 Kreisligist FFC Lüdenscheid auf, so etwas wie der Nachfolgeklub des in der Landesliga weit abgeschlagenen LTV Lüdenscheid. Außerdem, schafften TuS Sundern, TuS Oeventrop, TuS Wandhofen, TuS Ennepe, LTV Lüdenscheid, SSV Küntrop und Borussia Dröschede II den Sprung in die Hauptrunde. Als Vorrundenvierter schied das Team von Veranstalter VfK Iserlohn aus, ohne jedoch zu enttäuschen.

In der Hauptrundengruppe A war Bezirksligist SF Sümmern der einzige heimische Vertreter, schaffte den Sprung ins Halbfinale aber nicht, weil man nicht nur dem Überflieger SV Oesbern unterlag, sondern auch dem TuS Oeventrop. Dennoch hätte man mit einem 3:0 gegen Sundern den Sprung noch schaffen können. Am Ende trennten sich beide Teams jedoch 1:1.

Gleich drei heimische Teams mischten in der Gruppe B mit. Nach den klaren Auftaktsiegen gegen Wandhofen (6:0) und Ennepe (9:0) strauchelte Borussia Dröschede zunächst völlig überraschend 2:3 gegen FFC Lüdenscheid und verlor auch gegen den FCI 1:2, womit das vorzeitige Aus feststand. In diesem Derby kassierte der FC Iserlohn derweil das einzige Gegentor im gesamten Turnier. Absolut souverän agierte das Team gegen Dröschede II (8:0) und Wandhofen (9:0). Zudem hielt man sich beim 1:0 gegen FFC Lüdenscheid schadlos. Keine Chance hatte Dröschede II, das aber immerhin gegen Ennepe (2:0) und Wandhofen (2:0) gewann und damit direkt hinter der Erstvertretung des Vereins Vierter in der Gruppe wurde.

FCI auch im Halbfinale klar überlegen

Somit standen die Halbfinals fest. Dort entledigte sich der FC Iserlohn ganz souverän der Aufgabe gegen den TuS Sundern. Beim 3:0 blieb der Gegner ohne Chance. Knapper ging es da schon zwischen Oesbern und dem FFC Lüdenscheid zu. Hier musste nach einem 0:0 das Neunmeterschießen entscheiden, und das gewann das Team aus Menden mit 2:1.

Im Finale, das vor erstaunlich guter Kulisse stattfand, hatte der SV Oesbern gegen den FC Iserlohn leichte Vorteile, die bessere Chance besaß aber der FCI, der durch Lea Urban nur die Querlatte traf. Also musste auch hier das Neunmeterschießen zur Entscheidungsfindung her. Den zweiten Versuch des SVO parierte Iserlohns Torfrau Mia Kestermann, und als anschließend Damla Sebetci verwandelte, kannte der Jubel beim Landesligateam und dessen Trainer Simon Naujoks keine Grenzen. Dass dieser Erfolg auf das gesamte Turnier gesehen verdient war, daran gab es keine Zweifel. Geehrt wurde das Team unter anderem von der Sportausschussvorsitzenden Sylvia Patscher.

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