Schach

SV Hemer hat den Aufstieg sicher

Die U20 des SV Hemer hat den Aufstieg in die Jugendbundesliga geschafft.

Die U20 des SV Hemer hat den Aufstieg in die Jugendbundesliga geschafft.

Foto: Foto: Privat

Hemer.  Schach: Starkes U20-Team sichert sich mit Sieg im Topspiel einen Platz in der Bundesliga.

Einen weiteren Erfolg vermeldet der Schachverein Hemer. Nur eine Woche nach Platz drei für Linda Becker (U14w) und Platz fünf für Valerija Naumenko (U18w) bei den nationalen Einzeltitelkämpfen schaffte die U20-Mannschaft des Schachvereins erstmals den Aufstieg in die Jugendbundesliga.

Ursprünglich sollte das Spiel in Gelsenkirchen gegen Horst-Emscher im Frühjahr stattfinden. Der erste Lockdown sorgte für eine Verschiebung auf den 4. Oktober. Allerdings musste Hemer eine Verlegung beantragen, weil Spitzenspieler Moritz Runte für die NRW-Auswahl nominiert war, mit der er Deutscher Meister der Landesverbände wurde. Glücklicherweise konnte das Spiel jetzt noch vor Beginn des nächsten Lockdowns noch ausgetragen werden.

Mit einem Sieg nicht mehrvon Platz eins zu verdrängen

Ein Sieg beim Verfolger bedeutete für Hemer definitiv Platz eins. In den vergangenen Jahren gab es jeweils Niederlagen in Gelsenkirchen. Mannschaftsführer Andreas Jagodzinsky entschied sich, Valerija Naumenko pausieren zu lassen. Ersatzspieler Felix Trinh hatte bislang alle Partien gewonnen. Und nach einigen Schwierigkeiten zu Beginn brachte er Hemer in Führung, die von Alexander Poggemann wenig später ausgebaut wurde.

An den anderen vier Brettern sah es ebenfalls gut aus für Hemer. Und aufgrund eines weiteren Unentschiedens von Horst-Emscher im bisherigen Saisonverlauf wäre auch ein Remis für den SV Hemer gut gewesen. Nach etwa drei Stunden drohten allerdings die Partien von Fabian Trinh und Artur Mai zu kippen. Doch ein Blick zum Spitzenbrett sorgte für Beruhigung. Dort spielten mit Moritz Runte (Hemer) und Tom Rebentisch (Horst-Emscher) die beiden besten Spieler der Liga gegeneinander. Beide hatten bislang alle Partien gewonnen.

NRW-Vorjahresmeister Hemer hatte sich gewohnt gründlich vorbereitet. Bis zum 19. Zug folgten beide Spieler einer Analyse von Vizeweltmeister Fabiano Caruana. Runte hatte für die ersten 19 Züge praktisch keine Bedenkzeit benötigt. Als sein Gegner dann etwas spielte, was Hemers Spitzenspieler nicht mehr auf dem Brett gehabt hatte, erkannte er, dass er nun in Vorteil kommen sollte. Mit präzisen Zügen setzte er den Gegner immer weiter unter Druck. In völlig hoffnungsloser Stellung gab der Gelsenkirchener Spitzenspieler auf - 3:0.

Im Bemühen um eine Wende hatte der Gegner von Fabian Trinh einen Turm und einen Läufer geopfert. Zwar rettete er mittels Dauerschach noch ein Remis, doch das reichte Hemer für den vorzeitigen Sieg. Die Gegner von Mai und Timo Leonard boten nun ebenfalls Remis an. Mai rettete damit seine Partie. Leonard, der besser stand, wollte seine Mannschaftskollegen nicht warten lassen und akzeptierte. Damit spielen nächstes Jahr sowohl die Frauen- als auch die U20-Mannschaft in der Bundesliga.

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