Energiesparen

SV Iserlohn 95 geht mit gutem Beispiel voran

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Ralf Brinkschulte, Günther Nülle, Manfred Vogel (Elektromaschinenbau Hemer), Hans-Jürgen Michels (Schatzmeister I95) und Peter Zimmermann (Vorsitzender I95, v. li.) freuen sich über die vorangetriebene Energiewende im Heidebad Iserlohn.  

Ralf Brinkschulte, Günther Nülle, Manfred Vogel (Elektromaschinenbau Hemer), Hans-Jürgen Michels (Schatzmeister I95) und Peter Zimmermann (Vorsitzender I95, v. li.) freuen sich über die vorangetriebene Energiewende im Heidebad Iserlohn.  

Foto: Privat

Iserlohn.  Die Energiespar-Kampagne des KSB wird im Heidebad vorbildlich umgesetzt. Und der SV Iserlohn 95 ist noch lange nicht am Ziel.

Der Kreissportbund Märkischer Kreis hat im Oktober dieses Jahres eine neue Kampagne gestartet, deren Titel „Wir sparen Energie“ lautet. Damit klopft sich der KSB nicht etwa selbst auf die Schulter, sondern möchte vielmehr die Mitglieder in den Sportvereinen des Märkischen Kreises für die Notwendigkeit des Energiesparens sensibilisieren. Es wird darauf hingewiesen, dass schon ganz einfache Maßnahmen große Wirkung zeigen können.

Um die Kampagne zu bewerben, besucht der KSB-Vorsitzende Günther Nülle zahlreiche Vereine aus dem Einflussbereich, zuletzt schaute er bei den Verantwortlichen des im Heidebad beheimateten Schwimmvereins I95 vorbei. In der Iserlohnerheide werden bereits seit vier Jahren Maßnahmen ergriffen, um Kosten zu senken und Ressourcen zu schonen. Durch moderne Pumpen für verschiedene Einsatzzwecke, die teils aus Eigenmitteln finanziert und teils durch die Stadt Iserlohn gefördert wurden, ist der Stromverbrauch mehr als halbiert worden.

I95 sieht das Sparpotenzial noch nicht als erschöpft an

Stand 2017 noch ein Verbrauch von 660 Kilowattstunden am Ende eines durchschnittlichen Tages zu Buche, lag der Verbrauch in der jüngsten Sommersaison auch mal bei 312 Kilowattstunden – Energie, die inzwischen durch eine Photovoltaikanlage erzeugt wird. 2021 wurde sie auf den Dächern des Heidebades installiert, in diesem Jahr habe die Produktion weit über dem Verbrauch gelegen. „Die Energiewende trägt im Heidebad demnach absolut Früchte“, freut sich der KSB. Doch die Verantwortlichen des SV I95 haben längst weitere Einsparpotenziale erkannt und wollen die nun auch noch ausschöpfen. Als nächstes ist geplant, dass eine Wärmepumpe das Beckenwasser mit dem Photovoltaik-Überschuss beheizt und dass dadurch weitere Kosten eingespart werden. Darüber hinaus sind Investitionen im Bereich der Beckenabdeckung und eine Erweiterung der PV-Anlage im Gespräch. Günther Nülle zeigte sich bei seinem Besuch vor Ort beeindruckt: „Mit Sachverstand und Weitsicht zeigt I95, dass sich Energiesparmaßnahmen nicht erst seit der Energiekrise lohnen.“

Zu seiner Kampagne hat der KSB erneut ein Banner herstellen lassen, das an die Initiative „Ich bleibe dabei“ erinnert, mit der zu schlimmsten Coronazeiten dafür geworben wurde, den Sportvereinen trotz des erzwungenermaßen komplett heruntergefahrenen Angebots die Treue zu halten. Das ließ sich damals relativ leicht umsetzen, in dem die Mitglieder einfach nicht aus ihrem Verein ausgetreten sind.

Schon kleine Maßnahmen haben große Auswirkungen

Dass Vereine Energiesparmaßnahmen ergreifen, denen die Sportstätte gar nicht gehört, in der sie zuhause sind, klingt komplizierter. Dennoch lassen sich wieder viele Politiker, Sportler und Vereinsfunktionäre mit dem Banner ablichten. Nur um gut dazustehen? Günther Nülle verneint. „Uns ist wichtig, dass wir den einzelnen Sportler sensibilisieren. Dieses Thema muss in die Mannschaften und Gruppen getragen werden.“ Es gehe nämlich nicht immer und ausschließlich um kostenintensive Investitionen, wie sie im Heidebad gestemmt wurden. „Es hilft bereits, wenn Türen geschlossen bleiben, damit die Wärme nicht nach draußen dring, dass das Licht ausgeschaltet wird, wenn niemand im Raum ist, oder dass nicht unnötig das Wasser laufen gelassen wird.“

Laut Nülle gehen beim KSB verstärkt Anfragen der Vereine an, wie Energie gespart werden kann. „Unsere Kampagne hat schon etwas losgetreten. Wir sind auch mit Bürgermeistern in Kontakt gekommen.“ Die Verwaltungschefs in den verschiedenen Rathäusern haben ganz andere Möglichkeiten, schließlich befinden sich viele Sportstätten in kommunaler Hand.

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