Segway-Polo

Team Austria holte sich den Europameister-Titel

Beim Segway-Polo gab es auch so manche Bauchlandung.

Beim Segway-Polo gab es auch so manche Bauchlandung.

Foto: IKZ

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Hemer. (wasi/oh) Mit einem österreichischen Sieg endete die erste offene Europameisterschaft im Segway Polo, die auf dem Sportgelände der Landesgartenschau in Hemer ausgetragen wurde. Im Finale besiegte das Team Austria überraschend klar den Vizeweltmeisters Pirates Solingen mit 4:1. Dritter wurden die Funky Move Turtles durch ein 2:0 gegen die Balve Mammuts.

Sieben Mannschaften (die Crazy Horses Braunschweig hatten kurzfristig abgesagt) kämpften drei Tage lang mit ihren einachsigen Gefährten nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“ auf dem ehemaligen Bundeswehrsportplatz, bis der Titelträger feststand.

Zumindest nach dem ersten Tag, der eine echte Hitzeschlacht brachte, durften die Mammuts aus Balve noch vom Titel träumen, führten sie doch mit sieben Punkten die Tabelle an. „Wir sind unserem Ziel, Europameister zu werden auf jeden Fall ein Stück näher gerückt“, frohlockte Spielführer Martin Herde. Berechtigte Hoffnungen durfte sich da auch die Erstvertretung der Hemer Butterflies machen, die mit sechs Zählern nur einen Punkt schlechter als der Ortsnachbar auf Rang zwei geführt wurde. Erst dahinter lauerten die Österreicher und der Favorit aus Solingen.

Gegen geschwächte Funky Move Turtles aus Lohmar (mit dem prominenten Mitspieler Steve Wozniak) gelang den Hemeranern mit einem 3:1 zum Auftakt ein Paukenschlag. Es folgte ein knapper 1:0-Sieg durch ein Tor vier Minuten vor dem Ende im Duell gegen die Nightmares Hannover, die zuvor nur einmal zusammen trainiert hatten, bevor man Balve 1:2 unterlag. Das Team aus dem Hönnetal hatte sich zuvor 0:0 vom Team Austria getrennt und Hannover 5:0 bezwungen, was sich auch später auf die Tordifferenz entscheidend auswirken sollte.

Mit einem 2:2 gegen Vize-Weltmeister Blade Pirates Solingen starteten die Balver in den zweiten Tag. Hemers Erstvertretung zog derweil an den Mammuts vorbei, weil man die eigene „Zweite“ in einer lange ausgeglichenen Partie dank zweier Treffer im dritten Chukka 2:0 besiegte. Doch auch die Schmetterlinge erlebten noch einen Dämpfer beim 0:2 gegen die Solinger gab es keine Punkte. Stattdessen sorgte Hemer II für Furore. Gegen hoch favorisierte Balver holte man vor großer Kulisse ein 1:1. Noch vor wenigen Tagen hatten die Butterflies ein Testspiel gegen diesen Gegner deutlich verloren.

Jubeln durften die Balver zum Abschluss der Vorrunde am dritten Tag aber dennoch. Zwar startete das Team (leicht schützenfestgeschädigt) mit einem 0:2 gegen Lohmar, doch auch Hauptkonkurrent Hemer I hatte beim 0:3 gegen Team Austria letztlich keine Chance und wies somit punktgleich gegenüber Balve die schlechtere Tordifferenz auf. Die Österreicher, ganz sicher nicht als Favoriten gestartet, machten damit schon den Finaleinzug perfekt. Mit einem 5:0 der Solinger gegen Hannover stand im Spiel danach dann auch der Endspielgegner fest.

Im letzten Vorrundenspiel hätten die Butterflies II mit einem Remis schließlich noch der eigenen „Ersten“ zur Teilnahme am Spiel um Platz drei verhelfen können, doch gegen die Turtles aus Lohmar gab es ein knappes 2:3, so dass die Kölner noch an der Erstvertretung vorbeizogen.

Die Spätstarter hatten letztlich auch im Spiel um Platz drei die besseren Karten, besiegten sie doch die Balver Mammuts mit 2:0.

Noch eindeutiger verlief das Finale für die ungemein lockeren Akteure aus der Alpenrepublik, die vor den Spielen Schnäpse verteilten und anschließend ihre Gegner zur „Brotzeit“ einluden. Schon zur Pause führte Team Austria gegen die Solinger 2:0, machte schließlich mit einem 4:1 alles klar und sicherte sich den EM-Titel.

Somit blieben für die Gastgeber nur die undankbaren Plätze fünf und sechs, während Hannover mit nur einem Punkt Letzter wurde. Der Stand nach der Vorrunde: 1. Austria 14 Punkte/9:1 Tore, 2. Solingen 11/16:3, 3. Lohmar 10/10:7, 4. Balve 9/10:6, Hemer I 9/7:8, Hemer II 2/4:15, Hannover 1/1:17.
Für Hemer I spielten: Udo Puhl, Jens Echtermann, Thorsten Müller, Rüdiger Vorhoff, Dieter Schlemenat.
Für Hemer II spielten: Carmen Fürstenau, Karola Schröter, Iris Rademacher, Wolfgang Röther, Peter Gerhards, Jörg Engert, Marc Pourié.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben